Alles nur eine Frage der Technik!

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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Chizuru am Di 22 Aug 2017 - 20:51

Chizuru war an sich eine seltsame Person. Wie viele Menschen kannte man bitte, die einen Technikfimmel, in ihrem Alter, hatten, eine abgeschlossene Bakemono-Jäger Ausbildung und einen Tick weder Emotionen zu zeigen, noch sie auf irgendeine Art und Weise auszudrücken? Richtig: Normalerweise keinen! Es störte sie also nicht direkt, dass er es tat, aber es war etwas, das ihre Mutter gern tat, wenn sie als Kind solche Dinge tat. Vermutlich hatte sie es irgendwann einfach übernommen. Man musste ja nicht nur einen Tick haben.
Dass er ihr Handgelenk allerdings kurz zwischen den Fingern hielt irritierte sie dann doch etwas. Ihr war nicht einmal aufgefallen, dass sie es schon wieder tat. Sogar sie konnte gerade seinen Blick lesen. "Was wollen Sie fragen?" Vielleicht gab ihm das ja einen Anstoß mit der Frage oder vielleicht auch der Feststellung heraus zu rücken. Sie waren sowieso schon von der Arbeit, als Thema, abgekommen. Da machte eine weitere Abweichung mehr oder weniger auch keinen Unterschied mehr.
Warum diese Position? Konnte er so besser nachdenken? War es bequemer? Sie hatte schon oft Männer so da sitzen sehen, vielleicht war es wirklich bequem, doch nach machen würde sie es sicherlich nicht. Dabei sprach er auch noch ein Lob (?) aus, auf das sie nicht wirklich zu reagieren wusste, also blinzelte sie ein zwei mal. "Ähm... Keine Ursache?" Sie hob zwar nicht die Stimme, wie bei einer Frage, dennoch konnte man erahnen, dass es eine war. Sie war einfach der Meinung, dass man, wenn man schon über solche Dinge diskutierte, auch hinterfragen musste, was für einen Grund sie haben und wie die Person dahin kam. Wie sonst wollte man jemanden verstehen?
Chizuru musste den Kopf etwas schief legen, um sich zu vergewissern, dass dieses Lächeln auch so gemeint war, wie er es ausdrückte. Freute er sich wirklich darüber? Bisher hatte sein Lächeln immer etwas leicht unheimliches gehabt, wobei natürlich die Augen immer eine große Rolle spielten, doch hier konnte sie nichts dergleichen aus machen. Vielleicht war er doch keine so schlechte Person und wenn doch konnte es ihr an und für sich egal sein. Man konnte über alles sprechen, aber an und für sich war es nichts weiter als Arbeit. Natürlich konnte sie nicht sehen oder wissen, was in ihm vor ging und was in ihm vor ging, als es noch ganz frisch war. Sie konnte sich gut vorstellen, dass es alles Andere als ein Zuckerschlecken gewesen war. Was sie unweigerlich auch zu der Frage brachte, ob er als Kind auch schon so, hmmm... engstirnig?, gewesen ist. Wenn er früher anders war, was sie nur all zu gut nachvollziehen konnte, sie war ja selbst eine komplett andere Nummer gewesen, wie hätte das wohl ausgesehen? Hachja, Dinge, über die man so ins Grübeln kam, wenn man über solche Themen sprach. Doch sein Lächeln war ihr genug, um zu verstehen, dass er sich wohl dafür bedanken wollte. Halbe Sachen gab es, wie gesagt, nicht bei Chizuru.
Auch er lag mit seinen Gedankengängen nicht ganz so falsch. Nur wollte sie nicht damit abschließen, oder besser konnte es nicht! Sie fühlte sich lediglich sicher genug, um sich wieder zu normalisieren, zumindest fürs Erste. So sicher im Augenblick zwar nicht, aber der Anfang war getan. Nun verwirrte er sie leicht. Instinktiv hatte sie schon wieder die Hand erhob, um diese furchtbare Stirnfalte zu glätten, hielt aber in der Luft an, um sie wieder zurück zu ziehen, als er weiter sprach. Sie konnte sich gerade nicht so recht vorstellen, ob sie dazu auf Kommando in der Lage war. Sie hatte es vor einiger Zeit geschafft zu Lächeln, sogar zu lachen, aber da war es nicht für sie selbst gewesen und eher aus alter Gewohnheit. Hiermit tat sie sich sichtlich schwer, als sie beim Stirnrunzeln gerade einmal die Augen nach oben drehte, als könne sie so ihre Stirn beobachten, was natürlich nicht der Fall war. Schon seltsam, dass sie es überhaupt probierte, aber wenn Constantine schon so nett war es vor zu machen, wieso denn nicht? - Aufgegeben! Also zum nächsten Hindernis. Aus dem Lächeln wurde wohl eher ein seltsames: Ich-zeig-dir-meine-Zähne, wie beim Zahnart, der über den Lollistiel sicher nicht so erfreut gewesen wäre. Nach ein paar Sekunden kam sie sich allerdings albern vor, sackte mit den Schultern etwas ein und senkte den Kopf, nachdem sie sich das seltsame Lächeln abgeschraubt hatte, konnte man sogar ein leises Seufzen hören. "Wie albern sah das aus auf einer Skala von 1-10?" Berechtigte Frage, sie konnte sich immerhin nicht selbst sehen. Den Kopf hob sie allerdings nicht, sie war eher enttäuscht von sich selbst, dass sie nicht einmal das auf die Reihe bekam. So schwer konnte das doch nicht sein!
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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Constantine am Di 22 Aug 2017 - 21:13

