Rotes Mosaik der Gefühle.

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Rotes Mosaik der Gefühle.

Beitrag  Andrew am Sa 18 Aug 2018 - 23:08


Irgendwann in den 1980ern.

Hmm. Ich fühlte mich nicht unbedingt als würde ich den bisherigen Höhepunkt meines Lebens noch wirklich auskosten können. Ich hatte viele Aufträge und konnte viele mit meiner Kunst begeistern, doch...irgendwie war die Luft raus. Ich hatte nun doch wieder nur wenige Bilder, die ich als Auftrag malen sollte und das zog mich wirklich runter. Ich war sowieso schon nicht mehr so gut gelaunt, weil mir nurnoch wenige neue und gleichzeitig schöne Motive ins Auge gefallen waren und nun fehlten mir auch noch einige Kunden, die eigentlich dafür gesorgt hatten, dass ich genug zu tun hatte. Ich musste schonmal einen kleinen Tiefpunkt durchleben und den wollte ich nicht nochmal erreichen. Jedoch schaffte ich es nicht davon loszukommen mich immer öfter draußen in irgendwelchen Kneipen und Bars aufzuhalten statt daheim zu sitzen und zu malen wie es sonst der Fall war. Auch komplett nach Hause zu meiner Schwester wollte ich derzeit nicht gehen, weil sie mich nicht so sehen sollte. Das würde ihr doch sowieso nur das Herz brechen und das war das Letzte, das ich wollte.
Auch heute war wieder so ein Abend an dem ich mich ich mich in irgendeine Kneipe verzogen und lieber mit irgendwelchen Fremden getrunken hatte statt mich mit neuen Ideen auseinanderzusetzen. Der Abend verlief ganz locker - so wie die meisten eben auch - und ich wurde nur fast in eine Kneipenschlägerei verwickelt. Da hatte ich ja nochmal Glück gehabt, wobei die meisten hier sowieso nur Menschen waren und ich dementsprechend im Vorteil war. Je später der Abend, desto mehr Alkohol wurde ausgeschenkt und dementsprechend betrunken war ich schlussendlich. Irgendwann in der Nacht rief meine Wohnung nach mir auch wenn ich nicht sonderlich viel Lust hatte nach Hause zu gehen. Ich wollte gerade nicht unbedingt ein Zimmer betreten, das voller Farbe war, die ich ohnehin nicht wirklich sehen konnte. Mehr als Grau und Rot war ja leider kaum möglich. Klasse. Jedenfalls; der Kneipenbesitzer hatte die letzte Runde ausgegeben und nun musste ich doch mal gehen. Da ich ohnehin schon zu viel einiges intus hatte, war mir auch recht egal, dass ich den Seitenausgang nahm, der nicht beleuchtet war - ich konnte im Dunkeln sehen, also war das ja recht egal. Der Weg war schneller und ich  konnte dadurch schneller in mein Bett gelangen um den Rausch auszuschlafen. Dass ich jedoch draußen vor der Tür direkt mit einem stumpfen Gegenstand niedergeschlagen wurde, war nicht geplant. Ich hatte die Gestalten nicht rechtzeitig bemerkt und so konnten sie mich überwältigen. Ich versuchte aufzustehen, doch traten sie nach und schlugen weiterhin auf mich ein, ich konnte recht schnell mein eigenes Blut schmecken und musste einige Schmerzen ertragen. Die Wunden würden locker zwei Tage brauchen bis sie wieder verschwunden waren. Es musste sich wohl um stärkere Wesen handeln, die hier auf mich einschlugen, da die Kraft die eines normalen Menschen locker übertraf. Danke für nichts...
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Re: Rotes Mosaik der Gefühle.

