Alles nur eine Frage der Technik!

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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Chizuru am Di 15 Aug 2017 - 22:00

So war es! Chizuru war ambitionierte Technikerin, nicht nur das, es war ihre Leidenschaft. Sie tat nichts lieber, als an ihren Erfindungen herum zu basteln und Dinge auszutüfteln oder zu analysieren. Das war nun mal wer sie war. Gut zu vergleichen mit diesen hochgradig gestörten "Zockern", die Nächtelang durch spielten und in Flaschen pinkelten oder irgendwann vor ihrem Computer zusammen brachen, nur dass diese Frau einen gewissen Stolz und vor Allem Hygiene hatte, die niemals darunter litten. Also konnte sie es kaum erwarten damit anzufangen und so viel zu erfahren, wie nur irgendwie möglich. Oft bekam sie nicht einmal mit, wie die Stunden ins Land zogen, so passioniert war sie. Auch Menschen konnten diesen Zustand in ihrer Euphorie eine gewisse Zeit lang aushalten.
Na, zumindest hatte der Vampir einen gewissen Anstand, doch von Chizuru kam lediglich ein Nicken, auf das "Gesundheit". Mehr war wohl kaum für ein "Danke" nötig, so ihre Sicht, die manchmal recht verdreht war und an Anstand zu mangeln wusste. "Meinetwegen. Dann bleiben wir hier. Wo befindet sich das Labor und wann hatten Sie an ein weiteres Treffen gedacht?" Womit sie stehen blieb. Es würde keinen Sinn ergeben gemeinsam weiter zu gehen, wenn er ohnehin vor hatte hier zu bleiben und sich erneut zu treffen. Und sie tat nun wirklich selten Dinge, die keinen Sinn ergaben, eigentlich nie. Immer schön logisch bleiben und handeln.
Doch auch der Vampir war für Überraschungen gut. Bisher hatte Chizuru ihn als Geschäftspartner eingestuft, wo jeder so seine Vorteile heraus zog. Sie hatten eigentlich über andere Dinge gesprochen, bis auf den kleinen Zwischenfall. "Wie kommen Sie auf eine solche Feststellung? Was genau lässt sie glauben, dass man es sich nicht so wünscht?" So recht schien sie ihm nicht folgen zu können, denn eigentlich hatte sie alles, was sie wollte. Natürlich hätte ihr Leben deutlich besser laufen können, doch das tat es nicht, sie machte lediglich das Beste daraus. Nach einer kurzen Pause fügte sie, mit zur Seite gelegtem Kopf noch etwas an. "Ich hätte nicht erwartet, dass Sie sich um solche Dinge scheren." Etwas verwirrt verschränkte sie den einen Arm in den Anderen, nutzte ihn für den Freien als Ablagefläche für den Ellbogen und tippte sich mit dem Zeigefinger an die Wange, wo er verharrte. "Was stellen Sie sich denn unter einem "schönem" Leben für einen jungen Menschen vor?" Sie hatte selbst nie darüber nach gedacht oder einen Gedanken daran verschwendet. Sie nahm das Leben wie es kam, man konnte ohnehin nichts daran ändern.
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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Constantine am Mi 16 Aug 2017 - 9:58