"Oh, nichts", hatte er nur leise auf Chizurus Frage hin erwidert, als sie wiederum hatte wissen wollen, was er fragen wollte. Und da war auch tatsächlich nichts. Ihre Geste hatte ihn nur nachdenklich gestimmt. Sie wollte nicht so recht zu ihrem sonstigen doch recht zurückhaltenden Verhalten passen (jedenfalls was Gesten und Stimmlage anbelangte; sie haute doch hin und wieder Sachen raus, mit denen man nicht rechnete).
Seine durchaus als Dank zu betrachtenden Worte wiederum schienen sie ein wenig zu verwirren, doch das war in Ordnung. Er zeigte nur ein leichtes Nicken und senkte den Blick dann für einen Moment. Er hob sich im Anschluss auch nur halb wieder, als es darum ging, dass Chizuru mal ein Stirnrunzeln oder ein Lächeln versuchen sollte. Er hörte und spürte, wie sie den Arm gehoben hatte, als er die eigene Stirn abermals in Falten gelegt hatte, doch sie führte die Geste diesmal nicht zuende, sondern schien dann zu verstehen und seinem Vorschlag Folge leisten zu wollen. Vielleicht eine etwas seltsame Art, die Pause herumzubekommen, aber es war in Ordnung.
Gesichtsausdrücke waren für Constantine nicht unmöglich zu "erkennen", doch da die Veränderungen im Gesicht für das Auge deutlich, für den Rest der Wahrnehmung (bis auf den Tastsinn vielleicht) sehr gering ausfielen, musste er sich darauf stärker konzentrieren. Deshalb hob er auch nicht den Blick in ihr Gesicht an, sondern verließ sich auf seinen geistigen Scann. Das Stirnrunzeln blieb trotzdem unerkennbar (dass sie die Augen verrollte, konnte er nicht "sehen", da sich deren Oberfläche nicht veränderte, und selbst ein paar kleine Falten auf der Stirn wären zu klein gewesen). Das Lächeln war leichter. Es glich wohl eher einem Zähnefletschen.
Aber dennoch: "Tut mir leid, das kann ich nicht gut genug erkennen", versetzte er und lächelte entschuldigend. "Die Muskeln waren allerdings zu angespannt." - Was er mit dem anderen Sinn fühlte - "Aber es hat ein Positives: Ich kann Sie dafür nicht auslachen." Ein leises Glucksen folgte, ehe er wieder etwas ernster wurde. "Ich schätze, es wiederzufinden, wird Ihnen am leichtesten mit jemandem fallen, dem Sie vertrauen."

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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Chizuru am Di 22 Aug 2017 - 22:01

