Iza

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Beitrag  Gast Mi 12 Aug 2015 - 11:50

Über mich:

Name: Thomas

Alter: 21

So habe ich hergefunden:
Ihr erinnert euch an diesen Gast hier? Das war ich. xD
Und wie einige andere Leute in letzter Zeit, bin auch ich von Sanyo World hierher gekommen.


Über meinen Chara:

Name:
Iza
"Wie du meinen Namen aussprichst, ob du "Iza" "Eisa" "Isa" oder was auch immer sagst ist mir reichlich egal."

Rasse:
Arkane. Leidet unter Albinismus

Geschlecht:
Weiblich

Alter:
25, äußerlich 19, manche würden jedoch auch weniger schätzen

Aussehen:
Als Albino verfügt Iza über die typischen im wahrsten Sinne des Wortes blutroten Augen, sowie extrem blasse Haut und nahezu schneeweiße Haare. Von diesen krankheitsbedingten Dingen abgesehen ist sie schlank und eher zierlich. Sie ist nicht unbedingt groß und ihre langen Haare trägt sie meist zu zwei Zöpfen gebunden. Ihren Zügen sieht man an, dass sie noch recht jung ist. Die roten Augen können sie durchaus mal böse und im richtigen Licht auch mal sehr bedrohlich wirken lassen, entsprechend ist es kein Wunder, dass ihr so mancher den "bösen Blick" nachsagt. Trotzdem sieht sie durchaus gut aus, zumindest sofern man nichts gegen die albinotypischen Merkmale hat.
Eigentlich würde Iza gern elegante Kleidung tragen. Vielleicht ein leichtes Kleid, elegant, nicht im Weg, schön. Allerdings musste sie erkennen, dass sie Ranha zu Unrecht mit ihrem Kleidungsstil aufzog. Eine Jacke mit vielen Taschen und damit viel Stauraum ist durchaus praktisch auf Reisen, besonders weil man dadurch viel Platz hat um Waffen oder dergleichen zu verstecken. Und natürlich weil ein Kleid der Sonne viel Angriffsfläche bietet. Letztendlich hat Iza sich dazu entschieden beides zu tragen. Ein schlichtes hellblaues Kleid, schwarze Strümpfe um die Beine vor Licht zu schützen, geländetaugliche Stiefel und eine helle Kapuzenjacke die vor allem über viele tiefe Innentaschen verfügt.
In ihren Taschen finden sich allerlei Dinge. Proviant, Krimskram, natürlich die besagten Waffen, also ein zerbrochener Anderthalbhänder und eine handvoll kleine Wurfmesser. Dazu findet sich dort noch ein Sonnenschirm.
Bilder:

Alle Bilder sind selbst gezeichnet. Qualitativ damit nicht so gut wie viele andere, aber es sollte denke ich reichen... vorerst... oder so... xD
Iza Ls22-4-dc1b
Erstes Bild von ihr, Outfit noch nicht final.

Iza Ls22-5-bfe1
Zweites Bild, weil Sombreros cool sind. xD
Dieses ist der Grund, aus dem ich schrieb, dass sie mit richtigem Licht bedrohlich wirken kann.

Iza Ls22-6-101d
Nummer drei, dieses mal ein wenig freundlicher

Iza Ls22-7-e76c
... das Kleid ist nicht ganz so super geworden... :/

Iza Ls22-8-1b2e
Schwert, Schwertscheide und Haltevorrichtung wollte ich nur so mal probieren zu zeichnen, Iza hat nichts davon

Iza Ls22-9-61e2
Finales Bild, finales Design

Charakter:
Zuerst sei gesagt, dass Iza alle Vorurteile und Schubladendenken hasst. Dann sei gesagt, dass sie erstmal jeden Menschen für ein vorurteilsbehaftetes Ar*****ch hält, dass sie wegen ihres anderen Aussehens für ein Kind vom Teufel, oder die Hure des selbigen hält... oder am besten gleich beides in einem.
Und ja, sie ist sich durchaus über die Ironie in diesen Ansichten klar, aber nein, sie wird sie vorerst trotzdem nicht ablegen, da sie bisher zu viele schlechten Erfahrungen machen musste.
Den meisten Menschen, Wesen und Situationen begegnet Iza erstmal mit Witz und Spott. Zumindest sofern sie ihr Gegenüber nicht verabscheut oder dergleichen, aber auch das hält den Spott selten lange fern. Allerdings kann sie durchaus auch ernst sein wenn sie glaubt die Situation würde es erfordern. Seien es nun Diskussionen, oder Kämpfe gegen gefährliche Gegner.
Ansonsten ist Iza, auch wenn sie sich, durchaus nicht ganz zu Unrecht als böse bezeichnen würde, ein erstaunlich umgänglicher Mensch. Sie greift selten zuerst zu Gewalt, ist meist recht ruhig, auch wenn es durchaus Dinge gibt die ein feuriges Temperament entfachen können, und sie lässt gut mit sich reden. Überhaupt diskutiert sie gerne und lässt sich oft erstaunlich gut überzeugen oder auch bequatschen Dinge zu tun oder zu lassen, von denen sie eigentlich weniger begeistert oder überzeugt scheint.
Allerdings ist Iza keineswegs ein rein guter Mensch. Sie hat kein Problem mit dem Verletzen oder Töten auch von bereits besiegten Gegnern, und sollte es nötig sein schließt sie auch Folter nicht aus, auch wenn sie weiß, dass all diese Dinge falsch sind. Auch das Stehlen ist in Ordnung und im Allgemeinen sind alle Gesetze nur freundliche Vorschläge bei denen man immer sorgfältig abwägen muss wie sehr sie denn tatsächlich zu befolgen sind. Besonders dann, wenn keine Zeugen über bleiben. Allerdings versucht sie sich besser und ehrenvoller zu verhalten um Ranhas Erbe zu bewahren. Immerhin hat Ranha sich geopfert und Iza ihren Körper überlassen. Daher denkt Iza, sie ist es ihrer alten Freundin schuldig ein Leben zu führen das dieser gerecht würde. Zumindest weitesgehend. Allgemein nimmt Iza ungern Hilfe an weil sie es hasst in jemandes Schuld zu stehen, und versucht immer ihre Schulden aller Art möglichst schnell zurück zu zahlen. Von anderen erwartet sie das jedoch nicht.
Iza ist durchaus sehr intelligent sowie lernfähig und verfügt über eine hohe Auffassungsgabe. Dadurch hat sie trotz ihrer Herkunft aus einem eher rückständigem Land, etwas über das sie nur ungern spricht, eine erstaunlich gute Bildung. Nichts besonderes, doch ihre Herkunft merkt man ihrer Bildung und Wortwahl nicht an.
Was ihre neu gewonnene Weiblichkeit angeht ist sich Iza noch nicht ganz sicher. Sie ist selbst erstaunt wie wohl sie sich irgendwie fühlt, hatte sie doch zu Beginn erwartet, dass es die Hölle würde. Aber sie mag ihren neuen Körper ähnlich gern wie ihren alten, wenn nicht noch ein wenig mehr. Trotzdem sind ihr einige Dinge noch sehr unangenehm, schließlich war sie früher ein Mann und steckt nun in dem Körper ihrer früheren besten Freundin. Was dieses Thema gegenüber anderen angeht, so ist es ihr ziemlich egal ob irgendwer davon weiß oder nicht. Sie wird es jedoch nicht an die große Glocke hängen oder dergleichen.
Im übrigen ist Iza sehr unordentlich und nicht allzu fleißig. Das erste merkt man jedoch selten, da sie kaum Dinge besitzt die in Unordnung geraten können, und letzteres merkt man nicht, da sie sich um Ranhas Willen immer wieder zwingt sich Ziele zu setzen und nicht einfach faul und lethargisch durchs Leben zu treiben.