Als Chizuru stehen blieb, machte er noch zwei Schritte, ehe auch er innehielt und sich wieder zu ihr umwandte, sodass er ihr so mehr oder weniger gegenüber stand. Sein blinder Blick ging einen Moment lang in ihr Gesicht. Statt ihre Frage zu beantworten, stellte er selbst eine andere: „Diese Bezahlung, die Sie von mir verlangen möchten“, begann er, zog die Hände aus den Manteltaschen und verschränkte locker die Arme vor der Brust. Es war keine Abwehrhaltung und wirkte auch nicht wie eine. „Wie kämen Sie an die heran, wenn Sie kein Labor zur Verfügung hätten? Oder wie hätten Sie dann Ihre Arbeit vorgenommen?“ Improvisiert vielleicht? Sie hatte sicherlich eigene Ausrüstung, aber sie hatte offenbar keinen Arbeitsplatz. Ihr Zimmer eignete sich offenbar nicht (und er war ohnehin der Meinung, dass man sich Arbeit nicht mit nach Hause nehmen sollte).
Dass das Labor sich ungefähr zwanzig Minuten entfernt befand, hatte er ja schon gesagt, es war aber kaum eine präzise Angabe. „Bloodrain Limited, Sakuradori, Hausnummer sechsunddreißig.“ Genauer ging es kaum, auch wenn er hätte versuchen können, abzuschätzen, wie viele Meter von der Hauptkreuzung entfernt das Gebäude stand. Oder wie die geographischen Koordinaten waren (okay, das hätte er Grete fragen müssen). Dass er Chizuru das Labor kaum angeboten hätte, wenn er mit Bloodrain ltd. nichts am Hut hatte, erklärte sich wohl auch von selbst, doch er machte sich nicht die Mühe, weiter auszuholen und zu erklären, dass er Mitbegründer der Hauptniederlassung in Oretown war. War für sie nicht wichtig und hätte auch nichts geändert. Außerdem konnte sie ja immer noch fragen, wenn es sie interessierte.
„Nein? Was hätten Sie denn von mir erwartet, worum ich mich schere?“, erwiderte er, abermals bevor er überhaupt auf Chizurus andere Frage einging. Wobei sie schon recht hatte, beziehungsweise Constantine auch hätte sagen können, dass es ihn im Grunde nicht scherte, sondern ihm aufgefallen war. Ihm war egal, wie sie ihr Leben lebte, ob sie damit nun glücklich war oder nicht. „Wenn ich mir das Leben von jungen Menschen vorstelle, würde ich sagen, dass sie entweder das typische Studentenleben führen, ein bisschen lernen, viel feiern und mit Freunden herumhängen – oder dass sie versuchen, sich in ihrem Job zu etablieren, einen Partner zu finden und in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen.“ Er zuckte die Schultern. „Jedenfalls nicht, dass sie sich mit Bakemonojagd über Wasser halten und abends allein in einer kleinen Bar in einer Seitengasse hocken.“
Etwas abwehrend hob er die Hände und schenkte Chizuru ein Lächeln. „Übrigens nur eine Fest- und Vorstellung. Keine Wertung. Jeder wie er mag.“ Es wäre nicht das, was er an ihrer Stelle täte, auch wenn es stimmte, dass er lieber auf partywütige Leute verzichtete und auch ganz gerne mal für sich irgendwo in einer Bar saß. Aber er war auch 120 und nicht irgendetwas zwischen Ende Teen und Anfang/Mitte zwanzig.
„Wenn Sie möchten, können Sie mich gerne morgen bei Bloodrain Limited aufsuchen. Da das Labor zur Tagzeit und meist bis ungefähr zwanzig Uhr genutzt wird, wäre es am einfachsten, wenn Sie bereit dazu wären, nachts zu arbeiten. Falls das ein Problem für Sie ist, lässt sich aber sicherlich ebenfalls eine Lösung finden. Ich richte mich da nach Ihnen.“ Constantines Gesichtsausdruck wurde ein wenig fragend.

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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Chizuru am Mi 16 Aug 2017 - 19:50

Er hatte sich also dazu entschieden sich ihr gegenüber zu stellen. So führte man normalerweise ja auch ein Gespräch unter Geschäftspartnern, doch diese Abmachung lief etwas anders ab. Es kam eben, wie es kam. Dass er sie dabei nur flüchtig "ansah", störte sie nicht. Zum einen, weil sie bereits wusste, dass er blind war, zum Anderen, weil es ihr schlicht und ergreifend egal war. Natürlich hatte es etwas mit Anstand und Höflichkeit und dergleichen zu tun, aber sie selbst sah sich ihre Umgebung während eines Gespräches auch öfter an. Allerdings wurde ihre Frage kurzerhand übergangen und eine Gegenfrage gestellt, der sie gewillt war zu antworten, auch wenn ihr nicht so ganz klar war warum er ihr eine solche Frage stellen sollte. Wieder rutschte der Lolli in die andere Wange. "Was ich wissen möchte bedarf nicht vieler Instrumente und selbst wenn ich sie brauchen würde, habe ich das Meiste bereits hergestellt." Was darauf schließen lies, dass sie sich solche Dinge nicht kaufte. Womit noch eine Frage offen blieb. "Ein guter Techniker braucht kein Labor oder eine Werkstatt. Er muss mit dem Leben, was er zur Verfügung hat und seinen Kopf anstrengen. Man kommt immer irgendwie an sein Ziel, auch wenn es unter freiem Himmel ist." Natürlich hätte ihr Zimmer genauso gut her halten können, sie hatte nur nicht sonderlich gerne Besuch darin. Die Angst, dass jemand ihre Erfindungen, in der Entwicklungsphase nach außen tragen könnte, war allgegenwärtig.
Dass er ihr aber nun doch einen Arbeitsplatz anbot war ihr ganz recht, nur welcher das war, war ihr nicht ganz Geheuer. Natürlich kannte sie den Betrieb, wer kannte ihn nicht? Doch würde sie nie von sich aus einen Fuß dort hinein setzen. "Die Blutbank." Ihr Blick wich an dem Vampir vorbei. "Eigentlich logisch, wenn man Ihre Rasse bedenkt. So einfach kann mir aber kein kleiner Arbeiter dort ein Labor anbieten ohne Vorgesetzte zu übergehen. Damit kann ich also davon ausgehen, dass Sie entweder zur oberen Etage gehören oder es Sie nicht kümmert, was ihre Vorgesetzten sagen." Sie wollte mit ihren Vermutungen lediglich die Möglichkeiten abwägen, immerhin hatte sie nicht besonders Lust "auf frischer Tat" ertappt zu werden und hochkant wieder aus dem Gebäude geworfen zu werden.