Ach nein? Na gut, wenn er nichts fragen wollte, dann würde sie auch nicht weiter nachhaken. Dass sie sich allerdings nicht gab, wie der Rest ihres Körpers es tat, lag wohl unweigerlich daran, dass man bereits an ihrer versteiften Art gekratzt hatte. Alte Gewohnheiten tauchten wieder auf, ungewollte Gesten kamen wieder zum Vorschein, die sie selbst nicht einmal wirklich bemerkte. Sie waren schlicht und ergreifend wieder da, ob sie es wollte oder nicht. Sicherlich war die ein oder andere Geste dabei, die sie lieber nicht tat, sich aber nicht immer vermeiden lies. So wurde also seine Antwort auch nicht weiter kommentiert, sondern erstmal zu den Akten gelegt.
Seltsame Pause, traf es wohl ziemlich gut. Sie hätten natürlich genauso gut etwas Essen oder Trinken gehen können, doch beide hatten es vorgezogen im Labor zu bleiben. Chizuru hatte derweil ihre Hand natürlich zurück in den Schoß fallen lassen, bevor sie überhaupt einen der Gesichtsausdrücke versuchte. Ja, natürlich sah er nichts. Hatte keiner von Beiden genauer darüber nachgedacht? Ganz offensichtlich nicht, sonst würden sie jetzt nicht vor einer solchen Situation stehen. Zu angespannte Muskeln? Gut, es war wirklich deutlich erzwungen und musste unglaublich seltsam ausgesehen haben, nun war sie irgendwo froh, dass er sie nicht hatte sehen können. Was für eine peinliche Situation das gewesen wäre. Nicht auslachen, ja? Sein angedeutetes Lachen folgte bei Chizuru zu einer aufrechten Körperhaltung, in der sie die Arme verschränkte. "Mag sein und doch scheinen Sie deutlich ihren Spaß zu haben." Den wollte sie ihm auch nicht nehmen. Damit musste sie eben umgehen können, sie würde sich vermutlich selbst auslachen, wenn sie ihr Gesicht hätte sehen können. Wie schnell er doch seine Gesichtszüge ändern konnte, wobei Chizuru sich fragen musste, ob sie das früher auch einmal konnte. Fragen konnte sie da ohnehin nur einen und der war mal wieder weiß Gott wo unterwegs. Immerhin war er ehrlich, was ihren Griff um die Arme etwas lockerte. Sie stützte sogar den Ellbogen auf die Stuhllehne um den Kopf in ihre Hand zu legen, wobei ihr Blick etwas durch die Gegend wanderte. "Ich war dazu schon einmal in der Lage. Zu sehr vielem mehr sogar, aber... Um ehrlich zu sein glaube ich, dass mein Körper und mein Kopf nicht mehr in der Lage waren die Emotionen zurück zu halten." Unweigerlich musste sie an diesen Abend zurück denken. Wen würden so viele Emotionen nicht vollkommen überfordern? "Er würde sich vermutlich tot lachen, wenn ich solche Dinge versuchen würde." Natürlich konnte der Vampir nicht wissen, wovon oder von wem sie sprach, dennoch schwelgte auch sie immer wieder in alten Erinnerungen. Ohne weiteres Kommentar setzte sie sich erneut auf, hob den Kopf, nahm noch einen Schluck aus dem Glas und machte sich an das kleine Döschen auf dem Tisch. Mit einem kleinen Knopfdruck sprang sie auf, der Geruch, den sie absonderte war allerdings alles andere als angenehm. Irgendwie leicht verbrannt, etwas das man ablöschte und vielleicht auch ein leicht fauliger Geruch, wenn man es ganz genau mit der Nase hatte. Offensichtlich genau das, was sie wollte, denn sie legte die Brille neben dem Laptop ab und führte die Kontaktlinsen gekonnt wieder in ihre Augen ein. Ein wenig Blinzeln und sie war wieder voll da. Die eineinhalb Stunden waren noch nicht ganz rum, doch es hatte wohl gereicht. Mit einem kräftigen Stoß auf den Boden, rutschte sie von dem Vampir noch ein Stück weg, schien ihre Materialien neu zu organisieren. Ein paar Metallplatten, winzige Schrauben und einige technische Teile fanden den Weg vor sie. "Protokoll des Implantates für den Sehnerv öffnen, vollendete Version." Ein akzeptierendes Piepen von dem Laptop und er begann ihr einige Dinge vor zu lesen, während sie sich schon die erste Platte geschnappt hatte. Abermals griff sie nach der Taschenlampe, drückte auf den Knopf, aus dem zuvor schon die Nadel kam, drehte sie etwas und schien in ihr selbst noch einen erneuten Knopf zu drücken. Auf das Metall gerichtet hatte sie nun nur noch den normalen Knopf zu drücken, der normalerweise das Licht anschaltete. Was aber hier zum Vorschein kam war ein hochwertiger Laser, der sich langsam durch die Platte schob. Natürlich hatte sich ihre Augenfarbe bereits angepasst. So schnitt sie die ersten zwei Platten auf die gleiche Größe, deutlich kleiner als ein Fingernagel, vielleicht ein Viertel davon. Das Gerät hatte seine Informationsspanne beendet, im Prinzip alles, was sie bereits getan hatte: Untersuchen Sie das Auge, Stellen Sie die Größe fest, Finden Sie das Problem, blablabla. Auch den nächsten Schritt hatte sie bereits erledigt. "Stop." Sie sah auf, lies den Knopf des Lasers los und er erlosch. Unglücklicherweise hatte sie eine Kerbe im Tisch hinterlassen, was man erkennen konnte, wenn man das restliche unnütze Metall zur Seite schob. "Ich hoffe ihre Laboranten können trotz geschädigtem Arbeitsplatz morgen arbeiten. Sie können es sich vorstellen, wie eine kleine eingeritzte Notiz, wie früher auf dem Schulplatz, wenn man Spicken wollte." Was sie wohl nur sagte, um ihm zu verdeutlichen, was für einen Schaden sie angerichtet hatte, was vielleicht auch nicht der Einzige blieb. Mit den Schrauben hatte sie die beiden Teile bereits miteinander verbunden. Dennoch war der Zeitaufwand hierbei nicht zu übersehen. Um auf solch winzigen Flächen zu arbeiten, brauchte man Zeit, Fingerspitzengefühl und viel Geduld. Es strengte zu dem auch die Augen stark an, weshalb Chizuru es vorzog nach einer halben Stunde Arbeit eine erneute Pause anzusetzen und sich im Stuhl zurück lehnte. "Ich werde das Implantat heute nicht fertig stellen können. Wenn wir Glück haben morgen. Kommt darauf an, wie schnell ich die passenden Schaltkreise finde." Erklärungen waren wichtig. Constantine sollte nicht denken, dass sie zaubern konnte, solche Arbeiten mussten genauestens geplant sein und die richtigen Materialien waren das A und O.
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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Constantine am Mi 23 Aug 2017 - 8:32

