Ein Tag im Jahre 1990

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am So 22 Jul 2018 - 13:20

(Boah! q.q du Fiese)

Auf ihre ergänzenden Worte hin hatte Alexis nicht weiter nachgefragt, weil er seiner Devise treu blieb, die Leute etwas erzählen zu lassen, wenn sie wollten, und nicht zu viel nachzuhaken, wenn sie nicht von sich aus erzählten. Es stand ein wenig im Gegensatz zu der Tatsache, dass er selbst nur sprach, wenn er gefragt wurde, doch das war eine tief in ihm verankerte Angewohnheit, die daherrührte, dass er in seinem ganzen langen Leben einige Jahrhunderte lange Informationen erhalten hatte, ohne danach zu fragen, einfach weil untergebene Personen Bericht erstatteten oder etwas zu sagen hatten, wenn er einmal danach fragte. Gleichzeitig gewährleistete er dadurch, dass sie sich nicht genötigt sahen, zu viel zu sprechen. Sie konnten sich aussuchen, was sie preisgeben wollten. Das war nicht immer so, wenn man noch einmal nachfragte oder nachhakte.
Gleichfalls wollte er sich anderen nicht aufdrängen, indem er in ausschweifenden Erzählungen endete, und da er ohnehin niemand der vielen Worte war, führte es eben zu diesem Gegensatz in seiner Ansicht. Natürlich hatte das dann und wann schon zu Missverständnissen geführt, doch es bewegte ihn nicht dazu, sich zu verändern.
"Ich kam hierher, als Capital City gerade neu aufgebaut wurde. Zu einer Zeit, als der alte Name Miyako noch geläufiger war. Ich konnte mit den vielen unterschiedlichen Personen hier neu anfangen und musste mich nicht in etwas bereits Existentes einfügen. Damit habe ich zuweilen Schwierigkeiten. Vielleicht hatte ich zu dem Zeitpunkt auch genug gesehen und hatte nicht mehr das Bedürfnis, diesen Ort wieder zu verlassen", antwortete er auf Liliths Frage.
Sie waren an einem Wohnhaus angelangt, das nicht gerade wie der geborene Ort für einen Zugang zum Untergrund wirkte. Doch auch Alexis war bekannt und bewusst, dass sich der Untergrund nicht allein im Untergrund abspielte. Es war nur ein Synonym für Machenschaften abseits der Gesetze und Öffentlichkeit. Auch er hatte diese Wege bereits genutzt, wenngleich nicht zu Zwecken wie dem heutigen. Dementsprechend hätte er Schwierigkeiten gehabt, ohne Liliths Hilfe auch nur irgendjemanden zu finden, der sich eignete oder wenigstens wusste, wer sich eignete.
Sein Blick blieb an dem Schild neben der Klingel hängen, die Lilith betätigt hatte. Den Namen kannte er nicht.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Mo 23 Jul 2018 - 11:23

(Gaaar nicht :< ich bin die Nettigkeit in Person!)

Seinen Worten lauschend, während ich noch immer neben ihm her lief und auch versuchte circa gleich mit ihm auf Schritt zu bleiben, sah ich kurzzeitig auch zu ihm und sah dann nachdenklich zu Boden. Der alte Name von Capital City und die Neugründung war eine Zeit, an die ich mich zwar erinnerte, doch da ich kaum Interesse daran hatte, zu jener Zeit. Trotzdem konnte ich es nachvollziehen, dass es einfacher war an so einen Ort zu kommen, da das Leben an einem Ort schwerer war, wenn es schon länger bestand. Man konnte nicht behaupten, dass in einer sehr "familiären" Nachbarschaft die Aufnahme in diese einfach glücken sollte. Ständig diese kritischen Augen.
"So ist das also.." Sagte ich, wollte eigentlich noch mehr Fragen an ihn stellen, doch da ich wusste, dass wir gleich da waren, blieb ich bei meiner Aussage und fügte keine weitere mehr an. Ich wollte ihn immerhin nicht dazu bringen zu reden, wenn gleich jemand in unser Gespräch einsteigen könnte, denn dann mussten wir es abbrechen und wer konnte schon sagen, ob er dann zu Ende erzählen konnte. Er schien zwar nicht wie eine Person, die einen Drang hatte alles zu Ende zu erzählen, was man sie fragte, aber es wäre trotzdem unhöflich gewesen, denke ich.
Ich klingelte beim Namen "Gryper" und wartete mit Alexis an der Tür. Ich hatte ein recht zuversichtliches lächeln aufgesetzt, denn die Person, die hinter der Tür wartete - also dann in der Wohnung natürlich - war mir sicher sehr bekannt. Bekannt genug, sodass ich mich bei ihr zumindest wohlfühlen konnte. Aber es tat sich nichts. Mein lächeln verschwand und ich wandte meinen Blick kurz nachdenklich zu Alexis, bevor ich noch einmal die Klingel betätigte. Wieder passierte nichts, wodurch ich meine Arme vor meiner Brust verschränkte und ein leicht genervtes "Hmpf" von mir gab. "Das ist seltsam. Eigentlich müsste er hier sein." Gab ich nur von mir und überlegte kurz was wir jetzt machen könnten. Ich schaute kurz die anderen Namen auf der Klingel an, überlegte ob wir uns durch klingeln sollten, damit jemand die Haustür aufmachen konnte, konnte mich jedoch noch nicht entscheiden. "Du hast sicherlich nichts dabei um ein Schloss zu knacken, oder?" Fragte ich ihn mit gerunzelter Stirn. Ja, man konnte mir ansehen, dass ich entweder genervt war dadurch oder das irgendwas nicht ganz koscher war.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Mo 23 Jul 2018 - 21:41