Constantine machte es sich recht einfach. Er nahm das Übliche an, was eigentlich jeder tun würde. Selten dachte jemand an andere Wege und Gründe, wieso auch? Die Meisten Menschen konnten ihr Leben auch in Ruhe verbringen und mussten vor nichts weg laufen oder sich behaupten. Chizuru knabberte etwas auf ihrem Stiel herum, winkelte ihr linkes Bein etwas, stützte sich somit auf das Rechte und verschränkte die Arme vor der Brust. "Habe ich nicht so aufgefasst. Legitim so etwas anzunehmen... Bei normalen Personen. Für jemandem mit meinem IQ und meiner Art ist es nicht so einfach ein normales Leben zu führen. Wenn man das Studium mit 14 Jahren beendet, kann man mit der Volljährigkeit direkt ins Arbeitsleben einsteigen. Die Menschen machen sich nichts aus mir und ich nicht aus ihnen. Es gibt für mich keinen Grund eine Bindung mit einem einzugehen und von irgendetwas muss ich leben." Sie musste ihm ja nicht zwingend auf die Nase binden, dass die Bakemonojagd eigentlich ihr Kindheitstraum gewesen war, allerdings nicht nur ihrer. Zu zweit machte es mehr Spaß, so dachte sie als Kind. Im Augenblick war es jedoch wirklich nichts weiter, als eine Geldquelle, da die zweite Person, mit der sie jagen würde, nicht an Ort und Stelle war. Mit seinen Aussagen brachte er sie erneut zum Nachdenken. So viel älter, als sie selbst, sah er nun auch wieder nicht aus. Doch hatte sie bereits gewusst, dass Vampire ein langes Leben führen konnten, konnte sie hinter diesen Punkt also einen Hacken setzen? Sicher war sie sich nicht zu hundert Prozent, fragen würde sie ihn allerdings auch nicht. So unhöflich und taktlos war sie nicht.
Wieder zurück zum eigentlichen Thema, ihre Haltung hatte sie bisher nicht verändert, scheinbar war es so bequemer. Wieder Nachts... Stimmte der Mythos, dass Vampire eher Nachtaktiv waren? Wenn dem der Fall war, konnte er auch kein Sonnenlicht vertragen? Viel war immerhin auch heute Abend nicht davon zu sehen gewesen und ihr Treffen fand immerhin auch an einem Abend statt. Sie fand es auch schon sehr merkwürdig, dass er ausgerechnet in einer Bar nach jemand Gutem suchte. Die Überlegungen dauerten einige Minuten, ehe sie auch schlussendlich antwortete. "Gut, dann werde ich um 19:45 Uhr vor Ort sein. Bis man mich zu Ihnen durchlässt und ich mich mit dem Labor vertraut gemacht habe wird es zwanzig Uhr sein." Schien so, als würde sie jede Sekunde nutzen wollen. Womit sie auch direkt aus dem Weg räumte, dass es sie eventuell stören könnte Nachts zu arbeiten, tat es nicht, es brachte nur ihren Schlafrythmus durcheinander, was ohnehin der Fall gewesen wäre. Also gab es da nichts einzuwenden. Desweiteren ging sie schlichtweg davon aus, dass sie erst einmal mit der Dame oder dem Herrn am Empfang diskutieren musste, wo ihr einfiel, dass ihr eine wichtige Information fehlte. "Ich vermute einmal, dass der Empfang es nicht gewohnt ist Ihren Vornamen zu hören und ich möchte ungern Grenzen überschreiten. Ein Nachname wäre daher von Vorteil." Wer wusste schon wie viele Vampire dort noch arbeiteten und sie wollte sich nicht mit ihnen anlegen, schon gar nicht, wenn sie allein war. In Aktion hatte sie bisher keinen gesehen, musste es aber auch nicht zwingend, wenn Toga nicht um sie herum war. Sie war zwar eine gute Kämpferin, musste es aber nicht direkt darauf anlegen, obwohl sie nicht wirklich glaubte, dass ein paar Vampire einen solchen Aufstand ausgerechnet in Capital City anzetteln würden.
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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Constantine am Mi 16 Aug 2017 - 20:22