Beitrag  Lilith am Sa 18 Aug 2018 - 23:55

Für gewöhnlich Hasse ich Personenschutzaufträge. Wie. Die. Pest. Aber manchmal stimmt das Geld und dann kann man auch mal so etwas machen. Nicht gerne, aber ich wurde dringlichst darum gebetten und zudem bekam ich vom Herrn Gryper auch noch einen Gefallen erfüllt, der das ganze dann doch wieder zu dem positiven drehte. Zumindest würde ich diesen bekommen, wenn ich meinen Auftrag auch ausführte. Ob sich meine Zielperson gestalkt fühlen sollte? Vermutlich, konnte sie mich jedoch wohl nicht sehen und wie es aussah, reagierte er auch nicht auf meine Präsenz - welche sowieso schon minimal vorhanden war, wenn man die richtige Magie besaß. Es war ein Vampir, denn ich verfolgen sollte; ein gewisser Andrew Spikes, den ich nicht kannte, von welchem ich auch nur wusste, dass er ein Künstler war. Mehr interessierte mich auch nicht - bis auf das Aussehen um ihn zu finden - was ihn anbelangte und ich konnte mir auch nicht vorstellen, was man gegen ihn haben könnte. Vielleicht war die Kunstszene aber auch zu einer harten Welt verkommen. Oder er hatte mit den falschen Leute die falschen Geschäfte gemacht und konnte nicht darauf hoffen, dass seine reichen Eltern ihn da raus hauen konnten. Ich betrachtete das ganze mit einem Schulter zucken, befand mich vor der Bar in der er war und schaute mir draußen den Sternenhimmel an, in der Hoffnung er würde einfach endlich nach draußen kommen, nach Hause gehen und dann war der Tag schon fast für mich gelaufen. Am besten wenn noch jemand dabei war, der zu ihm gehörte, denn dann sollte ihm wohl nicht unbedingt etwas passieren. Vampire - die ich kannte - waren doch keine Waschlappen.
Doch das Licht ging aus im Laden und.. niemand kam heraus. Ich seufzte, fragte mich wo er denn nun bleibte und konnte nur hören, wie etwas in der Nähe wohl passierte. Ich runzelte meine Stirn, sprang auf und bewegte mich gemählicher dorthin, als ich eigentlich sollte, bevor ich einmal die Form wechselte um unsichtbar zu werden. Ich kam genau dann um die Ecke, als gerade die Tür auf ging und die erste und einzige Person die nach draußen ging mit einer Art Stock - in der Dunkelheit und Entfernung konnte ich es erst nicht sehen - geschlagen wurde. Es gab viele Wege dieses Dilemma zu lösen, vor allem weil ich meine Zielperson schon eher erkennen konnte, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Boden lag und.. freundlichst behandelt wurde. Doch lange dachte ich natürlich nicht darüber nach, ließ meinen Schatten in mir aufgehen, bevor er sich von meinem Körper trennte und langsam aber sicher eine Gestalt annahm. Auch ich veränderte mich, wurde in der Dunkelheit etwas äußerlich verändert, bis ein Mädchen in der Gasse stand, welches blonde Haare hatte, rote, stechende Augen, ein weißes Kleid trug mit einem schwarzen Umhang, welcher rote Runen besaß. Auf dem Kopf trug das Mädchen eine Maske, die auch rote stechende Augen hatte. Die Kleidung war etwas zerschlissen, hatte wohl schon bessere Tage gesehen und in der Dunkelheit dahinter, bildete sich ein Wesen mit einem langen Mantel und einem Totenkopf, dort wo sein eigentlicher Kopf sein sollte. In der Hand trug das Wesen eine große Sense. Ja, das war ich mit meinem Begleiter.
Die Typen in der Gasse reagierten natürlich darauf, dass hier wohl eine weitere Person war und ließen langsam von Andrew ab, der wohl noch am Boden lag. Drohende Gebärden und unvernünftige Kommentare ignorierte ich, denn als einer eine Taschenlampe erhob, die er wohl dabei hatte, und in das Gesicht von Deathscythe sah, ließ er diese vor Schreck fallen. Er brauchte die Sense nicht, um die Personen zu zermalmen, doch schlug er sie auch nur einmal gegen die Wand, während ich mich darum sorgte, mit kleinen schwarzen Bällen - Leerenbällen - ihnen das Licht auszuschalten. Es war also schnell vorbei und ich sprang leicht hüpfend, etwas kindlich zu dem Vampir am Boden. Ah, er lebte noch, dann war mein Geld wohl gesichert. "Hey, die bösen Männer fassen dich nicht mehr an. Wird Zeit das du aufstehst und dich Nachhause machst, Kleiner." Sagte ich, bevor ich mich wieder aufrichtete und langsam zurückverwandelte - in meine ursprüngliche Form - und den Schatten wieder in mir aufnahm. Ich wollte ihn nicht unbedingt anfassen. Außer es wurde notwendig.