Geschichte (kurze Fassung):
Iza, oder früher Izanto, wurde vor 25 Jahren als männlicher Albino in einem eher rückständigem Land geboren. Auch wenn sich die Dorfbewohner halbwegs an das andersartige Kind gewöhnen konnten, hatte er immer wieder mit Diskriminierung, falschen Anschuldigungen und allerhand Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Dies gipfelte darin, dass er eines Mordes bezichtigt und verurteilt wurde, den er nie begangen hatte.
Er floh und verbesserte seine Fähigkeiten im Zaubern von Barrieren zur Meisterschaft. Natürlich wurde er gesucht, und natürlich schlug ihm andernorts ungleich mehr Hass entgegen als in seiner Heimat. Natürlich prägte ihn all dies nicht grade mit einer positiven Weltsicht. Nachdem sich allerlei Beschuldigungen gegen den ohnehin schon Verurteilten sammelten änderte sich sein Verhalten. Anstatt zu fliehen und zu ertragen begann er zurück zu schlagen. Etwas, dass ihm noch mehr Kopfgeld einbrachte, doch dieses mal durchaus nicht unverdient. "Wir werden zu dem was man von uns erwartet", war seine Einstellung. "Wenn diese Welt einen Schwerverbrecher will soll sie ihn kriegen."
Mit der Zeit wurde Izanto zu einem immer berüchtigterem Magier und verdiente sich aufgrund seiner meisterhaften Nutzung von Barrieren den Beinamen "Der Unantastbare". Vor wenigen Jahren wurde er dann Zeuge eines Ereignisses, das sein Leben verändern sollte. Ein Mädchen, Ranha hieß sie, blutrote Augen und schneeweißes Haar besaß sie, wurde auf einem Dorfplatz in die Ecke gedrängt und des Mordes beschuldigt. Es war eine Kurzschlussreaktion, weil sie ihn an sich selbst erinnerte, dass er sie schließlich rettete. Widerwillig musste sie einsehen, dass er ihr Leben gerettet hatte und beschloss, auch anfänglich gegen seinen Willen, ihm zu folgen. Nicht weil sie es wollte, sondern weil sie aus einer Kriegerfamilie stammte und ihre Ehre es gebot ihm zu dienen, bis sie die Schuld zurück gezahlt hatte.
Mit der Zeit die sie gemeinsam verbrachten lehrte er sie Magie. Sie war allerdings nicht sonderlich gut mit Barrierezaubern, dafür mehr mit ungewöhnlichen Zaubern, besonders mit solchen die einen direkten Kontakt zum Bewusstsein anderer herstellen. Natürlich schaffte sie es mit der Zeit auch ihn zu beeinflussen und ihm wieder mehr zu seinem früherem Ich zu verhelfen. Sie beide wurden Freunde und genossen die gemeinsame Zeit irgendwann sogar, auch wenn sie sich immer wieder stritten was nun richtig und was falsch war.
Irgendwann traf Izanto jedoch auf den ersten Gegner seit langer Zeit der ihm Schwierigkeiten bereitete. Ein Gegner der darauf spezialisiert war mit Leichtigkeit Barrierezauber zu zerstören. Es war ein ungleicher Kampf den Izanto kaum gewinnen konnte. Kurz vor dem letzten Schlag mischte sich jedoch entgegen all seiner Anweisungen Ranha ein. Ihr Schwert zerbrach als sie einen Hieb blockte und sie erlitt eine schwere Wunde. Izanto verlor über diesen vermeintlichen Verlust die Beherrschung und verfiel in einen berserkerartigen Kampfrausch. An dessen Ende war er mit tödlichen Wunden übersäht, doch der Feind niedergestreckt.
Doch Ranha lebte noch und als er das merkte, setzte er alles daran ihre Wunden zu heilen, anstatt sich um sich selbst zu kümmern. Und er hatte Erfolg. Ranha wachte kurz später wieder auf, doch seine eigenen Wunden waren zu viel. Ranha jedoch konnte und wollte die neue Rettung nicht annehmen. Sie nutzte einen seltenen Zauber um seinem Geist Zugang und Kontrolle über sich und ihren Körper zu gewähren. Damit opferte sie sich selbst um ihn zu retten und ihre Schuld erneut zu begleichen.
Izanto legte einen Teil seines Namens ab, vor allem weil der Name nicht zu einer Frau passte, und versucht nun Ranha gerecht zu leben. Das glaubte er ihr zu schulden. Er behielt den Rest ihres Schwertes und gibt sein bestes um trotz allem ein gutes und "ehrenvolles" Leben zu leben.
Irgendwann schloss Iza sich dann schließlich der Gilde Sanyo an. Hauptsächlich weil ehrliche Arbeit, sowie Geld und ein Schlafplatz durchaus verlockend klangen.

Geschichte (lange Version):