Sein Lächeln wurde bei Chizurus Worten etwas schief, dafür funkelte es in seinen Augen belustigt. „Ja, ein wenig. Dafür habe ich genug erkannt.“ Er zwinkerte aber, um sie wissen zu lassen, dass es tatsächlich nicht gehässig gemeint war. Er hatte besseres zu tun, als sich wirklich auf ihre Kosten über sie lustig zu machen, aber bisher hatte sie es ja eigentlich immer ganz gut aufgefasst. Außerdem sprach sie dann eh weiter und ließ ihn wissen, dass sie ein echtes Lächeln (oder vielleicht Lachen, er war nicht sicher) scheinbar in nicht allzu weit entfernter Vergangenheit schon einmal zu Stande gebracht hatte.
Auch wenn es etwas seltsam klang, dass ihr Kopf und Körper nicht mehr in der Lage dazu gewesen sein sollten, die Emotionen zurückzuhalten. Vielleicht ein Wiedersehen nach langer Zeit mit einer Person, die sie sehr mochte? Oder zu viele Eindrücke auf einmal? – Oder eine heiße Nacht, ja klar, auf jeden Fall auch eine Möglichkeit, aber irgendwie glaubte Constantine nicht, dass dem vorliegend so war (oder sie es in dem Falle überhaupt erwähnt hätte). Das einzige, was diese Theorie gestützt hätte, war die Tatsache, dass Chizuru dann eine männliche Person erwähnte.
„Ein Grund mehr, es zu versuchen, wenn Ihnen etwas an dieser Person liegt. Und Lachen ist ansteckend.“ Nicht immer, aber oft, und half in diesem Falle vielleicht auch.
Er sparte es sich, das Gesicht zu verziehen, als Chizuru sich aufsetzte und scheinbar das Döschen mit ihren Kontaktlinsen darin öffnete, denn ein unangenehmer Geruch nach Verbranntem und Fauligem kroch ihm in die Nase (die zudem weitaus empfindlicher war als ihre und dementsprechend auch unangenehme Gerüche leider gut herausfilterte). Stattdessen wandte Constantine nur den Kopf etwas ab und wartete. Sie war auch in den nächsten Minuten mit etwas beschäftigt, sprach wieder mit ihrem Laptop und zückte im Anschluss das, was Constantine wohl als eine Art Taschenlampe bezeichnet hätte, obwohl sie kaum nur dem Zweck diente. Da die Metallplättchen und die Schrauben so klein waren, hatte er nicht wirklich mitbekommen, was sie sich da so herausgesucht hatte, und er konnte auch den Laser nicht sehen (da einfach nur Licht), sodass er sie genau beobachtete, um herauszufinden, was sie tat.
Spätestens der Geruch nach glühendem Metall verriet es aber und die leisen Geräusche, die bei ihrer Arbeit entstanden. Er unterbrach sie nicht, da sie konzentriert wirkte.
Nur, als sie meinte, dass sie hoffte, dass die Mitarbeiter hier am nächsten Tag weiter arbeiten konnten, stand er auf und trat neben sie, um sich „anzusehen“, was sie angerichtet hatte. Er ließ die Fingerspitzen über die Arbeitsfläche gleiten und schob dabei ein paar Metallteilchen zur Seite, die offenbar nur Abfall waren. Die kleine Kerbe, die der Laser hinterlassen hatte, war kaum der Rede wert und würde niemanden behindern. „Mit Sicherheit können sie das“, erwiderte er. Und als Chizuru fortfuhr, entfernte er sich ein Stück, damit sie ganz ihre Ruhe hatte (und weil er eh nicht viel mit dem anfangen konnte, was sie tat).
Die Nacht schritt voran, während er wartete und sich die Zeit damit vertrieb, verbal ein paar Termine zu organisieren. Verbal daher, da sein Smartphone natürlich mit Sprachsteuerung funktionierte. Alles andere wäre mit einem Display, auf dem er rein gar nichts erkennen konnte, eher suboptimal bis dämlich gewesen. Erst als Chizuru sich erneut meldete, kehrte er durch den Raum zu ihr zurück. „Das ist kein Problem. Ich bin ohnehin überrascht, wie schnell es bis hierher ging“, sagte er und setzte sich wieder auf seinen Stuhl. „Wozu benötigen Sie eigentlich das Stethoskop und den Blutdruckmesser?“ Eigentlich hatte er sie das schon eher fragen wollen, doch es fiel ihm erst jetzt wieder ein, als er die Aufmerksamkeit über das gehen ließ, was sich vor ihr auf der Arbeitsfläche und um sie herum verteilt an Gegenständen befand. Sie hatte ihm zwar Fragen zu körperlichen Attributen gestellt, die beiden Dinger aber nicht benutzt.