Wer wusste es schon, vielleicht hatte Constantine Chizuru seine Fragen nach ihrem Equipment einfach aus dem Grund gestellt, um sie zu testen. Letztlich änderte es zwar nichts daran, dass eine Antwort kein Beweis war, aber sie wirkte auf ihn nach wie vor nicht manipulativ und so als würde sie ihn belügen. Dementsprechend stellten ihre Worte ihn ausreichend zufrieden. Wenn sie es theoretisch ohne ein Labor schaffte, konnte sie mit einem solchen sicherlich noch besser arbeiten. Deshalb erhielt sie ein leichtes Nicken als Reaktion.
"Oh wirklich, ist das logisch?", hakte er bei ihrer Feststellung nach, was Bloodrain anbelangte. "Ich denke, über fünfundneunzig Prozent der vampirischen Bevölkerung in Capital City ist nicht bei uns beschäftigt. Und in Oretown auch nicht, um genau zu sein." Ein kleines Lächeln huschte über seine Lippen und sein Blick fixierte sich, seiner Blindheit zum Trotz, wieder auf Chizurus Gesicht. Er war allerdings im Gegenzug auch nur in der Lage dazu, ihre Blickrichtung zu interpretieren, weil ihr Gesicht zu ihm ausgerichtet war - dass sie in Wirklichkeit eher an ihm vorbeisah, bemerkte er daher gar nicht so wirklich. "Aber wie auch immer. Ja, um genau zu sein, gehöre ich zur obersten Etage, weshalb wir uns um eine Erlaubnis keine weiteren Gedanken zu machen brauchen. Ich erteile sie uns höchstpersönlich", und das leichte Lächeln verzog sich daraufhin zu einem etwas breiteren und etwas schieferen, das vielleicht ein wenig süffisant wirkte, nichtsdestotrotz aber lediglich scherzhaft heraushängen ließ, an welch langem Hebel Constantine saß. Er legte keinen Wert darauf, dass die Leute den Schwanz vor ihm einzogen, nur weil sie meinten, dass er Einfluss haben könnte. Er war letztlich nur eine Person wie jede andere auch.
Außer dann, wenn jemand im Gegenzug versuchte, auf ihn herabzusehen. Das kam nicht so gut.
Chizurus Erwiderung hinsichtlich ihres Alltages bestätigte eine weitere Vermutung, die Constantine über sie bereits angestellt hatte. Und sie hatte mit ihrer Selbsteinschätzung auch durchaus recht. Sehr intelligente Leute hatten oft auf der sozialen Ebene Schwierigkeiten, isolierten sich und hatten auch kein weiteres Interesse an anderen Personen. Außerdem passte es zu ihrer Art. Nicht ganz der Nerd, aber vielleicht ein kleiner Freak. Im nicht-wertenden Sinne.
"Hmm, ja, das stimmt", bestätigte er sie, als sie geendet hatte. Sie hatte mittlerweile ebenfalls die Arme vor der Brust verschränkt und das Gewicht auf ihr eines Bein verlagert. Und mehr kam von Constantine auch nicht dazu. Wie gesagt, er würde sie keineswegs eines besseren belehren und auch nicht wegen jeder Kleinigkeit nachhaken.
Als Chizuru den Empfang bei Bloodrain erwähnte, winkte er ab. "Bei so einer genauen Verabredungszeit kann ich auch gleich in der Eingangshalle auf Sie warten. Aber falls es Sie dennoch interessieren sollte: Mein Familienname ist Thorne."
Vielleicht nutzte sie die verbleibenden Stunden ja sogar, seinen Hintergrund zu recherchieren (auch wenn dafür sein Vorname und der Stichpunkt Bloodrain ltd. locker ausgereicht hätten). Falls ja, würde sie nur saubere Informationen über ihn erhalten und vermutlich auch herausbekommen, dass er bis vor ein paar Jahren als Rechtsanwalt tätig gewesen war. Falls nein, war das auch nicht schlimm. Er bildete sich ganz sicher nichts darauf ein.

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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Chizuru am Mi 16 Aug 2017 - 21:27

Im Augenblick gab es für diesen Menschen keinen Grund ihn anzulügen, wollte sie etwas manipulieren, waren das in aller Regel Geräte und nicht Menschen. Auf der zwischenmenschlichen Ebene versagte sie eben auf voller Linie. Vermutlich war ihr nicht einmal wirklich klar, wie man eine Person manipulierte, aber wen juckte das auch?
"Ist das so?" Ihr Blick richtete sich tatsächlich wieder auf ihn. Nun schien sie doch recht interessiert. "Dann habe ich eine Frage. Wie viel Prozent der Mitarbeiter sind Vampire?" Es war einfach zu errechnen, einfach war es für sie dann abzuschätzen, wie einfach oder schwer sie es hatte, sollte sie doch einmal schnell einen Abgang machen müssen. Doch seine nächste Ankündigung lies sie erneut aufhören. Also hatte Chizuru es tatsächlich geschafft einen der Chefs vor sich stehen zu sehen, was für sie keinen Unterschied machte, es würde die Sache in diesem Gebäude lediglich vereinfachen, konnte allerdings auch problematisch sein. Ein falscher Schritt und sie könnte ihr Leben los sein. Was ihre Vermutung, dass er wirklich älter war, als er aussah, nur noch verstärkte. Es war nicht sonderlich einfach für junge Personen einen solche Karrieresprung zu machen, ihnen fehlte die Erfahrung und oft auch das Wissen, das sollte nicht sonderlich von der Rasse abhängen. Jung war jung. Nichts desto trotz konnte er natürlich auch einfach nur ein Überflieger sein und einen ebenfalls recht hohen IQ besitzen, doch so schätzte sie ihn nicht wirklich ein. Sein etwas schiefes Lächeln erweckte erneut ihr Interesse, weshalb der Kopf nun etwas schief hing. Fand er es so amüsant, dass er über Macht verfügte? Hatte er einen Komplex? "Hmmm... Sie scheinen sich so richtig über ihre eigene Aussage zu freuen." Womit sie eigentlich nichts andeuten wollte, doch in manchen Ohren mochte es so klingen: Denkst du, du bist was Besseres? Was es in diesem Sinne allerdings nicht sein sollte, sie versuchte lediglich zu verstehen, was dahinter steckte. Dass er eine solch hohe Position hatte, änderte nichts an der Art und Weise, wie sie ihn weiterhin behandeln würde.
Ob sie nun ein kleiner Freak war oder nicht, war einmal so dahin gestellt. Sie selbst sah sich nur als eine ziemlich kleine Frau mit einer Leidenschaft für das Technische und neue Entdeckungen. Wenn sie das allein zu einem Freak machte... Dann konnte sie gut damit leben. Gut, er hatte also verstanden, wozu nach weiter darüber diskutieren?
Ein kurzes Abwinken, er war also gewillt sie gleich vor Ort abzuholen. Umso besser, das würde ihr einiges an Zeit ersparen und sie konnten deutlich früher beginnen. Zugleich gab er ihr einen Namen. hatte sie ihn bereits irgendwo gehört? Der Meinung war sie im Moment nicht, würde aber auch keinen Sinn ergeben nach ihm im Internet Ausschau erhalten. Sie traute keiner Analyse, die sie nicht selbst angestellt hatte, was wohl auch der Grund der Bezahlungsart war. Sie würde noch früh genug erfahren wer er wirklich war und ob er eine weise Weste hatte oder nicht. Jeder hatte irgendwo eine dunkle Vergangenheit, unwichtig für ihre Arbeit, weshalb sollte sie also danach fragen oder suchen? "In Ordnung, dann werde ich ihn wohl kaum brauchen. In dem Fall werde ich mich jetzt verabschieden." Womit sie ihm die Hand reichte. Die Uhrzeit musste sie ja wohl kaum noch erwähnen, sie bezweifelte stark, dass er sie vergessen würde.
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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Constantine am Mi 16 Aug 2017 - 21:54