(*verschluckt sich* äh... oh... ja klar ... xD)

Alexis würde sicherlich nichts dagegen haben, wenn Lilith zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf ihr voriges Gesprächsthema zurückkommen würde. Sein Neuanfang in Capital City war nichts, was ihm unangenehm oder zu privat zu erzählen war, sodass sie an dieser Stelle sicherlich einhaken und ihm Informationen entlocken konnte. Sofern es sie dann noch interessierte. Doch zunächst war dies hier wohl drängender. Oder vielmehr das zerbrochene Siegel, das dafür gesorgt hatte, dass er nun überhaupt hier mit ihr stand und sich dazu gezwungen sah, ihr zu trauen.
Sie hatte schon geklingelt, doch auch nach mehreren Sekunden kam keine Reaktion. Weder in Form eines leisen Surrens, noch in Form einer Gegensprechanlage, die kratzend zum Leben erwachte, noch in Form einer Person, die ihnen gar die Tür öffnete. Lilith versuchte es erneut.
"Könnte er nicht außer Haus sein?", erkundigte Alexis sich zurückhaltend, da es für ihn nicht seltsam war, wenn jemand anderes gerade mal einkaufen ging oder einfach so nicht zu Hause war, obwohl er selbst den Großteil seiner Zeit innerhalb der eigenen vier Wände verbrachte. Doch Lilith schien es seltsam zu finden. Zumindes in Hinblick auf diese Person, einen Mann, wie durch ihre Worte nahelag.
Bei ihrer Frage drehte er den Kopf etwas zu ihr und betrachtete sie einen Moment lang, doch falls er ihre Intention missbilligte, so war es ihm nicht anzusehen. Wahrscheinlicher war jedoch, dass er abwägte, ob es angemessen war, eine vollumfängliche Antwort abzuliefern. Und genaugenommen war er wirklich nicht derjenige, der andere Personen dazu ermahnte, jedes Gesetz zu befolgen und nicht fernab des legalen Weges zu wandeln.
Immerhin hätte er dann kaum mit Lilith hier gestanden.
"Nein. Doch ich kann es dennoch öffnen", gab er schließlich zu und näherte sich ihr, bis er direkt neben ihr und vor der Tür stand, sofern sie nicht zur Seite trat. Er hob die Hand vor das Schloss, bis die Handfläche davor schwebte, ohne es zu berühren. Seine Finger bewegten sich leicht, und es dauerte ein paar Sekunden, doch schließlich klickte es leicht und die Tür sprang aus dem Schloss. Mit den Fingerspitzen drückte er sie auf und ließ Lilith den Vortritt.
Ein Türschloss war nicht die allerleichteste Übung. Die Schlösser waren meist etwas komplexer und es war nicht so leicht, die Stifte so zu verschieben, bis es sich drehen ließ und so den Riegel in die Tür zog. Aber es war machbar mit etwas Konzentration.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Do 26 Jul 2018 - 20:44

(So böse Dx)