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Re: Rotes Mosaik der Gefühle.

Beitrag  Andrew am So 19 Aug 2018 - 14:55

Ich brauchte einen Moment um zu verstehen was hier los war. Okay, eigentlich verstand ich gar nichts. Ich stützte mich auf meinen Armen ab und spuckte Blut nachdem die Typen von mir abgelassen hatten und mein Blick war komplett verschwommen. Mein Kopf dröhnte als würde Jemand mit einem Presslufthammer auf ihn einhämmern. Es war schrecklich. Ich atmete schwer und es sammelte sich immer wieder Neues Blut in meinem Mund. Was genau mit den Typen passierte, war mir recht egal und ich achtete auch gar nicht darauf. Ich hatte sogar überlegt einfach liegen zu bleiben und auf den vermeintlichen Tod zu warten, der mir drohte. Mein Blick schweifte nun aber doch mal nach oben und da sah ich sie. Hm, eigentlich war ich mir nicht einmal mehr sicher, ob es eine Frau war. Ich erkannte aber das rot und konnte meine Augen nicht von ihr abwenden. Die Typen waren mir vollkommen egal und für einen Moment vergaß ich sogar den Schmerz. Ich starrte das Geschöpf an während sie zu mir kam. Leichtfüßig und wunderschön war sie anzusehen. War sie der Grund für mein Überleben? Ich wusste es nicht und es war mir egal. Ich konnte nichtmal mehr sagen, ob ich gerade überhaupt noch lebte oder ob sie das Wesen war, das mich vielleicht in den Tod begleiten sollte. Wenn es sowas gab. Was wusste ich schon darüber. Ja, nichts. Den Schatten bemerkte ich nichtmal wirklich, sondern war er eher nur eine Randerscheinung. Als sie bei mir ankam und mich ansprach, sah ich sie nur weiterhin an, verstand auch gar nicht wie es sein konnte, dass sie langsam wieder anders aussah. Ich senkte meinen Blick und spuckte erneut Blut. "Kleiner... Tz." murmelte ich vor mich hin und lächelte schwach gen Boden. "Kannst du mir helfen?" mein Körper zitterte bei dem Versuch aufzustehen und ich sackte wieder in mich zusammen, saß aber nun wenigstens schonmal während ich leicht hin und her schwankte. Ich sah die Frau an und rührte mich für einen Moment nicht mehr ehe ich versuchte erneut aufzustehen, ob nun mit ihrer Hilfe oder nicht. Je nachdem würde ich es dann wohl sogar schaffen oder wieder in mich zusammensacken. Meine Beine spürte ich gerade nämlich nicht mehr so wirklich. Wahrscheinlich war sogar etwas gebrochen.
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Re: Rotes Mosaik der Gefühle.

Beitrag  Lilith am So 19 Aug 2018 - 15:21

War mir klar das der Typ am Boden wohl kaum eine Reaktion währenddessen hatte. Das er sich nicht vor mir fürchtete oder vor meinem Geschöpf lag wohl auch daran, dass er gerade mal damit kämpfen musste nicht in Ohnmacht zu fallen oder einfach zu sterben. Gut, sterben würde er sicherlich nicht, denn sonst war es sich nicht mal die Mühe wert sich um ihn zu sorgen, wenn er nicht mal ein paar Schläge aushalten konnte. Nachdem ich kindlich zu ihm gesprungen war, und mein Blutdurst - also so in etwa - besiegen konnte um mich zurück zu verwandeln, hatte ich mich schon etwas über den Typ gebeugt und musterte ihn etwas. Aus der Nähe sah er an sich schon besser aus, wenn da die ganzen Schrammen nicht waren. Diese machten sein Schnösel-Gesicht etwas kaputt und er konnte schon fast wie ein normaler Kerl aussehen. Aber für einen Vampir sah der Blonde nicht sonderlich interessant aus - wobei die meisten Vampire sowieso sehr normal aussehen, also wieso sich darauf fokusieren?
Ich knackte einmal leicht mit meinen Fingerknöcheln, bevor ich mich wieder aufgerichtet hatte und sah zu Andrew herunter, der es gerade mal geschafft hatte sich aufzusetzen und dann noch nach meiner Hilfe fragte. Genau das, was ich eigentlich vermeiden wollte. Ich sah mich in der Gasse um, konnte jedoch kaum etwas sehen, was nicht dreckig war und ihm helfen könnte, weswegen ich einmal etwas seufzte. "Aber nur, weil man dich noch irgendwie Heim bringen muss, Andrew." Sagte ich zu ihm, und hielt meine Hand hin, damit er sich hoch ziehen konnte. Wenn er dann wieder stürzte, würde ich ihn aber sicherlich nicht auffangen, dann musste er damit leben. Ich würde ihn auch verhauen, wenn er mich zu viel anfasste - schlimmer als die Typen es hier getan hatten. Leider konnte er ja nicht einfach hier schlafen.