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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Chizuru am Mi 23 Aug 2017 - 9:19

Wie frustrierend. Sie verfluchte seine Sinne dafür, dass sie ihn doch noch so viel erkennen ließen und doch gönnte sie es ihm gleichzeitig. Er konnte wohl gerade von Glück reden, dass er ihr mit einem Zwinkern signalisierte, dass er es nicht böse meinte, denn sie hatte sich wirklich angestrengt und auch Chizuru konnte auf ihre ganz eigene Art ausfallend reagieren.
Ersteres war in seinen Vermutungen wohl eher der Fall. War es da nicht verständlich, dass die Emotionen überschwappten und hinaus wollten wie in einem Ballon, in dem zu viel Luft war? Sie hatte es eine Weile geschafft in seiner Gegenwart ruhig zu bleiben, doch nicht sehr lange. Ein Grund mehr es weiter zu versuchen? Mochte sein... Doch wollte sie ihrem Freund wirklich eine solche Aufgabe zumuten? Wohl eher nicht, doch er würde ihr auf seine eigene Art helfen. Also bekam Constantine ein zustimmendes Nicken.
Wie sehr sie jedoch schätzte, dass er sie bei ihrer Arbeit nicht unterbrach. Es gab genug Leute, die sie nebenbei ausfragten, ihr dämliche Fragen stellten oder gefühlt so nah über der Arbeit hingen, dass sie schlicht und ergreifend nicht mehr arbeiten konnte! Dieser Herr hier hatte eine gute Selbstbeherrschung, allerdings konnte er ja nicht besonders viel sehen, was die Sache an sich wohl uninteressant für ihn machte. Es dauerte ziemlich lange solche kleinen Teile herzustellen beziehungsweise auszuschneiden. Ein falscher Schnitt mit dem Laser und sie würde von Neuem beginnen müssen. Dem war glücklicherweise nicht der Fall. So hatte auch der Vampir Zeit seine Termine zu organisieren, was Chizuru zwar mit bekam, aber nicht auffasste. Sie musste ihre ganze Konzentration auf diese Plättchen geben.
Ein kleines Update zwischendurch, dass seine Mitarbeiter wohl keine Probleme haben durften und schon war er wieder von dannen gezogen, damit sie in Ruhe weiter arbeiten konnte.
Die Pause nutzte sie dazu ihre angestrengten Augen auszuruhen, genauso wie ihren Rücken, da sie sich schon sehr über die Plättchen lehnen musste. War auch von Vorteil, wenn sie nur den Tisch darunter sah. Um so kleine Dinge zu bearbeiten mussten die Kontaktlinsen, wie eine Lupe agieren, dabei den Boden zu sehen... Wem würde dabei nicht schlecht werden? Also streckte sie die Arme in die Höhe, um sie über ihrem Kopf kurz zu schließen und sie darauf wieder zu senken. "Der Anfang ist schnell getan. Ich habe bereits Informationen über dieses Implantat und schon einige angefertigt. Was lange dauert ist das Innenleben mit der Elektronik." So konnte man sagen, dass sie dieses Teilchen bis zu einem gewissen Grad genauso gut im Schlaf anfertigen konnte. Was bei den Kontaktlinsen schon anders aussah.
Constantine hatte sich wieder auf den Stuhl neben ihr gesetzt und stellte eine berechtigte Frage, von der sie eigentlich erwartet hatte, dass sie deutlich früher kommen würde. "Ist seltsam, wenn man bedenkt, dass wir an Augen arbeiten, nicht?" Ein kurzer Blick zu den beiden Gerätschaften. So seltsam klang es nicht mehr, wenn sie es ihm erklärte, allerdings war die Wissenschaft noch nicht ganz so weit, wie sie es war, weshalb sie an ihren Implantaten auch oft scheiterten. "Was wir in ihr Auge einbauen ist reine Technik. Technik, die am Ende selbst Denken soll und sich ihnen anpasst. Damit das funktioniert, müssen wir das kleine Teil aber erstmal mit Informationen füttern, Informationen, wie dem Rythmus ihres Herzschlages, nur als Beispiel. Vielleicht kennen sie das Gefühl: Ab und an fühlt es sich so an, als würden ihre Augen pulsieren, was daran liegt, dass auch dort Nerven und vieles mehr entlang laufen, die das Implantat verwirren könnten. Also müssen wir es auf alle Eventualitäten einstellen. Sollte sich ihr Herzschlag beschleunigen, aus welchen Gründen auch immer, könnten Sie das Gerät damit verwirren, was dazu führen würde, dass es nicht mehr richtig arbeitet oder gar durchbrennt. Geben wir ihm aber vorher Informationen, dass solche Dinge auftreten können, dann reguliert es sich selbst, lernt daraus und kompensiert die körperlichen Funktionen, um ihnen keinen Schaden zuzufügen. Vergessen Sie nicht, dass es immer noch Technik ist, auch wenn sie noch so klein ist: Wenn ich solche Dinge nicht beachte, könnte sie einen Kurzschluss auslösen und schon haben wir ein neues Problem in Ihrem Auge, das wir lösen müssen." Sie griff nach ihrem Glas, drückte es zwischen beide Hände und drehte es etwas. "Selbiges gilt selbstverständlich auch für den Blutdruck." Da jeder Körper anders war musste man das kleine Ding auch individuell füttern. Sie nahm einen tiefen Schluck Wasser und senkte das Glas erneut in den Schoß, sah die umherschwenkende Flüssigkeit etwas an und wartete mehr oder minder auf mögliche Fragen, die noch kommen konnten. Eigentlich war sie aber der Meinung, dass Sie sich verständlich ausgedrückt hatte.
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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Constantine am Mi 23 Aug 2017 - 10:08