„Lasst sie los!“, hörte er sich sagen. Ruhig, gefasst, bestimmt. Wie jemand der zu befehlen gewohnt war. Doch warum tat er das? Es gab doch keinerlei Grund ihr zu helfen. Und es gab kaum Reaktion. Die Menschen um ihn herum machten ihm Platz sobald sie ihn wahrnahmen. Ob nun weil er unheimlich wirkte, oder weil sie ihn auch erkannten konnte er nicht sagen. Die Menschen vor ihm jedoch schenkten ihm kaum Beachtung.
„Lasst sie gehen!“, sagte er erneut dieses mal lauter. Noch immer war er nicht sicher warum. War es vielleicht eine Kurzschlussreaktion? Von den drei Hauptanklägern zu denen er inzwischen durchgedrungen war, wandte sich einer zu ihm um. „Was...“, er stockte mitten im Satz als er den Mann erblickte und erkannte, wer ihr Treiben unterbrach. Izanto sah sich nicht veranlasst zu reagieren. Er wusste was kommen würde.
Der verstörte Mann zog nicht nur die Aufmerksamkeit der beiden anderen Männer, sondern auch die des Mädchens auf sich und Izanto. Auch der zweite Mann erkannte ihn, der dritte hatte keine Ahnung mit wem er es zu tun hatte und das Mädchen... ja, was war mit dem Mädchen? Wenn sie ihn erkannte ließ sie es sich nicht anmerken. Sie starrte ihn genauso entschlossen an wie zuvor die Männer. Izanto starrte zurück. Es war merkwürdig. So fühlte man sich also wenn man aus blutroten Augen angestarrt wird.
„Was willste?“, fragte der Kerl der ihn nicht erkannte, und Izanto löste seinen Blick wieder von dem Mädchen. „Weißt du nicht wer das ist?“, fragte einer der anderen Männer. „Mir egal wer das ist. Er soll mir nicht in die Quere kommen“, er fuchtelte mit seinem Schwert kurz in Izantos Gesicht herum, ehe er sich wieder dem Mädchen zuwandte. Für ihn war die Sache wohl erledigt, nicht aber für Izanto. Ein dumpfes Geräusch, ein leichter Luftzug, ein wenig aufgewirbelter Staub. Der Kerl sah sich einer unsichtbaren Wand gegenüber die ihn von dem Mädchen trennte. Einer seiner Freunde zog ihn auf die Seite. „Das ist Izanto der Unantastbare verdammt nochmal. Er wird dir die Seele aus dem Leib reißen!“, zischte er seinem Freund zu. Trotz dem Tumult der sich in der Menge ausbreitete konnte Izanto ihn deutlich verstehen. Das Gesicht des Mannes der sich ihm in den Weg gestellt hatte wurde kreideweiß bei der Erwähnung seines Namens. Er würde kein Problem mehr darstellen.
Ruhig Schritt Izanto durch die unsichtbare Wand hindurch auf das Mädchen zu. Kein Schrecken, keine Angst. Sie war nervös, neugierig, wusste nicht was er wollte, doch mehr nicht. Ihre Hand lag mittlerweile auf dem Schwertgriff an ihrer Seite. Gegen ihn war sie wohl bereit die Waffe zu ziehen.
„Gib mir deine Hand!“, befahl er. Warum? Warum wollte er ihr helfen? Nur weil sie war wie er? Bei jedem anderem Menschen hätte er sich vielleicht sogar der wütenden Menge angeschlossen, doch bei ihr... war es, weil sie ihn an sich selbst erinnerte? Weil er genau das selbst durchgemacht hatte?
Sie zögerte. Er wollte nicht länger warten, griff nach ihrer Hand und riss sie vom Schwert weg. Sie wehrte sich. „Lass mich los!“, rief sie, zerrte an seinem Griff. Er tat was sie verlangte und ließ los. Allerdings war es ohnehin zu spät. Der Zauber war bereits gewirkt, sie beide zwischen einigen Bäumen gerade außerhalb des Dorfes.
„Wir sollten ein paar Minuten Zeit haben bis sie uns finden“, er entspannte sich sichtlich als er das sagte. Er musste niemanden mehr einschüchtern, da brauchte er nicht mehr so ernst und steif zu sein. Unterdessen sah sich das Mädchen einen Moment verwirrt um, ehe sie zu begreifen schien was passiert war. „Hast du es getan?“, fragte er schlicht. Nach allem was er gehört hatte bevor er eingriff, war sie des Mordes angeklagt gewesen. Und egal ob sie schuldig war oder nicht, sie würde gelyncht werden. So geschah das hier mit Menschen wie ihr und ihm. Weiße Haare, extrem blasse Haut, blutrote Augen. Albinos waren sie. Durch ihre extreme Empfindlichkeit gegen die Sonne und ihr andersartiges Aussehen waren sie oft genug als Dämonen- oder Teufelskinder abgestemeplt worden. Und wann immer Verbrechen verübt wurden oder Katastrophen oder Unglücke in ihrer Nähe geschahen, immer waren solche wie sie die Schuldigen.
Es hatte ein wenig gedauert bis sie verstand was er meinte. „Nein“, sagte sie mit fester Stimme. Ihre Hand war wieder an ihrem Schwert. Er glaubte ihr. „Dann verschwinde jetzt“, sagte er ein wenig lapidar. Sie zögerte nicht lange. „Nein“, er zögerte noch einen Moment, hatte sich eigentlich gerade zum Gehen umwenden wollen. Er hatte schon genug Dummes getan indem er sie rettete, wollte schnell weg, doch sie hatte seine Neugier geweckt. „Warum nicht?“, fragte er mit ehrlicher Neugier. „Meine Ehre verbietet mir einfach zu fliehen“, er musste bei ihrer Antwort unwillkürlich schmunzeln. „Von deiner Ehre hast du auch auch so viel, wenn du tot bist“, spottete er. „Und glaub mir, wenn du nicht verschwindest oder dich wehrst, werden sie dich töten... immerhin sind wir Teufelskinder. Wir sind immer schuld, nicht wahr?“, er war wieder ernster. Wenn er schon dabei war, konnte er ihr gleich noch einen Rat geben. Trotzdem war er noch immer deutlich merkbar belustigt. Ihr konnte er unterdessen ansehen, dass sie nach Worten suchte aber nichts fand um zu kontern. Allerdings lag es ihr genauso fern klein bei zu geben.
Er wandte sich zum gehen. „Ich werde dich nicht abhalten dein Leben weg zu werfen, das ist deine Sache, ich verziehe mich jetzt“, er sagte es leichtfertig über die Schulter als er ging. Er hatte sie gerettet und ihr einen Rat gegeben. Nur weil sie an der gleichen Erbkrankheit litt hatte er noch lange nicht mehr mit ihr zu schaffen.
Er war eine knappe halbe Stunde unterwegs und näherte sich dem Waldrand als er wieder ein Knacken im Unterholz hörte. Zu Anfang hatte er noch gedacht, dass es sich um Tiere handelte die hier durch den Wald streiften, doch es war immer wieder genau hinter ihm. „Wer ist so dumm mir zu folgen?“, fragte er ein wenig genervt in den Wald hinter sich. Keine Antwort. Nur noch mehr Knacken im Unterholz, und aus dem Gebüsch trat... das Mädchen. Ein wenig zerkratzt und grimmig drein schauend. „Was willst du?“, fragte Izanto ein wenig erstaunt. Sie zog ihr Schwert. Wollte sie ihn töten um die anderen Dorfbewohner zu besänftigen? Für das Kopfgeld? Skeptisch betrachtete er es, war allerdings keineswegs beunruhigt, dass sie ihren kleinen Zahnstocher zog. Er trug nicht umsonst den Beinamen „der Unantastbare“.
Sie warf ihm das Schwert vor die Füße. Er betrachtete es kurz, erstaunt, vielleicht ein wenig verwirrt. Ein schlanker Einhänder, der Griff jedoch der eines Anderthalb- oder Zweihänders. Vermutlich wegen ihrer geringen Größe und Statur ein solches Schwert mit gekürzter Klinge. Sein Blick glitt wieder zu ihr. Sie war auf ein Knie niedergegangen, das Haupt geneigt. Hätte sie ihm das Schwert nicht einfach vor die Füße geknallt hätte man meinen können sie wollte ihm die Treue schwören oder so. „Was soll das?“, fragte er neugierig. Stille. Er wollte gerade noch einmal fragen als sie antwortete: „Du hattest Recht“ Sie stockte. Es fiel ihr sichtlich schwer das zu sagen. „Sie hätten mich umgebracht, egal wie die Wahrheit aussieht“ Nichts neues für ihn. „Und damit hast du mein Leben gerettet. Die Ehre gebietet, dass du richtest was damit geschehen soll“, erklärte sie. Er konnte gut heraushören, dass ihr das nicht gefiel. Sie machte sich nichtmal die Mühe höflich zu sein.
Izanto seufzte. „Pack das Ding weg und verschwinde“, Antwortete er. Er hatte keine Lust sie zu töten nachdem er sie gerettet hatte. Sie schaute auf. Ein wenig überrascht. „Dann muss ich dir folgen, bis meine Schuld zurück gezahlt ist“, sagte sie. „Meine Ehre...“ „... ist mir ziemlich egal. Wenn du nicht sterben willst, nimm dein Schwert und verschwinde“, wiederholte er sich gelassen. Ihm war gerade anders als sonst so oft nicht nach Scherzen und Spott. Sie stand auf, nahm ihr Schwert und steckte es weg, machte aber keinerlei Anstalten zu gehen. „Ich bin ein Schwerverbrecher. Wenn dir deine Ehre so wichtig ist greifst du mich entweder an oder haust ab“, sie trat einen Schritt auf ihn zu. „Was soll das?“ „Ich verschwinde... nur zufällig in die gleiche Richtung wie du“, meinte sie, ihr Blick war noch immer fest und entschlossen, wenn auch nicht begeistert. „Willst du, dass ich dich doch noch töte?“, er klang eher genervt und die Drohung keineswegs ernst zu nehmen. keine Antwort. Keine Reaktion.
Er dachte einige Momente nach. Schließlich entschied er auf die gleiche Art wie er entschieden hatte sie zu retten. „Dann komm eben mit“, meinte er dann. Sie nickte. „Ich bin Ranha“, stellte sie sich vor. „Izanto“, meinte er nur. Der Blick zum Waldrand verriet ihm, dass die Sonne mittlerweile schien. Er zog die Kapuze seines Mantels ins Gesicht. Sein Blick glitt zu dem Mädchen. Sie trug nur ein Kleid und ihr Schwert. Er fragte sich, ob sie ihn wirklich wegen ihrer Ehre begleiten wollte, oder aus den gleichen Gründen aus denen er sie mitnahm. Es war vorerst unwichtig. „Hast du etwas gegen die Sonne dabei, Ranha?“, fragte er. Es war merkwürdig für jemanden zu sorgen.