Chizurus Frage ließ ihn kurz überlegen. Er wusste nicht so genau, wie viele Vampire bei Bloodrain ltd. in Capital City arbeiteten. Aber in Oretown kannte er jeden Mitarbeiter persönlich (manche freilich besser als andere). "Höchstens zwanzig Prozent, würde ich schätzen. Wenn überhaupt. Vampire sind eher als Kundschaft vertreten, wie Sie sich sicherlich vorstellen können, wenn Sie Bloodrain kennen." Er zuckte die Schultern. Aber da er ihren Gedankengang nicht kannte, erwähnte er nichts von der Abstammung anderer Mitarbeiter. Hätte er darum gewusst, dass sie sich überlegte, wie einfach oder schwer es werden könnte, wenn sie einen Abgang machen musste. Nun, erstens waren nachts ohnehin wenig bis keine Leute in dem Gebäude - aber zweitens hatte Bloodrain nicht wenige Mitarbeiter, die für den Ernstfall (wenn auch meist zu zweit) dazu in der Lage sein mussten, einen Vampir aufzuhalten oder zu bändigen. Hätte sonst Ärger von den Behörden gegeben. Mangelnde Sicherheit und so.
Constantine schnaubte leise und beugte sich ein kleines bisschen zu Chizuru hinab. "Heeh, na klar. Manchmal hat es eben Vorteile, weiter oben in der Nahrungskette zu stehen, stellen Sie sich vor." Entweder hatte sie das Scherzhafte in der Aussage nicht verstanden oder sie bezog sich tatsächlich nur darauf, dass er sich darüber "freute", dass er ihnen selbst die Erlaubnis erteilen konnte, das Labor zu benutzen. Was immer es war, es war ihm egal. So oder so musste niemand davon ausgehen, dass er die netteste und uneigennützigste Person auf dem Planeten war, die nicht hin und wieder ihren Status genoss. War ja auch nicht verboten.
Ihre ausgestreckte Hand sah er natürlich - nicht mit den Augen, aber er hörte die Bewegung, spürte die elektrischen Signale der Muskeln und fühlte letztlich mit dem immateriellen Teil des Seins auch, wo sie die Hand nun hatte. Daher hatte er wie mit den meisten anderen Gesten auch kein Problem damit, sie zu ergreifen und zu schütteln. Er drückte sie dabei bedächtig, aber nur kurz, ehe er die eigene wieder sinken ließ, zusammen mit der anderen Hand, sodass er die Arme locker zu den Seiten am Körper hielt. "Sehr wohl. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend. Bis morgen." Er schenkte ihr noch ein Lächeln und würde auch warten, bis sie sich abgewandt oder an ihm vorbei gegangen war.

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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Chizuru am Mi 16 Aug 2017 - 22:23