Constantine nickte nur, als Chizuru versetzte, dass der Anfang ihrer Arbeit schnell getan sei. Das hatte er sich schon gedacht. Hieß es nicht, für achtzig Prozent der Arbeit brauchte man nur 20 Prozent der Zeit, und für die letzten zwanzig Prozent achtzig Prozent der Zeit? So ungefähr. Die Feinarbeit erforderte eben immer mehr Zeit als das Grobe, das zumeist am Anfang erledigt wurde. Dennoch war alles bis hierher immer noch schneller vonstattengegangen als gedacht.
Bei ihrer Gegenfrage machte er eine unbestimmte Bewegung mit dem Kopf, um anzudeuten, dass er nicht sicher war, ob er es tatsächlich so seltsam fand. Für einen Eingriff in den Körper war es so oder so immer besser, seine Vitalfunktionen zu prüfen und die Tätigkeiten daran anzupassen, doch in diesem Falle hatte er nicht wirklich das im Sinn gehabt, was sie schließlich als Erklärung von sich gab. Es machte schon Sinn, ja.
Aber wenn er dabei an eine gewisse andere Person dachte, lag auch die Überlegung nicht ferner, dass sie mit dem Stethoskop und dem Messgerät einfach nur Informationen für ihre Analysen haben wollte, die sie im Gegenzug zu ihrer Arbeit erhalten würde. Vitalfunktionen waren für Analysen und Vergleiche etwas Grundlegendes, zumindest aus seiner Sicht (…). Auf der anderen Seite hatte Constantine ja eh keine Ahnung, was sie so genau am Ende von ihm verlangen würde. Blut hatte sie ja schon, wenngleich auch nur einen Tropfen.
„Das leuchtet mir ein“, meinte er, als sie mit ihrer Erklärung geendet hatte, und er lehnte sich wieder ein wenig auf seinem Stuhl zurück. Und die Erklärung und der Zweck der Gerätschaften war ja auch tatsächlich logisch. Wenn das Implantat nicht mit Blutdruck und Puls klarkam und beides nicht ausgleichen konnte, ging so feine und empfindliche Elektronik mit Sicherheit sehr schnell kaputt.
Da Chizuru gerade gesagt hatte, dass sie mit der Arbeit heute nicht mehr fertig würde (was er ja ohnehin überhaupt nicht erwartet hatte), ließ ihn das Schlussfolgern, dass sie in dieser Nacht vermutlich auch nicht mehr weiter machen würde oder konnte, vielleicht auch wegen den benötigten Schaltkreisen. Fragen hatte er zu der Angelegenheit gerade jedenfalls keine mehr, weshalb ihn das zu einer anderen brachte. „Was meinen Sie, sollten wir das ganze für heute ruhen lassen oder gibt es noch etwas, das Sie erledigen können oder wollen? Oder was ich für Sie tun kann, immerhin sollen Sie Ihre Gegenleistung bekommen.“

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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Chizuru am Mi 23 Aug 2017 - 20:42

Chizuru war eben eine schnelle Arbeitsbiene, war ja auch nicht das erste Mal, dass sie solche Implantate anfertigte. Zumal sie auch erst einmal nur Eines fertige, um zu sehen, ob es überhaupt anschlug. Aber er hatte schon ganz recht. So in etwa konnte man die Dinge auf staffeln.
Herrje, dachte er schon wieder über die Bezahlung nach? Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Sie konnte natürlich nebenher schon einige Informationen brauchen, allerdings alles, was sie auch brauchte. Chizuru würde nie Zeit vergeuden, wenn sie auch später noch bekam, was sie wollte. Außerdem... Vertrauen konnte man es nicht nennen, zumindest nicht zum Teil. Vielleicht bezeichnete man es eher als Gefühl. Sie war einfach nur der Meinung, dass Constantine jemand war, der seine Schulden beglich. Sie verlangte ja nichts unmögliches, sie wollte lediglich ihre Datenbank erweitern. Es war also nun auch für den Vampir logisch, war ja auch keine schwere Erklärung gewesen, womit er mit Sicherheit auch klar gekommen wäre, aber wenigstens musste sie nicht weiter darüber diskutieren. Sie hatte für einen kurzen Moment die Augen geschlossen, natürlich war sie müde geworden, immerhin war sie nicht Nachtaktiv, was die Produktivität beträchtlich senkte. Sie öffnete die Augen und erhob den Kopf erneut, als Constantine das Wort ergriff. Langsam schüttelte sie den Kopf. "Es lohnt sich nicht die Elektronik anzufangen. Das ist etwas, das ich besser in einem Zug fertig mache, um keine Fehler zu machen. Deshalb müssten Sie mich morgen auch nur ins Labor lassen. Sie müssen nicht zwingend mit mir hier sitzen. Das wird einige Stunden dauern." Eine kurze Überlegung, in der Stille herrschte. Was konnte man heute noch tun? "Wir können zumindest schon einmal Ihren Herzschlag aufnehmen. Allerdings brauche ich dafür Elektroden, die ich nicht besitze. Sofern Sie keine hier haben, muss das auch bis morgen warten. " Was die Gegenleistung betraf, musste sie auch nicht lange überlegen. "Ich bevorzuge es eigentlich meine Arbeit erst zumindest zur Hälfte erledigt zu haben, bevor ich einen Teil meiner "Gegenleistung" einfordere. Wenn Sie allerdings jetzt schon etwas davon los haben wollen... Wir haben noch Zeit." Es störte sie nicht auch mal etwas früher damit anzufangen. So würden sie im Nachhinein nicht ganz so viel Zeit benötigen, was ja auch von Vorteil war. Theoretisch zumindest.