„War das schon alles?“, fragte Izanto spöttisch. Er hatte Ranha die letzten fünf Minuten durch die Gegend gescheucht, sie mit Zaubern bombardier, und all ihre Angriffe mühelos zur Seite gefegt. Schwer atmend stand sie vor ihm, schwankte leicht. Schmerz stand in ihrem Gesicht geschrieben. Es irritierte ihn ein wenig, er hatte sie doch kaum erwischt. Er wollte sie ja nur testen, nicht töten. Immerhin musste er doch wissen wie stark sie war. Es würde schon einen Grund haben, dass sie immer ein Schwert mitschleppte. mal ganz davon abgesehen, dass sie sich als Kriegerin bezeichnete und aus einer Kriegerfamilie stammte... das erklärte auch dieses ganze Gehabe mit ihrer Ehre.
Das Schwert entglitt ihren Händen. Sie ging in die Knie, umfasste ihre Brust. Daran wie sehr sich ihre Hand in den Stoff ihrer Jacke krallte konnte Izanto leicht erkennen, dass Ranha schwere Schmerzen hatte. Er brach alle Zauber ab, lief zu ihr. Sie gebat ihm mit ihrer freien Hand stehen zu bleiben. Er war unsicher, doch tat wie ihm geheißen. Sie würde wissen was mit ihr los war und was sie vertrug. Das hieß jedoch nicht, dass ihm die Situation gefiel. Es erstaunte ihn selbst wie sehr er sich sorgte, obwohl er sie erst knapp zwei Wochen kannte. Viel geredet hatten sie ja nicht.
Es dauerte nicht lang bis ihr Atem sich beruhigte und anschließend die Schmerzen zu verebben schienen. Es dauerte allerdings noch ein paar weitere Momente bis sie sich wieder aufrappelte und ihr Schwert wegsteckte. Die Anstrengung war ihr deutlich anzusehen, sie war noch blasser als sonst schon. „Was war da los?“, fragte Izanto fordernd. Sie wusste eindeutig was das gewesen war und wich seinem Blick aus.
Er ging auf sie zu bis er direkt vor ihr stand. „Was war da los?“, fragte er erneut. Sie schaute wieder hoch, ihm in die Augen. Sie war ungefähr einen Kopf kleiner als er. Sie schien nach Worten zu suchen. Er seufzte, ging in die Knie. Ranha wusste nicht recht wie sie reagieren sollte. „Halt still!“, befahl er und legte die Fingerspitze seines rechten Zeigefingers auf ihr Brustbein. Sie spürte nicht nur dort, sondern auch in ihrem Gesicht eine gewaltige Hitze, doch tat wie ihr geheißen.
Als er sich wieder erhob schien ihr Kopf zu glühen. Er ignorierte es. „Ein... Herzfehler?“, fragte er nach um zu erfahren ob seine Vermutung richtig war. Er war nicht sicher, doch es schien keine Verletzung zu sein doch ihr Herz schien... angeschlagen. Sie nickte nur. „Verstehe... wir rasten hier. Ich hole Feuerholz, du wartest“, meinte er und verschwand im Wald.
Mittlerweile brannte das Feuer. Ranha saß davor und schien sich beruhigt zu haben. Gleichzeitig schien sie sich noch immer zu schämen und nicht recht zu wissen wie sie mit der plötzlichen Berührung Izantos umgehen sollte. Bis dahin hatte er sie nie näher als einen halben Meter an sich heran gelassen. Dass ihr bisher noch nie ein Mann dermaßen nahe gekommen war, half da auch nicht wirklich.
Unterdessen hatte Izanto Zeit gebraucht. Zeit um zu überlegen was er nun mit Ranha anfangen sollte. „Seit wann weißt du von deinem Herzfehler?, fragte er schließlich. „Seit fünf Jahren. Ich war damals elf“, sagte sie, nuschelte dabei ein wenig. Erst jetzt erfuhr er damit auch wie alt sie war. „Und wie?“ „Beim Training mit meinem Vater“, er nickte. Er hatte keine Lust ihr alle Einzelheiten weiter aus der Nase zu ziehen. „Erzähl mir die ganze Geschichte“, meinte er dann. Sie nickte. Wobei genau sie anfing war ihm dabei recht egal.

Ich war zehn Jahre alt, kurz vor meinem elften Geburtstag, als ich mit dem Training im Schwertkampf anfing. Ich habe es mir von Papa zum Geburtstag gewünscht, aber er war dagegen. Er sagte kein Mann wolle eine Frau haben die ihm im Kampf überlegen sei.
Wie hast du ihn überzeugt? Ich hab ihm an den Kopf geworfen, dass ohnehin niemand ein Dämonenkind oder eine Teufelshure heiraten möchte. Obwohl ich damals nicht genau wusste, was eine Hure überhaupt ist. Als meine Mutter mir beipflichtete und meinte, dass ich ohnehin in größerer Gefahr von... Übergriffen wäre, und es gut sei wenn ich mich wehren könnte, hat er dann irgendwann nachgegeben.
Nach Grundlagen, generellen Bewegungsabläufen, Theorie, Haltungen und so weiter, kamen wir schließlich zum praktischen Kampftraining. Bis wir merkten, dass ich einen Herzfehler hatten haben wir immer auch so rechtzeitig Pause gemacht oder aufgehört. Nach einer Stunde Training hatte ich meist heftige Schmerzen in der Brust, aber das hielt ich damals für ganz normal. An jenem Tag aber... wollte ich weitermachen. Ich wollte ihm beweisen, dass ich von meinem Aussehen abgesehen ganz normal war, dass ich alles konnte, was andere auch können. Hatte damals einen ziemlich schlechten Tag... du kannst dir wohl denken was passiert sein könnte.
Ich hatte mich übernommen, brach zusammen. Nicht so wie eben, ich wäre beinahe gestorben. Der Arzt hat einen Herzfehler diagnostiziert, der durch die übermäßige Anstrengung noch schlimmer wurde.
Und du hast mit dem Kämpfen nicht aufgehört? Nein. Wie konntest du deinen Vater dazu überreden? Gar nicht. Als ich mich erholt hatte, hat er mich praktisch nach draußen geschliffen, mir ein Schwert hingeworfen und auf mich eingedroschen, bis die Schmerzen wieder einsetzten. Liebevoll. Klar... vermutlich hat er das getan, weil er nicht sehen wollte wie ich weiter vor mich hin vegetiere. Ich habe drei Minuten durchgehalten. Er meinte, dass das reichen könnte, besonders wenn ich lerne kraftsparend zu kämpfen. Auf Distanz gehen, Pausen erzwingen, Schläge ablenken anstatt sie zu blocken, sowas alles. Wie lang hältst du mittlerweile durch? Wenn man mich nicht mit hunderten Zaubern bombardiert fünf bis zehn Minuten, mit ein Glück ein wenig mehr.

Nach dieser Geschichte herrschte einige Momente Stille. „Du wirst dein Schwert nur noch ziehen, wenn es sich nicht vermeiden lässt“, befahl Izanto schließlich. „Aber...“, sie war sichtlich verärgert, sie war eine Kriegerin und sie musste noch ihre Schuld begleichen. Doch wie so oft schnitt er ihr das Wort ab. „Kein Aber. Du wirst mir so nicht sterben. Davon abgesehen kann ich mich gut selbst verteidigen, mein Name kommt nicht von ungefähr“, erklärte er ihr. Sie hatte selbst spüren müssen, dass er recht hatte. Mehr als ein mal schien ihre Klinge auf eine Wand aus Stahl zu stoßen. „Morgen fange ich an, dich in den Grundlagen der Magie zu unterrichten. In der nächsten Stadt kaufen wir dir ein paar Bücher. Ich habe keine Lust dir alles selbst bei zu bringen, zumal ich gar nicht alles kann“, meinte er dann. Sie schaute auf. „Bitte was?“, fragte sie erstaunt. „Ab morgen bist du meine Schülerin“, sie wurde bei diesen Worten ein wenig rot. Sie konnte sich kaum vorstellen Magierin zu werden, hatte fast damit gerechnet, dass Izanto sie nun 'aussetzen' würde. Es versetzte sie in die Zeit zurück zu der ihr Vater endlich mit ihr das Kampftraining begonnen hatte. „Danke“, meinte sie leise. Der Gedanke wieder zu lernen und jemandes Schülerin zu sein gefiel ihr und sie musste sich eingestehen, dass sie sich in Izantos Gegenwart langsam wohler fühlte. Sie hatte erstaunt feststellen müssen, dass er gar nicht so ein schlechter Mensch war.
„Ach sag mal... du kennst dich mit Medizin und Heilmagie aus?“, fragte sie ihn dann. Immerhin hatte er ihren Herzfehler erkannt. „Nur oberflächlich. Vor einigen Jahren lebte ich ein paar Monate bei einem Arzt, der mir erklärte woher diese... besonderen Merkmale von uns kommen. Ich hab in der Zeit in seinen Büchern rumgestöbert und war zeitweise sein Gehilfe“, die Geschichte schien ihm nicht zu behagen. „Was ist passiert?“, fragte Ranha. Immerhin musste es einen Grund geben aus dem er nach mehreren Monaten ein Heim aufgab. „Er wollte mich häuten, und Haut, Haare sowie Augen zum Bau von Puppen benutzen“, erklärte er knapp und so ungern er daran erinnert wurde, ihr Gesichtsausdruck war es vollkommen wert.