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Re: Rotes Mosaik der Gefühle.

Beitrag  Andrew am So 19 Aug 2018 - 19:10

Normalerweise würde ich mich nun darüber wundern woher sie meinen Namen kannte, da mir diese schöne Gestalt einfach nicht bekannt war, aber das interessierte mich gerade nun doch sehr wenig. Eigentlich gar nicht um genau zu sein. "Ich..schaff' das schon.." erwiderte ich mit kurzer Pause während sie mir half mich wieder auf die Beine zu bringen. Mein Körper zitterte und ich stolperte direkt zwei Schritte seitlich gegen die Wand um mich abzustützen. "Danke.." fügte ich nach einer weiteren kurzen Pause an nachdem ich erstmal mehrmals durchgeatmet hatte. Meine Knochen fühlten sich so schäbig an im Moment und mein Körper tat generell einfach nur weh. "Wieso.." ich richtete meinen Blick wieder auf die schöne Frau und rieb mir mit meinem Handballen ein bisschen Blut aus dem Gesicht - viel half es nicht, aber das Gefühl zählte. "Wieso hast du mir geholfen?" ich musste husten und beförderte damit direkt auch nochmal Blut aus meinem Körper heraus. Na klasse. Mit meiner Hand griff ich nach meinem Oberteil auf Höhe meiner Brust und krallte mich schließlich quasi in den Stoff, der nun eindeutig nicht mehr gut aussah. Nun war es also auch egal, ob dieser durch meinen Griff noch zusätzlich ausgeleiert wurde, da eh schon genug Schmutz und Blut dran hing.
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Re: Rotes Mosaik der Gefühle.

Beitrag  Lilith am So 19 Aug 2018 - 19:47

Meine Hand war so schnell wieder von Andrew weg, als er aufgestanden war, dass ich sie auch gleich an meiner Kleidung abstreifen konnte, in der Hoffnung ich hatte nun kein Blut daran. Und wenn, dann war es vermutilch auch nichts neues - ich wollte es nur gerade vermeiden, immerhin musste ich noch Nachhause. Oder hoffte das ich noch Nachhause kam heute. Das er mich nicht fragte, woher ich seinen Namen kannte, beachtete ich im Moment nicht, denn für mich war es eh normal ihn so zu nennen. Und selbst wenn, konnte man ihn ja eventuell aufgrund seiner Arbeit kennen? "Weil ich dafür bezahlt wurde." Sagte ich ihm trocken und zuckte leicht mit der Schulter. Ja, es ging mir sicher nicht um ihn und als er dann auch noch einmal hustete, ging ich sogar noch einen Schritt weg und musterte ihn etwas. Der Blonde hatte vermutlich gerade keine schöne Zeit, aber ich brachte es nicht über mich, auch wirklich nett zu sein. Immerhin war es spät und er hätte ruhig schon früher mal Nachhause gehen können. "Da war sich wohl jemand sicher, dass ein Vampir sich nicht selbst wehren kann." Sagte ich ihm noch, steckte meine Hände in meine Jackentasche und blieb einfach normal weiter stehen, während ich ihn beobachtete. Vermutlich musste ich ihn Heim begleiten, nicht das er von Trupp zwei auch noch verhauen wird. Oder schlimmer. "Kannst du gehen oder muss ich dich tragen?" Sagte ich eher, leicht stichelnd, weil es eventuell sein Ego angriff, wenn er das von einer Dame gefragt wurde. Jedoch erst einmal sehen, wie er überhaupt darauf reagierte.