Er musste tatsächlich darüber nachdenken, gut das Unternehmen gab es hier noch nicht sonderlich lange, dennoch sollte man das in einer höheren Position, wie seiner, wissen. Ein kurzes Stutzen auf seine Antwort und sie war bereits am rechnen. Sie hatte mit deutlich mehr gerechnet, immerhin war es ein lukratives Geschäft für Vampire. Eventuell bekam man ja sogar Mitarbeiterrabatt, so erstaunte sie es doch, dass es nur zwanzig Prozent zu sein schienen. "Selbstverständlich, dennoch wäre es nicht ungewöhnlich, wenn die Prozentzahl deutlich weiter oben liegen würde." Mehr gab es dazu wohl kaum zu sagen. Sie war nicht die fähigste Kämpferin, dafür aber eine gute Strategin, sie würde schon irgendwie durchkommen, allerdings war sie sich auch zu neunzig Prozent sicher, dass sie, solange sie am Arbeiten war, nichts zu befürchten hatte. Falls doch, so würde es ihr eine Freude sein die Kräfte eines Vampires aufzuzeichnen.
Als Constantine sich zu ihr hinab beugte, wusste sie ihn nicht so recht einzuschätzen. Hatte sie ihn verärgert? Sie wich zumindest nicht zurück, sie erkannte ihn im Augenblick nicht als Gefahr an, also konnte sie genauso gut auch stehen bleiben. Sie hatte lediglich ihre verschränkten Arme von einander gelöst und ihr Oberteil wieder etwas zurecht gerückt, nachdem es an der linken Schulter etwas verrutscht war. "Kann ich mir gut vorstellen. Die Vorteile sind mit Sicherheit beachtlich, gut für sie, dass ich ein gutes Labor bekomme." Sie konnte natürlich deutlich besser arbeiten, wenn sie den nötigen Platz hatte und ihre Ruhe hatte sie damit auch. Chizuru ging in diesem Moment von gar nichts aus. Sie sah das, wie vermutlich jeder Geschäftsmann: Ich liefere, du zahlst! Alles andere war im Augenblick eher unwichtig. Sie waren schließlich nicht hier, um eine Freundschaft oder dergleichen aufzubauen. Jeder würde seinen Nutzen daraus ziehen.
Wie erwartet schaffte er es ohne weitere Probleme ihre Hand zu ergreifen und sich mit einem leichten Druck zu verabschieden. Eine reine Höflichkeitsfloskel, die wohl angebracht war. Ein freundliches Lächeln bekam sie obendrein auch noch, das sie allerdings nicht erwidern konnte, was er wohl auch kaum hätte sonderlich erkennen können. Im Gegensatz zu ihm schloss sie die Arme erneut vor ihrer Brust, es wurde kühler und Chizuru war auch nur eine Frau, die ihrem Instinkt folgte den Körper warm zu halten. "Hm. Das wünsche ich Ihnen auch." Womit sie an dem Herrn vorbei schritt, ihm aber noch einen kurzen Blick über die Schulter zuwarf. Seltsam höflich, in der Zeit, in der sie lebten, war das schon relativ ungewöhnlich. Normalerweise verschwanden die Männer direkt nach der Verabschiedung, er jedoch wartete noch einen Moment ab. Den Blick wieder nach vorn gerichtet machte sie sich auf den Heimweg. Ohne dort noch großartig zu packen, machte sie sich gleich ins Bett. Sie konnte einen guten langen Schlaf gebrauchen, man konnte es auch Vor-schlafen nennen. Was natürlich nicht unbedingt gegen die Müdigkeit in der nächsten Nacht helfen würde, aber es war einen Versuch wert.
Tatsache schlief sie bis in den Mittag, eine kurze Dusche und die morgendliche Hygiene, danach hatte sie einen kleinen Rucksack zusammen gestellt. Verschiedene Geräte, die wohl kaum jemand kannte, einige Teile, von denen sie sich sicher war, dass sie sie brauchen, so wie einige andere Materialien. Den Rest der Zeit verbrachte sie damit im Einkaufsdistrikt weitere Dinge zu besorgen, die sie eventuell brauchen würde, was nichts daran änderte, dass sie mit Sicherheit noch einmal los musste.
Natürlich stand sie pünktlich, um nicht zu sagen auf die Sekunde genau, in der Eingangshalle von Bloodrain ltd. Sie hielt nichts von Verspätungen oder von Leuten, die zu früh kamen. Leute, die zu früh auftauchten, störten den Betrieb, die die zu spät kamen konnten ihre Arbeitszeit nicht voll ausnutzen und am nächsten Morgen würde sie das Labor sicherlich wieder abgeben müssen. Sie musterte die Umgebung, ob man sie anstarrte oder nicht war ihr relativ egal, immerhin hatte sie nicht gesagt, wo sie hin wollte und laut Constantine würde das auch nicht nötig sein. 19:45 Uhr und eine Chizuru mit fast dem selben Outfit, wie am Tag zuvor, wartete. Wieder ein weiter Pulli, der ihre Figur praktisch nicht umstrich, die Ärmel viel zu lang, doch Taschen besaß er - ganz wichtig. Ein kleiner Rucksack baumelte von ihrer linken Hand und streifte leicht den Boden, die Träger waren zu lang. Mit einer lockeren Haltung musterte sie den Thresen und das Empfangspersonal, zumindest für eine Minute, was vielleicht auch schon zu lange war.
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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Constantine am Do 17 Aug 2017 - 7:59