„Halt!“, langsam ließ er das Schwert sinken, wandte sich zu Ranha um. „Was?“, fragte er sie. Er hatte alle Zeit der Welt. Der Gegner unter seinem Fuß war ohnmächtig und sein Schwert war in Izantos Händen. „Du kannst ihn nicht töten“, sie war ernst, sehr ernst. Sein Blick ging zu dem Schwert in seiner Hand, dann zu dem bewusstlosen Krieger zu seinen Füßen welchem er die Klinge abgenommen hatte, dann wieder zu dem Schwert. Sein Gesicht zeigte gespielte Skepsis „Ich wage zu widersprechen...“, meinte er nur, machte sich eindeutig über sie lustig.
Ranha ließ sich nicht beeindrucken. Oder sich zumindest nichts anmerken. „Aber es ist falsch ihn zu töten“, entgegnete sie. Er schien sich diesen Gedanken durch den Kopf gehen zu lassen. Spielerisch und behände schwang er ein zwei mal das Schwert durch die Luft, ehe er sich auf einen Baumstumpf setzte. „Ich weiß, dass es falsch ist. Nenne mir einen guten Grund nicht sicher zu gehen, dass er uns in Ruhe lässt“, ihm war es ernst. Er hatte wenig Lust diese Diskussion immer und immer wieder zu führen. Darauf würde es sonst hinaus laufen.
„Wenn du ihn ohne Notwendigkeit tötest, wärst du nicht besser als er“, sie war ruhig, ihr Argument war offensichtlich, aber gut überlegt und traf. Kein Wunder, beim letzten Todesfall hatte sie nicht schnell genug eingegriffen und sich seither Vorwürfe gemacht. Izanto dachte eine Weile darüber nach. „Doch, ich töte um mich zu schützen, er würde für Geld auch potenziell Unschuldige abschlachten“, nun war es an ihr nachzudenken. Hatte sie mit so einer Antwort gerechnet? „Würdest du ihn auch töten, wenn er wäre wie wir?“, eine schwere Frage. Er konnte unmöglich ja sagen, nicht nachdem er sie gerettet hatte. „Wenn nicht, bist du nicht besser als all die Menschen die uns Unglücke und Verbrechen unterstellen, weil wir nicht sind wie sie.“
Er schwieg einige Minuten, dachte nach. Schließlich warf er das Schwert weg. „Du hast gewonnen, bis mir ein Konter einfällt“, sagte er ein wenig grummelig, doch kaum mehr mit Ernst in der Stimme. Er stand auf und wollte gehen, als Ranha ihn erneut unterbrach. „Du kannst ihn nicht einfach liegen lassen“, ein kurzer Blick zu dem Ohnmächtigen „Doch, ich denke schon“ „Aber...“ „Kein Aber“, unterbrach er sie. „Er ist nicht schwer verletzt. Vermutlich ist ein Knappe oder so in der Nähe und macht sich gerade in die Hose. Er überlebt mit Sicherheit“, erklärte er knapp und ging los. Ranha blieb noch stehen.
„Du kannst gern noch Krankenschwester für ihn spielen und sehen wie er dir dankt, aber ich gehe jetzt“, nach diesen Worten folgte auch Ranha widerwillig. Doch sie war zufrieden. Sie hatte einen Menschen gerettet und den Beweis, dass Izanto nicht ganz böse war, etwas das sie bereits vermutet hatte. Vielleicht könnte sie ihn ja tatsächlich zu einem gutem Menschen erziehen.


„Wie wurdest du zum Verbrecher?“, fragte sie ihn eines Abends am Lagerfeuer. Direkter als sonst. Gab es einen Anlass? Ihm fiel nichts schlimmes ein das er getan haben könnte. Um genau zu sein, war er schon erstaunlich lange ziemlich brav gewesen. Ob das an ihrer Gesellschaft lag? Vermutlich. Ihnen beiden war von Anfang an klar gewesen, dass seine Lebensweise ihrer Philosophie der Ehre und so weiter widersprach. Er war davon ausgegangen, dass sie verschwinden oder sich anpassen würde. Da hatte er sich wohl geirrt.
„Interessiert dich das wirklich?“, das hätte sie doch sicher schon weit früher gefragt, immerhin war das etwas was ihr nicht gerade wenig missfiel. Sie zuckte mit den Schultern. „Ich kann es mir eh fast denken, aber ja, ich würde es gerne hören“, er verstand. Ein Seufzen entfuhr ihm, ehe er recht locker zu erzählen begann.

Es dürfte dich kaum wundern, dass ich keine sonderlich leichte Kindheit hatte. Ich war das Teufelskind, wurde von den anderen Kindern zwar akzeptiert, aber ich war ihnen nie so ganz geheuer. Bei unseren Nachbarn ging es sogar, aber alle anderen waren weniger... offen. Ich wurde oft beschuldigt und für schuldig befunden zu stehlen, Tiere und andere Kinder zu verletzen oder „den bösen Blick“ zu nutzen. Du weißt schon, das übliche, vermutlich alles Zeug, welches dir auch passiert ist.
Als ich... ich weiß gar nicht mehr wie alt genau ich war, wurde ich schließlich des Mordes beschuldigt und für schuldig befunden. Die Menge wollte mich brennen sehen, obwohl ich in Wahrheit niemandem etwas getan hatte. Kommt dir das bekannt vor? Dachte ich mir schon.
Ich bin geflohen. Ich wollte nicht für eine Tat sterben die ich nicht begangen habe wie du sicherlich verstehst. Und anders als es bei dir war mir meine Ehre recht egal wenn es um mein Leben ging. Ich habe einige Leute niederschlagen müssen, aber niemanden getötet. Nach meiner Flucht musste ich recht schnell feststellen, dass ich ein Kopfgeld hatte. Nach und nach sammelten sich auch noch weitere. Immerhin war ich nicht nur ein gesuchter Mörder, sondern noch immer ein "Teufelskind" und da war doch sicherlich ich der Dieb und ich der Schuldige und ich der Mörder in jedem Dorf in das ich komme.
Es dauerte einige Monate aber irgendwann war ich ein Schwerverbrecher ohne etwas getan zu haben. Kopfgeldjäger waren gewillt mich für Geld zu töten, ohne zu wissen ob ich wirklich schuldig war. Immer mehr kamen, die meisten ließ ich am leben. Doch die die überlebten kamen oft wieder und wollten es ein zweites mal versuchen. Vermutlich weil sie ja dann wussten wie ich kämpfte. Manche versuchten es sogar ein drittes mal.
Irgendwann war es dann als hätte man in mir einen Schalter umgelegt. Ich erinnere mich noch genau an sein Gesicht. Was er sagte. „Es ist nichts persönliches Kleiner, aber Geld regiert die Welt. Und dein Kopf ist nunmal ein schönes Sümmchen wert.“
Es zeigte mir eindrucksvoll, dass diese Welt nicht von den Guten oder Gerechten regiert wird. Und dass es Leute gibt, die ne Menge bezahlen um Unschuldige beseitigen zu lassen. Dass jeder denkt ich sei ein Schwerverbrecher nur weil ich anders aussehe und ein paar Menschen das behauptet haben. Es war kein wirklicher Entschluss, mehr als wäre der Faden meiner Geduld gerissen.
Ich tötete ihn. Ich tötete jeden weiteren Kopfgeldjäger. Was machte es auch für einen Unterschied wenn ich anfing zu töten? Ich war ohnehin schon als Mörder gebrandmarkt, war für Verbrechen verurteilt worden und sollte hingerichtet werden. Da konnte ich auch anfangen meinem Ruf gerecht zu werden und die Schuld zu erfüllen. Wenn diese Welt unbedingt einen Schwerverbrecher wollte, sollte sie ihn kriegen.

„Wir sind nur das Produkt der an uns gestellten Erwartungen“, endete er seine Erzählung. Von ein paar Stellen in denen sein Gesicht bitter wurde, oder an denen er nicht anders konnte als mit ein wenig Galgenhumor zu schmunzeln, war seine Erzählung trotz des Themas recht locker gewesen.
„Ich verstehe... man kann einen Menschen nur so lang schlagen, ehe er sich zu wehren beginnt“, sagte sie ihm das, oder sich selbst? Er war sich nicht sicher. „Mach deswegen nicht den Fehler mich für einen guten Menschen zu halten“, sie schaute auf. „Ich habe getötet und gestohlen, und das nicht nur ein mal... ein guter Teil meiner Vergehen entspricht mittlerweile der Wahrheit, vergiss das nicht“, sie nickte auf diese Worte. „Werd ich nicht“, sie schaute in das Feuer als würde sie darin die Worte finden, die sie sagen wollte. „Aber es zeigt mir, vor allem mit den letzten Monaten, endgültig, dass du noch nicht verloren bist“
Er war ein wenig überrascht. „Du willst mich zu einem gutem Menschen machen?“, fragte er ungläubig. Er hatte es schon vermutet, aber nicht recht geglaubt. „Man wird ja noch träumen dürfen“, ihr Blick glitt gen Himmel, dann schenkte sie ihm ein viel zu seltenes Lächeln. „Aber zumindest zu einem gutem Freund, den ich wirklich beschützen will“
Er wusste nicht recht was er sagen sollte. Er war nicht recht sicher, ob das überhaupt möglich war, ob er das wollte, doch am wenigsten warum sie das wollte. Vielleicht einfach, weil er für sie, genau wie sie für ihn, der erste gleiche Mensch mit den gleichen Erfahrungen war und er sie nicht wegen ihres Aussehens verurteilte. „Viel Erfolg bei dem Versuch“, meinte er lachend und legte sich hin. Er dachte lang darüber nach, ob das nun etwas gutes war oder nicht.