(Man merkt gar nicht, dass ich müde bin x.x Bin nicht zufrieden mit dem Post xD)
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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Constantine am Mi 23 Aug 2017 - 20:57

(ach, passt schon x3 xD Leg dich schlafen^^" )

Dass sie mit der Sache nun nicht mehr richtig weiter machen wollte, war ihm schon klar gewesen, sodass es für ihn keine Neuigkeit war, dass sie mit der Elektronik heute nicht mehr beginnen würde. Doch er ließ es so im Raum stehen. "In Ordnung. Dann sagen Sie mir nur eine Uhrzeit, wann Sie hier sein wollen, wieder gegen acht?"
Als sie erwähnte, dass sie Elektroden benötigte, um seinen Herzschlag aufzeichnen zu können (vermutlich wie bei einem EKG), stand er auf und überlegte kurz. Er war im Labor nicht tätig, sodass er sich natürlich auch nicht so dort auskannte wie einer der Laboranten es getan hätte, doch er war fast sicher, dass es hier so etwas gab. "Ich richte mich mit der Bezahlung ganz nach Ihnen. Ist ja nicht so als wäre ich unbedingt scharf drauf, es sofort zu erledigen. Warten Sie einen Moment."
Er wandte sich ab und durchquerte das Labor hinüber zu dem etwas abgetrennten Bereich, wo auch normalerweise Tests an Personen durchgeführt werden konnten, wenn es mal erforderlich war oder es um etwas Besonderes ging. Er ging ein paar Schränke und Schubladen durch, bis er etwas gefunden hatte, das gut und gerne das Gesuchte sein könnte. Allerdings lagen die Elektroden natürlich nicht einfach so herum, sondern waren verpackt, damit sie steril und sauber blieben. Und durch die Folie konnte er nicht "hindurchsehen". Er seufzte leise, richtete sich auf und hob die Stimme, damit Chizuru ihn gut hören konnte (das Labor war ja nicht nur zwanzig Quadratmeter groß). "Hier hinten könnten welche sein", erklärte er, "am besten suchen Sie sie sich selbst raus, ich könnte Ihnen alles mögliche anschleppen." Sie konnte sich ruhig bedienen. Und sie würde auch Elektroden finden.

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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Chizuru am Mi 23 Aug 2017 - 21:22

(Nein, dann bin ich morgen zu früh wach xD)