Da Chizuru nur zwei Aussagen traf, die keiner weiteren Kommentare von seiner Seite aus bedurften, waren Constantines Abschiedsworte das einzige und letzte, was sie an diesem Abend noch von ihm hörte. Er wandte sich um, nachdem sie an ihm vorbeigegangen war, und verfolgte noch einen Moment lang, wie sie sich nach einem letzten Blick über die Schulter entfernte. Natürlich war das eine Geste der Höflichkeit, und sie war auch gar nicht so aufgesetzt. Was den allgemeinen Umgang mit Personen betraf, war Constantine zwar nicht der respektvollste und umsichtigste Typ, und wenn er gerade (also fast immer) der Meinung war, es sich erlauben zu können, äußerte er auch seine Meinung. Aber das bedeutete nicht, dass er sich nicht auf Etikette verstand.
So war das nun einmal, wenn man im neunzehnten Jahrhundert geboren wurde und im zwanzigsten aufwuchs. Höflichkeit gegenüber einer Frau verstand sich für ihn von selbst. Wenn es sich um eine Frau handelte, die seiner Ansicht nach der Höflichkeit wert war jedenfalls. Das bedeutete, dass sie nicht zu aufdringlich, nicht zu hässlich und nicht zu dumm sein durfte. Und da Chizuru sämtliche Negativvoraussetzungen erfüllte, war er höflich zu ihr.

Er wäre auch ebenso pünktlich wie Chizuru am nächsten Tag am Empfang eingetroffen, wenn er nicht zu dem Zeitpunkt noch Lady Bloodrain an der Strippe gehabt hätte, die von ihm wissen wollte, wie es lief. Chizuru war also, nachdem sie eingetreten war, zuerst allein mit der Person hinter dem Empfangstresen. Das Gebäude, das sie betreten hatte, war erst seit ungefähr einem Jahr fertiggestellt und daher sowohl von außen als auch vom Interieur her neu und modern. Die Einrichtung war schlicht, aber stilvoll, sehr sauber, vom Geschmack her aber nicht zu steril. Es gab einen kleinen Wartebereich, in den sie sich theoretisch hätte setzen und eine Zeitschrift lesen können, was aber nichts daran geändert hätte, dass sie auffiel wie ein bunter Hund.
Hinter dem Empfangstresen saß eine junge Frau mit braunen Haaren und stark, aber nicht unpassend geschminkten Augen. Als sie sich erhob und um den Tresen herum kam, weil Chizuru schon seit einem Moment wartete, war festzustellen, dass sie ähnlich klein war wie sie, vielleicht ein kleines Stückchen größer, selbst ohne die Schuhe mit dem Absatz, die sie trug. Sie hatte feine Gliedmaßen, wirkte nach außen hin aber sehr menschlich und kam jetzt zielstrebig, aber nicht energisch zu Chizuru herüber.
Natürlich war sie für den Fall von Constantines Unpünktlichkeit darüber informiert, dass sie eine Einladung hatte.
„Guten Abend, Miss. Sie haben sicherlich einen Termin mit Mister Thorne?“, erkundigte sie sich und blieb vor ihr stehen. Sie lächelte freundlich und ein kleines Schild an ihrer Bluse enttarnte sie als Nozomi Aika.
„Ganz richtig, Aika.“ Sie hatte sich den passenden Moment ausgesucht, in dem Constantine von ihr unbemerkt die letzten Treppenstufen aus dem ersten Stock herunterkam. Er verstaute ein Smartphone in der Innentasche seines dunkelblauen Sakkos, unter dem er ein weißes Hemd trug, und trat näher, sodass er Chizuru bereits zum dritten Mal die Hand reichen konnte. „Guten Abend“, wünschte auch er ihr, lächelte. „Ich hoffe, Sie warten noch nicht allzu lang.“
Mit einer angedeuteten Verbeugung zog Aika sich wieder zurück und trat den Rückweg zum Tresen an.

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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Chizuru am Do 17 Aug 2017 - 19:24

Die Umgebung in diesem Gebäude interessierte sie nicht sonderlich, ein paar Pflänzchen hier, ein Tresen dort, ein paar Sitzmöglichkeiten und was eben noch zu einer Eingangshalle dazu gehörte. Das Übliche eben, nichts Besonderes. Kein Grund sich weiter um zu sehen, zumal sie sich schon dachte, dass Constantine ebenfalls bald hier eintreffen sollte. Sie hatte Verspätungen mit eingeplant. Dass sie hier auf fiel, wie ein bunter Hund war ebenfalls nicht verwunderlich. Vermutlich gingen die Leute, bei dieser Aufmachung, mit eher schicken Klamotten zur Blutbank, zumindest zu dieser. Die Empfangsdame kam dem Vampir zuvor, war aufgestanden und bewegte sich mit recht schnellem Tempo auf sie zu, was ihr einen emotionslosen Blick einbrockte. Nicht, dass sie einen Anderen drauf gehabt hätte. Sie betrachtete die Empfangsdame etwas, die ich direkt vorstellte und auch wusste wer Chizuru war. Bekam deshalb aber keine offensichtliche Reaktion von ihr, zumal Constantine ihr zuvor kam. Er lies nicht lange auf sich warten und streckte erneut die Hand aus, als er bei ihr angekommen war, die die junge Frau ergriff und einen leichten Druck hineinlegte. "Hallo." Entgegnete sie. Wollte er gerade wirklich genau wissen, wie lange sie wartete? Ok, gut, die Antwort wollte sie ihm geben. "Genau drei Minuten, fünfundzwanzig Sekunden und eine Millisekunde." Nicht, dass sie die Zeit gestoppt hatte, sie hatte lediglich auf die integrierte Uhr gesehen, als sie ankam und die Eingangshalle betreten hatte, was sie erneut tat, als er die Treppe hinunter gekommen war. Integriert in was? Natürlich in ihre Kontaktlinsen, es war wohl eher etwas, wie eine Digitaluhr, aber das war wohl gerade eher unwichtig.
Aika hatte sich ebenfalls verabschiedet und bekam von Chizuru ein leicht angedeutetes Nicken, um ihr zu zeigen, dass sie sie nicht ignorierte. Ob es der Dame half zu verstehen, dass es einfach ihr Art war sich so auszudrücken, war eine andere Frage, aus der sie sich nicht viel machte.
Wieder zurück zu dem Vampir, den sie anblickte und dabei den Rucksack nach oben zog. "Wollten Sie direkt los legen oder soll ich mich erst mit dem Gebäude vertraut machen?" Was für einen Sinn es hatte sich das Gebäude anzusehen? Hm... Wahrscheinlich nicht besonders viel. Es war ihr rechtlich egal, was zuerst kam, ins Labor konnten sie laut Constantines Aussage von gestern noch nicht. Was sie allerdings bis dahin anstellen würden, hatte sie nicht mit eingeplant. Sie hatte mit mehr Verspätungen oder auch Unterbrechungen gerechnet.
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Re: Alles nur eine Frage der Technik!