Es war lange her seit sie in einer größeren Stadt gewesen waren. Für gewöhnlich mied Izanto sie wegen der Gefahr erkannt zu werden, doch sie waren mittlerweile weit von ihrer Heimat entfernt. Hoffentlich weit genug. Immerhin zogen sie sogar noch mehr Aufmerksamkeit auf sich als sonst und dieses mal hatte das wenig damit zu tun, dass sie Albinos waren.
„Könntest du jetzt dieses alberne Ding abnehmen?“, fragte er Ranha nicht zum ersten mal. Sie ging voraus und hielt es nicht für nötig zurück zu schauen. „Warum denn? Er schützt mich vor der Sonne“, meinte sie nur. Sie hatte auch nicht ganz unrecht. „Er zieht unnötig die Blicke auf uns und sieht bescheuert aus“, als er das sagte drehte sie sich doch um und grinste ihn breit an. „Na und? Ist doch lustig, besonders wie du dich aufführst“, sie hatte beste Laune seitdem sie diesen Hut gekauft hatte. Es war kein normaler Sonnenhut, nein, das reichte ihr nicht. Sobald sie den riesigen Sombrero erblickt hatte, hatte sie alles andere links liegen gelassen.
Und seitdem war sie ein noch größerer Blickfang auf den Straßen. Fehlte nur noch, dass sie sich einen Schnauzer aufmalte. Izanto war die ganze Aufmerksamkeit zuwider. Ein weiterer Grund warum er auch nach minutenlangen Drängens von Ranha keinen Sombrero für sich gekauft hatte. Er blieb lieber bei seinem Mantel.
Es war allerdings schwierig für ihn sich nicht von ihrer guten Laune anstecken zu lassen. Es war ohnehin verkehrte Welt heute. Die sonst so steife Ranha war bester Laune und fast wie er sonst seit sie ihren geliebten Sombrero hatte, und er... nun, ausnahmsweise war er mal der Vernünftige. Und wenn er nun gute Laune zeigte würde sie dieses Ding noch lange tragen. Oder würde sie ihn doch länger tragen, wenn er sich ärgerte?
„Was lächelst du denn?“, fragte sie plötzlich grinsend. Erst jetzt merkte er, dass er gelächelt hatte, etwas für das er sich prompt verfluchte. „Gib's zu, du magst ihn“, neckte sie ihn und tänzelte um ihn herum. „Nein, er ist albern und hässlich“, meinte er verärgert. „Hmm...“, ihr Lächeln veränderte sich und er wusste nicht recht wie er das deuten sollte. Plötzlich hing sie an seinem Arm, etwas, dass er früher nie zugelassen hätte. Auch jetzt noch war es ihm unangenehm wenn sie ihn berührte, weswegen sie ihm selten nahe kam. Da war das hier schon ein kleiner Schock.
„Kann es sein, dass du stattdessen mich magst?“, fragte sie ihn in einem Tonfall, den er bei ihr noch nie zuvor gehört hatte. Kokett, fast schon verführerisch versuchte sie zu klingen. „W-was zum...?“, fragte er schockiert, doch noch bevor er seinen Satz beenden konnte ließ sie los und tänzelte und hüpfte lachend durch die Gegend. „Du hättest dein Gesicht sehen müssen“, rief sie laut lachend. „Rot wie eine Tomate“, er verfluchte dieses Mädchen und ihren Sombrero innerlich, doch sagte er nichts weiter. Das ganze war schon peinlich genug.


„Bald haben wir unser Ziel erreicht“, sagte er, als sie beide das Tal zu ihren Füßen erblickten. Sie waren weit von ihrer Heimat fort gewandert, als sie schließlich von einem Land hörten in dem Technik und auch Kultur viel weiter fortgeschritten waren. Ein Land in dem solche wie sie akzeptiert waren. Zumindest mehr als in ihrer Heimat. Für Izanto war es vor zwei Jahren nicht das erste mal gewesen, dass er diese Geschichten gehört hatte, aber früher hatte er keinen Grund für so eine lange Reise gesehen. Ihm konnte zuhause ja sowieso niemand etwas anhaben und Erfolg war keineswegs garantiert. Aber mit Ranha dann... sie hatte ihm durchaus klar gemacht, dass eine Chance auf ein besseres Leben durchaus die Reise und Risiken wert war
Sie waren lange unterwegs gewesen. Hatten sich Zeit gelassen, Spuren verwischt, Umwege genommen und falsche Spuren gelegt. Seit Monaten hatten sie schon keine Kopfgeldjäger mehr gesehen. Auch trotz der Sache mit dem Sombrero. Oder gerade deswegen? Kein Kopfgeldjäger würde damit rechnen, dass das wirklich sie beide waren, so dumm konnte ja niemand sein...
„Lass uns hier rasten“, meinte Ranha und ließ sich auf den Boden fallen. Sie trug inzwischen wieder ein leichtes und elegantes Kleid, den Sombrero hatte sie irgendwann einem kleinem Jungen geschenkt. Er hatte ihr zwar gesagt, dass ihr Kleider besser stünden, doch da sie all ihr Zeug nun bei ihm ablud, immerhin hatte sie keinerlei Taschen, war er sich nicht mehr so sicher ob ihm die dicken Jacken nicht lieber waren. Aber es war ohnehin Sommer und im Sommer trug sie immer Kleider anstatt der Jacken.
Das Feuer brannte vermutlich nur weil sie es gewohnt waren. Die Nacht war sternenklar, die Sommerluft warm. Still saßen sie und starrten beide ins Feuer, beide mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt. Es war schon merkwürdig zu wissen in den nächsten Tagen ein neues Leben anzufangen. Irgendetwas machte Izanto Sorgen, doch konnte er nicht genau in Worte fassen was.


Was war passiert? Er konnte es nicht genau sagen. Seine letzten Erinnerungen waren... schmerzhaft. Und nun lag sein eigener Körper tot vor ihm. Und er selbst? Er hörte noch Ranhas Stimme in seinem Kopf widerhallen. Er sah noch ihr Gesicht vor sich. Lächelnd blutverkrustet und mit Tränen bedeckt. Aber was sagte sie? Er konnte es nicht verstehen, konnte sich nicht erinnern. Was war passiert?
Ranha war nirgendwo zu sehen. Er wunderte sich, fragte sich warum, und wunderte sich dass er sich wunderte. Er wusste doch was los war. Er spürte es. Aber warum wirkte alles so irreal? Warum verstand er es nicht? Warum konnte er nicht anders, als sich immer wieder die gleiche Frage zu stellen? Was war passiert?
Es dauerte bis er sich beruhigt hatte, soweit zumindest, dass er beginnen konnte Gedanken zu ordnen, Fragen zu beantworten. Jemand hatte sich ihnen in den Weg gestellt. Ein Kopfgeldjäger. Er war... zu stark? Nein, er war nicht stark... er hatte eine Gabe. Er konnte problemlos seine Barrieren in Stücke reißen. Sein natürlicher Feind. Und er hatte verloren. Und dann? Iza stellte sich in den Weg, schützte ihn. Wollte sie die Schuld begleichen? Doch ihr Schwert brach... und dann?
Alles weitere lag wie hinter einem dunklem Schleier. Schwarz... oder vielleicht doch rot wie Blut? Wenn er sah was von sich übrig war... mit dutzenden tiefen Wunden übersät... und sein Gegner... praktisch in Stücke gerissen... war er so durchgedreht als er Ranha hatte sterben sehen? Was sonst konnte sich und seinen Feind so zurichten, als denn ein Berserker?
Und dann war da Ranha... er erinnerte sich dunkel an Hoffnung. Sie hatte überlebt. Wie schemenhaft war der Film in seinem Kopf in dem er alles daran setzte sie zu heilen. Und dann? Er sah seinen Körper an, der noch immer tot da lag. Die Wunden waren zu viel gewesen. Er musste kollabiert sein. Doch warum lebte er noch? Warum saß er vor seinem eigenem Körper? Und wo war Ranha?
Wieder sah er ihr Gesicht, ihre Tränen. Wieder konnte er ihre Worte nicht verstehen. Doch trotzdem wusste er was sie tat. „DU DUMMES GÖR!“, rief er aus als ihm klar wurde was sie getan hatte. „DU UND DEINE VERDAMMTE EHRE!“, er schrie, schlug in den Boden so stark er konnte. „DU HÄTTEST MICH STERBEN LASSEN SOLLEN!“, er wollte etwas schlagen, jemanden, sie, sie wegen ihrer Dummheit. Seine Hand fand seine eigene Wange, ihre Wange. „warum... lässt du mich an deiner Stelle hier zurück“, er murmelte die Worte nur noch. Seine Wange schmerzte noch von dem Schlag den er sich selbst verpasste. Der Schlag mit dem er irgendwie gehofft hatte noch sie zu treffen, ihre Dummheit zu vergelten. „... allein...“, eine Erkenntnis die ihn zutiefst erschütterte.