Das hier war keine Frage des Wollens. Wenn es darum ging, würde Chizuru durch arbeiten, was ihr aber allein körperlich schon nicht möglich war. Dennoch wollte sie so viel wie möglich zu Ende bringen. Sie musste nicht lange überlegen, um ihm eine Antwort zu geben, sie würde ohnehin immer gleich ausfallen. "Wenn ich das Labor nicht eher benutzen kann, dann ja. Ich möchte nur ungern den täglichen Betrieb stören. Das wäre immerhin auch geschäftsschädigend für Sie."
Er war nicht scharf darauf die Bezahlung hinter sich zu bringen? Hatte man das nicht lieber als Erstes hinter sich? Nun gut, er wusste ja auch nicht genau, was so auf ihn zu kam, was sie verlangte und wie sie sich verhielt. Er wusste lediglich, dass sie ihn nicht wie ein Versuchskaninchen behandeln würde, woran sie sich um jeden Preis halten würde, doch es gab da einige Sachen, die sie deutlich interessierten. Er war bereits aufgestanden, während sie ihre Gedanken sortierte, wo sie am Besten anfing, wenn es denn so weit war. Einige Dinge würden ihm vermutlich nicht gefallen...
Überlegungen, Gedankenspiele, Vorstellungen und eine Stimme, die die Stille störte, die Chizuru aufhorchen lies. Wie gerne sie jetzt ein amüsiertes Kichern von sich gegeben hätte, ohne dabei herablassend zu klingen. Hätte er nicht eher daran denken können? Zugegeben: Sie hätte auch mitdenken können. Also stellte sie ihr Glas Wasser auf dem Tisch ab und erhob sich. Folgte der Stimme von Constantine, beachtete dabei nicht die Umgebung und blieb neben ihm stehen. Was für ein riesiger Schrank... Was für ein Equipment... Davon konnte die junge Frau nur träumen. So sah es also aus, wenn man einen vernünftigen Arbeitgeber hatte. Es gab alles im Überfluss, es mangelte an nichts, beeindruckend. Sie musste sich allerdings schon auf ihre Zehenspitzen stellen, um an das obere Regal, auf dem sie die Elektroden entdeckt hatte, zu erreichen. Natürlich zog sie dort auch eine der mittleren Packungen heraus, schützend hielt sie die zweite Hand nach oben, um die oberen Folien mit einem Sprung wieder in ihr Fach zu bewegen. Kleine-Leute-Problem, kein Labor das für kleine Personen ausgelegt war, aber das war ja so gut wie kein Arbeitsplatz. "Wollen wir?" Sie hatte sich kurz seitlich zu ihm gedreht, war schon im Begriff zu gehen, als ihr der Inhalt des Schranks doch entgegen kam und ihr die ein oder andere Tüte auf dem Kopf landete. Bewegt hatte sie sich dabei nicht. "Ah..." Ihr Ausdruck hatte eher so geklungen, als wäre es ihr egal gewesen, aber glücklich war sie darüber nicht. Schmerzen hatte sie auch keine, Elektroden hatten kaum Gewicht, wie sollten sie da sonderlich weh tun? Was für ein Chaos, so wurde das nichts mit der Aufnahme. Anmerkung für sich selbst: Sogar bei solchen Kleinigkeiten die Kontaktlinsen einschalten. Also legte sie die Packung in ihrer Hand etwas abseits, um sich zu bücken und den Rest aufzusammeln. Da gab es nur ein Problem, als sie sich wieder aufrichtete, um die Dinger zu verstauen. Sie starrte das obere Regalbrett unbeeindruckt an. "Haben Sie eine Leiter?" Da fiel ihr auch die letzte Tüte noch ins Gesicht, verharrte dort einen Moment und flog dann ebenfalls zu Boden. Sogar Chizuru musste dabei Seufzen. Konnte sie überhaupt noch etwas ohne ihre Kontaktlinsen?
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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Constantine am Mi 23 Aug 2017 - 21:58

(Ich kann mir die Szene bildlich vorstellen bei den beiden xDDD ... na gut, Argument =o )

"Dann um acht", hatte er bei ihren Worten hinsichtlich der Zeit nur erwidert. Wie das mit der Zeit vorher war, hatte er ja bereits erläutert. Aber er hatte ihr auch die Möglichkeit nicht abschlagen wollen, später aufzutauchen. Auch wenn es natürlich unwahrscheinlich war, schließlich war ihr Biorhythmus garantiert eher auf Tag eingestellt. Wie bei jedem Menschen, der nicht dazu gezwungen war, immer nachts wach zu sein. Und auch, wenn sie jetzt wohl ein paar Tage eher nachts wach sein würde als tagsüber, musste man es ja nicht noch weiter in die Nacht verschieben.
Er lauschte in den Raum hinein, ob Chizuru auch kam, denn sie erwiderte nichts. Aber er vernahm, wie sie das Glas wegstellte und dann ihre leisen Schritte. Schließlich stand sie neben ihm und streckte sich, um eine Packung mit Elektroden hervorzuziehen. Hätte sie ihm einfach gesagt, was sie aus welchem Regalbrett im Schrank brauchte, hätte er ihr die Packung einfach angereicht, aber sie erledigte es selbst und streckte sich dabei offensichtlich.
Constantine hörte das leise Reiben des Plastiks aneinander, weshalb er etwas ahnte und nicht auf ihre Worte reagierte, sondern stehen blieb und abwartete. Aber Chizuru hatte es scheinbar geschafft, einen Tsunami loszutreten, sodass er trotz der Flinkheit nur ein paar der Packungen auf seiner Seite davon abhalten konnte, aus dem Schrank zu rutschen und auf den Boden zu fallen. Er hielt sie auf und drückte ein paar weitere mit dem Körper in den Schrank, sodass er sie, als alles vorbei war, zwischen sich und den Regalbrettern hervorzupfen und wieder hinaufbefördern konnte.
Chizuru war derweil damit beschäftigt, die übrigen Packungen, die zu Boden gerauscht waren, wieder aufzusammeln. "Nicht nötig", erwiderte er bei ihrer Frage und hinderte die Packung, die ihr auch noch ins Gesicht geklatscht war, daran, über ihren aufgehobenen Stapel auf den Boden zu segeln. Er wandte sich anschließend zu ihr, sodass er ihr nach und nach die Packungen aus den Armen nehmen und sie wieder auf das obere Regalbrett legen konnte. Er war ja groß genug dafür, das ging. Er gluckste dabei leise.

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