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Re: Rotes Mosaik der Gefühle.

Beitrag  Andrew am Mo 20 Aug 2018 - 11:42

Sie..wurde dafür bezahlt? In meinem Kopf klang das so dermaßen falsch, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass Jemand einen Auftrag zu meinem Schutz ansetzte. Nein, das konnte nicht sein. "Ey..ich kann mich wehren, also hör auf solche Sprüche zu klopfen." ja, es sollte besser klingen als es sich schlussendlich anhörte, weil ich zwischendrin atmen musste und ich mein Auge vor Schmerz zugekniffen hatte. Ich sah also wirklich nicht aus als könnte ich mich wehren. Normalerweise ja, jetzt..nein. "Ich kann alleine..gehen.." mich tragen, tz. Meine Gedanken waren klar, nur mein Körper wollte nicht mehr so wie ich. Die Schmerzen behinderten mich und mein Blick war verschwommen. Ich erkannte die Frau auch nur, weil sie in einem kleineren Radius bei mir stand. "Ich muss...da lang.." ich deutete mit einem Kopfnicken die Gasse entlang, wusste nichtmal warum ich ihr das überhaupt erzählte, weil sie anscheinend sowieso kein Interesse hegte mir mehr zu helfen als nötig war. Ich fluchte leise vor mich hin während ich mich von der Wand abstieß und versuchte die ersten Schritte Richtung Ausgang der Gasse anzutreten, doch verlief das keinesfalls glücklich und ich knickte um. Ich kniete nun wieder am Boden und schlug genervt mit der Faust einmal auf den Boden. Der zusätzliche Schmerze machte mir gerade wirklich nichts mehr aus. "Willst du nicht..gehen? Ich komm' alleine klar.." murmelte ich vor mich hin während ich zu Boden sah und meine Hände weiterhin zu Fäusten geballt hatte. Meine Motivation war so im Keller, dass ich gerade sogar wirklich überlegte, ob ich nicht einfach hier sitzen bleiben sollte bis die Schmerzen nachließen. Dass das eigentlich gar keine gute Idee war, ignorierte ich dezent.
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Re: Rotes Mosaik der Gefühle.

Beitrag  Lilith am Mo 20 Aug 2018 - 15:04

Es war doch schon etwas lustig, dass dieser Vampir, nicht damit klar kam, dass man sich wohl um ihn sorgte und lieber jemand beauftragte, damit man auf ihn aufpasste. Eine Art Babysitter. Ich fühlte mich zwar nicht so, aber den Gedanken empfand ich doch schon als ganz lustig, weswegen ich nur leicht lächelte. Hatte er etwa erwartet ich war Herzensgut und half ihm deswegen? "Du kannst auch nochmal verhauen werden, aber lieber ist es anderen wohl, wenn ich auf dich aufpasse." Sagte ich mit einem Schulternzucken. Sein Ego war mir ja nun wirklich nicht besonders wichtig, weshalb ich auch nicht so viel darauf gab, dass er sich in meiner Nähe wohlfühlte. Für Kundenzufriedenheit wurde ich nicht bezahlt - nur für Kundensicherheit.
Ich legte mein Kopf leicht schief, musterte ihn noch einmal und fragte mich, wie lang er wohl aushalten würde, bis er eventuell wieder umkippte. Ich hoffte es natürlich nicht, aber ich ahnte es schon. "Ich weiß wo du hin musst, Andrew." Sagte ich nur, damit er nun kein großes Fass daraus machte, wo und wie er wohnte. Gut, vermutlich jetzt sowieso nicht, aber manche Schnösel standen ja regelrecht auf ihre super Behausung. Ich lebte in einem Zimmer mit einem extra Badezimmer und war nicht an mehr interessiert, ganz einfach. Ich musste dann aber doch grinsen, als er wieder zu Boden gestürzt war und wohl mit seinem Leben nicht zufrieden. Gut, nicht deswegen, aber wegen seiner Aussage. "Klar, zeig mal wie du es allein schaffst." Sagte ich, verschränkte die Arme leicht unter der Brust und tippelte mit einem Fuß etwas auf dem Boden herum, bevor ich seufzte. "Ich geb dir noch drei Sekunden, bevor ich dich Nachhause schleppe." Sagte ich nur etwas genervt. Ich wollte immerhin auch noch irgendwann Nachhause heute.