Er hatte seinen eigenen Körper beerdigt. Es war ein seltsames Gefühl. Immer wieder musste er Pausen machen als Schmerzen seine Brust plagten. Immer wieder hatte er in sein eigenes totes Gesicht schauen müssen. Es wirkte merkwürdig fremd und doch bekannt. Selten hatte er sich so merkwürdig gefühlt wie in diesen Momenten.
Er hätte den Körper am liebsten zurück gelassen, wäre einfach weg gerannt, hätte sich eingeredet, dass das alles ein böser Traum war. Aber er wusste nicht wie Ranhas Zauber funktioniert hatte. Hatte sie ihm alle Kontrolle über sich übertragen? War sie noch in ihm, sah ihm zu und hörte seine Gedanken, oder war sie... weg? Hatte sie vielleicht einfach mit ihm den Körper getauscht und war an seiner Stelle gestorben? Wenn es so war, war er aus so vielen, viel zu vielen Gründen verpflichtet ihr ein anständiges Begräbnis zu geben. Und er tat alles was er konnte. Gab ihr ihren Besitz mit ins Grab, vollführte alle Rituale zur Ehrung der Toten, verschiedener Traditionen und Religionen, die ihm einfielen, und ermöglichte ihr die letzte Ruhe... sofern sie in seinem Körper gestorben war.
Lediglich ihr Schwert, oder das was davon übrig war behielt er. Als Erinnerung an sie. Als ob Ranhas Körper nicht genug Erinnerung war. Als ob er nicht immer an sie denken würde, wenn er seine... ihre Hände sah... oder ihre Haare in sein Gesicht fielen... wenn er ihren Geruch wahrnahm... wenn er im Spiegel ihr Gesicht sah... oder so vieles andere an das er gar nicht denken wollte. Es würde die Hölle werden.

Wie lang war er mittlerweile gelaufen? Seine Brust schmerzte, es war dunkel. Wohin ging er überhaupt? Und was sollte er tun, wenn er sein Ziel erreichte? Oder einen Menschen? Zum ersten mal dachte er wieder über etwas sinnvolles nach. Die letzten... Stunden?... Tage?... oder doch nur Minuten?... hatte er an nichts gedacht... oder die Ereignisse versucht zu verarbeiten... versucht zu begreifen, was passiert war... und Ranha verflucht.
Fragen prasselten auf ihn ein. Wer war er nun? Izanto, oder Ranha? Wie sollte er nun heißen? Sollte er nicht aufhören sich selbst als männlich zu bezeichnen? Immerhin war sie nun in Ranhas Körper, und würde wohl niemals wieder in ihren eigenen zurück kehren. Immerhin war dieser tot. Und wie nannte sie sich? Izanto? Ranha? Es schüttelte sie. Nie würde sie gut genug sein diesen Namen zu tragen. Und wie sollte sie leben? So wie immer? Wie früher? Oder... gut? War sie das nicht Ranha schuldig? Und ihr Name? Izanto? Nein... vielleicht einfach Iza? Aber wie sollte man den Namen aussprechen... war doch egal. Hatte sie noch Kopfgeld? War Ranha nicht tatsächlich noch... unbescholten? Hatte sie nun eine weiße Weste? War ein unbeschriebenes Blatt? Ihr wurde übel bei diesem Gedanken. Ranha starb, opferte ihr ihren Körper, und sie bekam Straffreiheit für alles was sie getan und nicht getan hatte obendrein. Oder auch nicht? War das hier vielleicht ihre Strafe? Ein Leben ohne Ranha? Ihre beste Freundin, kleine Schwester und Mutter zugleich... hatte sie Ranha geliebt? So wie all diese Dinge... doch... mehr? Hatte Ranha sie geliebt? Sie schreckte zurück, konnte und wollte darüber nicht nachdenken.
Seit wann saß sie hier? Es war auch egal. Ihr wurde kalt, sie war alleine, einsam und dachte noch lange über alles mögliche nach. Bis sie irgendwann einschlief. Und als sie dann aufwachte und noch immer alles so war wie zuvor, musste sie begreifen, dass sie nicht einfach sterben durfte. Dann wäre Ranha umsonst gestorben, ein Gedanke den Iza nicht ertragen konnte.


Irgendwann, einige Wochen später, erreichte Iza Aedas Haupstadt. Sie hatte kein wirkliches Ziel, wusste nicht viel mit sich anzufangen. Ihren Verlust hatte sie mittlerweile halbwegs verkraftet, ihre Laune war nicht mehr durchgehend im Keller. Sie zwang sich Ranha zuliebe sich nicht hängen zu lassen. Das hätte ihre ehemalige Schülerin nicht gewollt. Deren Abwesenheit schmerzte noch immer, besonders wenn Iza allein oder unbeschäftigt war, doch sie kam damit zurecht und konnte sogar wieder lächeln. Manchmal.
So kam es schließlich, dass sie sich, mehr spontan als sonst irgendwie, dafür entschloss der Gilde Sanyo beizutreten. Warum? Sie brauchte etwas zu tun, konnte es Ranha nicht antun einfach weiter zu leben wie bisher, wollte um ihretwillen Menschen helfen. Außerdem brauchte sie Unterkunft und Geld. Es war ihre erste ehrliche Arbeit seit Jahren. Fühlte sich gar nicht mal so schlecht an.

Familie
Als Izanto war sie ein Einzelkind, Mutter ist schon vor Jahren gestorben, der Vater erst nach der Flucht.
Ranha war ebenso Einzelkind, ihre Eltern starben noch vor ihrer Flucht.