Beitrag  Constantine am Do 17 Aug 2017 - 20:08

Er ließ die Hand wieder sinken und runzelte die Stirn, weil Chizuru ihm angab, wie viele Minuten, Sekunden und Millisekunden er nun zu spät war. Dabei hatte er sie ja nicht einmal danach gefragt, sondern nur geäußert, zu hoffen, dass sie nicht zu lange hatte warten müssen. Drückte ihre Zeitangabe nun aus, dass es ihr zu lang war? Er nahm es nur still zur Kenntnis und fragte nicht weiter nach, ganz zu schweigen danach, woher sie denn die Millisekundenzahl kannte.
"Wenn Sie das Gebäude sehen wollen, können Sie das gerne tun", antwortete er auf ihre Frage. "Aber ich nehme an, dass Sie sich nicht allzu genau auskennen müssen, der Weg zum Labor ist nicht weiter schwierig." Sein Blick wurde ein wenig fragend. "Ich würde ansonsten vorschlagen, dass wir direkt dorthin gehen, vermutlich ist dort ohnehin niemand mehr oder der Laborant packt gerade zusammen."
Zwanzig Uhr war eine Zeitangabe mit eingeplantem Puffer gewesen. Plus/minus ein paar Minuten, an manchen Tagen war das Labor bereits um sieben am Abend nicht mehr besetzt, hin und wieder sogar nur bis zum Nachmittag. Es kam ganz darauf an, wie viel zu tun war oder ob es gerade überhaupt etwas zum Forschen gab. Oder zum Untersuchen.
"Kommen Sie." Er wandte sich wieder der Treppe zu und trat hinüber, nahm diesmal aber nicht die Stufen hinauf in den ersten Stock, sondern hinab in das Kellergeschoss. Das Licht dort war schon etwas gedämmt, was darauf hinwies, dass der Betrieb sich schon gelegt hatte. Constantine nahm es aber natürlich nicht wahr. Es ging einen kurzen Gang entlang, klopfte einmal an die Tür, die sich an dessen Ende befand, und trat dann ein. Die Tür schloss er  hinter Chizuru selbst wieder.
Vor ihr tat sich ein Labor auf, an dem sie nichts auszusetzen haben dürfte, selbst wenn sie Ansprüche gestellt hätte. Es war zwar nicht riesengroß wie bei Pharmakonzernen und es gab nicht mehrere Abteilungen für sich, aber dafür abgetrennte Bereiche, die großzügigen Platz hatten, und klein war es auch nicht gerade. Sie würde alle möglichen Gerätschaften finden, mit denen sie Gewebe, Blut oder sonstiges analysieren könnte. Ein wenig separat gelegen gab es sogar ein paar Geräte, mit denen man Untersuchungen an Probanden durchführen konnte. Im Zweifelsfall musste sie nur fragen, und Constantine konnte ihr sagen, ob es hier machbar war.
Geklopft hatte er, weil sich doch noch jemand hier befand. Ein Mann mit schwarzen, zu einem kleinen Pferdeschwanz (oder eher winzigen Puschel) zurückgebundenen Haaren, einer eleganten Brille und einem kleinen Bart, der aussah wie direkt von der Hochschule aus eingewechselt. Er streifte gerade seinen Kittel ab. "Hallo", sagte er, ein wenig skeptisch zwar, aber nicht unfreundlich, da er natürlich Constantine kannte. Er nickte ihm zu.
"Bitte, fühlen Sie sich frei, sich einen Überblick zu verschaffen", meinte er dann zu Chizuru und würde sich solange auch im Hintergrund halten, während der Laborant sich auf den Feierabend vorbereitete und in den nächsten Minuten gehen würde.

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