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Re: Rotes Mosaik der Gefühle.

Beitrag  Andrew am Mo 20 Aug 2018 - 15:54

Konnte diese schöne Gestalt nicht einfach einen genauso schönen Charakter besitzen? Einen Haken gab es aber wohl leider immer. Das war irgendwie nicht das Wahre gerade. "Tz...dann pass' eben auf mich auf." murmelte ich vor mich hin ehe ich die Zähne zusammenbiss, weil ein kurzer, stechender Schmerz durch meine Brust fuhr. Ich musste unbedingt nach Hause. Dass sie angeblich wusste wohin ich gehen musste um zu meiner Wohnung zu kommen, war mir gerade echt egal, denn im Notfall schien sie mir ja trotzdem helfen zu wollen müssen, weshalb das ja dann nur von Vorteil war, wenn ich weniger reden musste. Noch mehr reden würde nur unnötig weh tun. Ich sagte also nichts zu ihrem Kommentar, sondern versuchte mich einfach um mich selbst zu kümmern. Das klappte...nicht so gut wie erhofft. "Ganz schön ungeduldig.." sie konnte immerhin sehen, dass ich nicht mehr aufstehen konnte und drei Sekunden war eine unfaire Zeitangabe. Okay, eigentlich konnte ich mit meiner Schnelligkeit locker irgendwas ausrichten, aber gerade wäre ein hohes Tempo keine gute Idee. "Lass mich doch einfach...hier.." ich hatte keine Lust mehr mich von hier wegzubewegen. Mein Kopf pochte wie verrückt und meine Sicht war immernoch nicht besser geworden. Sie hatte mich doch vor den Typen bewahrt, war dann ihre "Arbeit" dadurch nicht schon getan? Zudem hatte ich gerade nicht unbedingt viel Lust darauf herumgeschleppt zu werden.
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Re: Rotes Mosaik der Gefühle.

Beitrag  Lilith am Mo 20 Aug 2018 - 16:09

Musste ich ja wohl. Also auf ihn aufpassen; wenn ich mein Geld haben wollte zumindest. Ich sah keinen Sinn dahinter ihm das noch einmal zu sagen, zuckte eher leicht mit den Schultern und schaute ihm dabei zu, wie er eigentlich weiterhin nur diese leicht mickrige Gestalt dort war, welche unbedingt versuchte sich aufzuraffen. Er tat mir nicht wirklich leid, weil er selbst gesagt hatte, er kann das auch allein. Wenn es nach mir ginge, dann wäre ich auch gegangen nachdem er gesagt hatte, ich soll doch weg gehen. Hätte er mal sehen können, wohin ihn das wohl brachte. Leider sah ich auch, dass die Typen hier zwar ausgeschaltet waren, aber nicht tot. Als würden sie plötzlich einfach stoppen, sobald sie wieder aufwachten und eher abhauen. Vermutlich würden sie eher versuchen den Auftrag noch zu erledigen, wenn sie konnten. "Ich hab keine Lust auf dein Drama." Sagte ich zu ihm, seufzte noch einmal und ging dann die zwei Schritte zu ihm hin, die er wohl geschafft hatte, bevor er wieder umgekippt war. Ich packte ihn nur an seinem Nacken.. also eher an seinem Oberteil, welches dort lag, und zog ihn zumindest auf die Knie, damit er in einer besseren Position für mich war. "Wenn du mich unnötig berührst, dann zeig ich dir, was die Kerle eigentlich mit dir gemacht hätten." Warnte ich ihn noch, bevor ich dann etwas in die Hocke ging, seinen Arm um meine Schulter legte und dann nach oben ging, während ich ihn natürlich auch weiterhin mit meinen Armen stützte. Wirklich einfach war das nicht, weil er größer war und auch etwas mehr wog, aber zu schwer war es nun auch nicht, dass ich es nicht schaffen würde. Falls er sich wehren sollte, durfte er sich schon darüber freuen, dass ich ihn wieder zu Boden fallen lassen würde, aber ich glaubte nicht, dass er das wirklich tat. Und so konnten wir dann auch die ersten Schritte aus der Gasse heraus gehen.

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