Fähigkeiten/Waffen/Kampfstil:
Vorab: Iza scheut vor nahezu keinem miesem Trick. Dem Gegner Sand ins Gesicht schleudern? Klar. Fiese Zauber und Überraschungsangriffe mit versteckten Waffen? Natürlich. Aussenstehende als Geiseln nutzen und mit in den Kampf ziehen? ... so unfair kämpft sie dann doch nicht.
Wer dementsprechend auf die Idee kommt, dass Ehre ihr ziemlich egal ist hat recht. Warum ehrenvoll kämpfen, wenn man dadurch stirbt? Natürlich erwartet sie von ihrem Gegner das gleiche Vorgehen und ist somit auf viele miese Tricks vorbereitet.
Ansonsten ist Izas Kampfstil auf ihre Defensive spezialisiert welche formidabel ist. Auch versucht sie den Gegner oft auf Distanz zu bringen und somit in längeren Kämpfen kleine Pausen zu erzwingen um ihren Puls ein wenig niedriger zu halten. Durch ihren Fokus auf Defensive lässt ihre Offensive eher zu wünschen übrig. Deswegen nutzt sie Überraschungs- sowie Konterangriffe um die gegnerische Verteidigung zu umgehen anstatt sie schlicht zu durchbrechen. Im letzteren wäre sie ohnehin wenig erfolgreich. Wenn man ihr genug Zeit gibt kann sie jedoch auch durchaus sehr durchschlagskräftige großkalibrige Zauber wirken, allerdings setzt sie eher auf Rafinesse als auf rohe Kraft.
Sie nutzt im Kampf hauptsächlich ihr Spezialgebiet, die Barrieren. Sie beherrscht viele, teilweise auch als unmöglich geltende Zauber, welche ihr nicht ganz zu unrecht den Titel „unantastbar“ einbrachten. Auch wenn sie, weil sie mit ihrem neuem Körper einige Veranlagungen Ranhas übernommen hat, nicht mehr ganz so gut wie früher ist, sind ihre Zauber hier noch immer sehr stark und vielfältig. Von der physisch schwachen unsichtbaren Wand, die sich formidabel eignet um spontan magische Angriffe abzuwehren, über ihre Donnersphäre die jederzeit physische Angriffe blockieren kann, bis hin zur legendären „Festung des jüngsten Tages“ die als absolut unmöglich zu zaubern oder zu durchbrechen gilt, beides konnte Ranha widerlegen, ist eigentlich für jede Situation eine Barriere dabei. Natürlich haben alle ihre eigenen Schwachstellen. Die unsichtbare Wand ist eher fragil und muss bei größeren Angriffen oft dutzendfach gezaubert werden, die Donnersphäre hat Magie wenig entgegen zu setzen und muss sich nach Zerstörung erst einmal wieder aufladen, und die Festung... nun, neben der sehr langen Zauberzeit und exorbitanten Kraftanforderung stirbt jeder der sich in ihr zu lange aufhält... ziemlich kontraproduktiv, aber wer weiß, vielleicht zaubert Iza sie einfach nicht richtig.
Zur Offensive nutzt Iza meist kleinere Zauber. Kleine Geschosse und Blitze die sich für mehr Durchschlagskraft aufladen lassen. Der nahezu unsichtbare Willensfaden, der bei Entladung ihr und ihrem Ziel gleichermaßen stechende Kopfschmerzen zufügt... unsinnig? Wohl kaum, immerhin ist sie vorbereitet und kann somit ihren Gegner aus dem Gleichgewicht bringen oder eine Abwehr minimal zu spät kommen lassen. Ansonsten nutzt sie auch ihre Barrieren offensiv. So kann sie einige entladen. Die Donnersphäre wird zu einer heftigen, donnernden Schockwelle, dadurch der Name, die unsichtbare Wand zerbricht und alle Scherben werden, je nach Farbe in der die Barriere schimmerte, zu vielen, wenn auch nicht allzu starken Schwerthieben oder -stichen.
Auch kann sie mit zwei Barrieren Ranhas altes Schwert wieder komplettieren. Es ist nicht sehr widerstandsfähig, aber auch diese Barrieren lassen sich bei Bruch entladen. Auch wenn sie, durch Ranhas „Erbe“ durchaus gut im Schwertkampf ist, versucht sie die zu vermeiden. Herzfehler und so.
Durch diesen darf Izas Puls nicht zu lang auf einem hohem Level sein. Falls doch führt dies zu stechenden Schmerzen in der Brust, und sollte Iza trotzdem die Anstrengung nicht einstellen, auch zu permanenten Schäden, die dei Zeit der vollen Belastung weiter reduzieren oder sogar zum Tod führen können.
In der Praxis heißt das, dass sie nur knapp fünf Minuten durchgehend am Limit agieren kann. Sowohl kämpfen, als auch rennen, oder ein Dauerlauf, oder was auch immer, ist davon betroffen. Durch ihren Defensiven Kampfstil kann sie auch auf ein wenig mehr Zeit kommen, doch allzu viel kann sie sich nicht erhoffen.
Ansonsten kennt sie noch einige weitere nützliche Zauber. Ein wenig Heilmagie, Teleportation, allerdings kraftaufwendig und da sie zuvor einen Ort markieren muss selten für den Kampf geeignet, und eben allerlei Kleinkram den man im Alltag so gebrauchen kann.

Stärken/Schwächen:
Zu Izas Stärken zählt zum einen ihr Umgang mit Magie im Allgemeinen und Barrieren im besonderen. Zwar ist sie auch mit dem Schwert nicht schlecht, doch kann sie diese Stärke durch ihren Herzfehler nicht gänzlich nutzen.
Auch ist sie, durch magische Hilfen versteht sich, erstaunlich stark. Für ein zierliches Mädchen, das wegen einem Herzfehler kaum trainieren kann heißt das. Kommt sie an einen gestandenen bärengleichen Mann heran? Natürlich nicht, doch zumindest schränkt ihre Krankheit sie nicht weiter ein was Stärke und Geschwindigkeit angeht, und auch für solche die nicht um ihren Herzfehler wissen kann ihre Kraft eine Überraschung darstellen.
Ansonsten ist Iza durchaus intelligent, und auch wenn sie es meist sehr gut überspielen kann, sollte bei dieser Gelegenheit erwähnt werden, dass Iza erstaunlich unsicher ist.
Als Albino sind für sie natürlich auch Sonne und Licht im Allgemeinen eine Schwäche. Sie kriegt schnell Sonnenbrand und wird es vermeiden bei brennender Sonne ohne Schutz das Haus zu verlassen oder gar zu kämpfen. Und sie ist durch die teilweise durchscheinende Iris sehr leicht zu blenden und auf diese Weise aus dem Konzept zu bringen. Ihre Sehstärke und die räumliche Wahrnehmung waren schon immer erstaunlich gut für einen Albino und sind durch ein paar Hilfszauber nicht mehr von den Fähigkeiten anderer Menschen zu unterscheiden.

Vorlieben/Abneigungen:
Iza ist gern allein, oder zumindest nicht unter fremden Menschen. Auch wenn sie Gesellschaft durchaus mag, hat sie aufgrund vergangener Erfahrungen bei Mengen Unbekannter immer ein etwas mulmiges Gefühl.
Auch wenn sie mit dem typisch Bösem, vor allem mit dem Töten, kein sonderlich großes Problem hat heißt das nicht, dass sie diese Dinge mag. Sie kämpft zwar sehr gerne, tötet zwar ohne groß zu zögern, zumindest wenn sie es für nötig hält, doch trotzdem eher widerwillig, manchmal gar mit Abscheu. Entsprechend hat sie was gegen jene die für Geld töten, wie Kopfgeldjäger, Henker, Banditen und dergleichen.
Ansonsten wäre da noch Schokolade. Iza liebt Süßes und vor allem Schokolade. Dicht nach süßem folgt saures Essen, gar nicht mag sie bitteres Zeug.

Beruf:
Söldnerin, erstaunlicherweise auch Kopfgeldjägerin, man muss ja nicht jeden töten, mal auch Jägerin oder Trainerin. Was halt so ansteht, am besten etwas wo man kämpfen kann.

Wohnort:
Gildenhaus von Sanyo
If you are happy and you know it clap your hands.


Zuletzt von Iza am Fr 14 Aug 2015 - 9:41 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Beitrag  Admin Do 13 Aug 2015 - 22:24

Hey :3 Natürlich erinnern wir uns an dich xD Schön, dass du es hierher geschafft hast ^^ Und das so viele von Sanyo World hierher finden ._. x3

Deine Anmeldung ist absolut in Ordnung, die Idee ist ja mal was ganz anderes x3 Sehr interessant auf alle Fälle xD

Könntest du vielleicht noch etwas näheres zu Izas Rasse sagen? Du hast nur Mensch angegeben, aber durch die restliche Anmeldung wird ja klar, dass sie/er kein ganz normaler Mensch ist. Waren ihre/seine Eltern magisch begabt? Wenn ja, würden wir Iza in die Gruppe der Arkanen eingliedern ^^

Uuund du müsstest den Regelsatz noch einfügen ^,^

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Iza Empty Re: Iza

Beitrag  Gast Fr 14 Aug 2015 - 9:41

Wuhu, man erinnert sich an mich! Very Happy xD
Joa, da die user die nu von dort rüberkamen nahezu der einzige aktive Rest dort waren, wurde beschlossen das Forum zu schließen. Mit der Idee, dass man gemeinsam in ein neues Forum übersiedeln könnte... und das ganze ein, oder zwei Tage nachdem ich euch hier gefunden und beschlossen hatte her zu kommen... ich glaube der Rest erklärt sich von selbst... xD

Klingt gut.^^
Fehler beseitigt... auch wenn mich beide ein wenig ärgern... >-<
Der Satz stand in meinem Stecki... im Worddokument... vom dem ich aufgrund der... Unübersichtlichkeit die Teile einzeln rüberkopiert hatte... xD
Und das andre hatte ich nach den Wochen einfach anders im Kopf gehabt... oder vergessen... dachte iwie Magier gehören nicht zu den Arkanen^^'

Wie auch immer, freue mich nach den paar Wochen endlich hier posten zu können Very Happy
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Beitrag  Admin Fr 14 Aug 2015 - 20:07

Klaaar ^w^

Oh echt? Das wussten wir gar nicht ö__ö das ist aber schade...aber echt schön, dass ihr alle zu uns gekommen seid x3 Auch wenn das Sanyo nicht ersetzt ._.

Oh xD Naja kann passieren, ist ja nicht schlimm, deswegen sagen wir das ja nur nochmal xD

Wir haben zwischendurch ein wenig an den Rassen herum gebastelt, vielleicht hattest du noch die andere Aufteilung im Kopf ^,^

Viel Spaß dann hier bei uns x33 Wir freuen uns, dass du auch jetzt hier bist ^_______^

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