Ich stand nachdenklich vor der Tür mit Alexis zusammen, legte mein Kopf auf die eine, dann wieder auf die andere Seite und wartete, ob noch etwas passieren würde. Aber dem war nicht so. Die Frage die Alexis mir stellte war wohl berechtigt, denn es konnte ja immer mal sein, dass eine Person plötzlich nicht Zuhause war. Davon bin ich sogar ausgegangen, in diesem Moment.. jedoch wäre es nicht per se positiv.
"Das befürchte ich.. leider jedoch negativ." Kommentierte ich es kurz, bevor ich noch schnell überlegte, einen Gedanken dran zu hängen, damit er auch verstand wie ich es meinte. "Er hat mir versichert heute hier zu sein. Und nach seinem gewöhnlichen Ablauf, wäre er auch heute hier." Sagte ich noch dazu, damit er meine Sorge verstand, die sich zwar nicht in meiner Stimme wiedergab, sondern eher an dem Inhalt den ich von mir brachte. Es war auch eher so, dass es nicht normal ist, dass er plötzlich eine Planänderung hatte, die ihn woanders hin brachte. Es gab nur Dinge, die nicht ins Muster passten.
Ich wandte mich an Alexis mit meiner Frage an Werkzeug, auch wenn ich schon davon ausging, dass er nwohl nichts hatte, immerhin kam sowas wohl eher selten vor. Trotzdem hätte er ja wohl irgendwas haben können. Er schaute mich für eine Moment an, bevor er seinen Mund wieder bewegte. Ich sah ihn leicht irriertiert, leicht interessiert an, als er meinte, er könne es trotdzem öffnen, wofür ich dann auch ein Schritt von der Tür weg ging, da ich mich schon dachte, dass er wohl etwas Platz brauchte. Wollte er sie aufbrechen? Falls ja, würde ich ihn vermutlich noch aufhalten, doch war das gar nicht nötig und der Gedanke verflog recht schnell wieder.
Mit einer Art von Magie, hatte Alexis es geschafft die Tür zu öffnen und er hatte es auch damit bewiesen, dass er sie einfach kurz aufstumpte. "Du hast ziemlich viel beeindruckendes an dir." Sagte ich mit einem kurzen lächeln, bevor ich an ihm vorbei ging und mich im Hausgang kurz umschaute. Es sah alles recht normal aus - waren keine Auffälligkeiten hier, bis auf ein paar Abdrücke von dreckigen Schuhen auf dem Teppich im Eingangsbereich. Vielleicht zu viele Abdrücke? Wir mussten in den ersten Stock kommen, also die Treppe nehmen. Glücklicherweise war das nicht viel, weswegen ich auch etwas nach oben sprintete und eventuell Alexis hinter mir zurückließ, doch er konnte selbst entscheiden ob er überhaupt mit hoch wollte oder nicht. Aufhalten würde ich ihn wohl nicht. Vor der Tür wartete ich dann einen Moment und musterte diese nur sehr kurz. Der Gedanke, ob ich denn klopfen sollte, stellte sich gar nicht, denn man konnte sehen, dass sich wer am Schloss zu schaffen gemacht hatte und mit einem kurzen drücken, sprang die Tür auch normal auf; mit einem leisen quietschen.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Mi 1 Aug 2018 - 17:56

(gar net T_T)

Alexis hatte Liliths Worte bezüglich der Person, der sie nun den Besuch abstatten würden, mit einem leichten Nicken zur Kenntnis genommen. Wenn ihr etwas anderes gesagt worden war, als wie sie es nun antraf, dann konnte er ihre leichte Sorge oder wie man es bezeichnen wollte, gut nachvollziehen. Und wenn es keinen Grund zur Sorge gab, so war es zumindest ein wenig ärgerlich. Wenngleich sicherlich eher für ihn, der er ja die Hilfe gerade wirklich benötigte. Es sei denn, auch Lilith brauchte etwas von der Person.
"Ich danke dir", erwiderte er mit einem schwachen Lächeln, weil er ihre Worte bezüglich seiner Fähigkeiten als eine Art Kompliment auffasste. Zugegebenermaßen, die Schattenmagie war meist äußerst praktisch, auch wenn sie sich am besten dafür eignete, Gewalt anzuwenden oder Gewalt abzuwenden. Man konnte kein Blei zu Gold machen oder Wasser zu Wein. Allerdings benötigte er sie in den heutigen Zeiten auch ausgesprochen wenig. Kein Wunder, wenn man so zurückgezogen lebte wie er. Man geriet einfach nicht in Schwierigkeiten und zog damit höchstens mal die Vorhänge vor.
Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit, Lilith ins Innere des Hauses zu folgen. Er war dabei aufmerksam und streckte die imaginären Fühler nach Unregelmäßigkeiten aus. Er war auch ohne das Siegel nicht in der Lage dazu, Auren oder normale Präsenzen weit oder durch mehrere Wände hindurch zu erspüren, doch er bemerkte etwas Dunkles oder Lichtes, wenn es sich in der Nähe befand. Vielmehr gebot es aber auch die Höflichkeit, mitzukommen, immerhin wollte er keinesfalls Lilith vorschicken, damit sie alles regelte.
Schon gar nicht, wenn ihr irgendetwas seltsam erschien. Und oben im ersten Stock stellte sich auch gleich heraus was, denn die Wohnungstür war am Schloss beschädigt und ließ sich ohne weiteres öffnen. Alexis würde Lilith hinein folgen. Dass sie vorsichtig sein sollte, sagte er ihr nicht, denn sie wusste es sicherlich selbst.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Fr 3 Aug 2018 - 19:08

(Guckt aber schon so böse im Ava! Also böööse! Dx )

Er hatte nicht geantwortet, er war wohl nicht da und im Hausgang war auch niemand. Mit kurzen Worten zu Alexis, die er dankend annahm, hatte ich mich auch schon nach innen gewandt und ging schnell nach oben. Alexis war mir gefolgt und ich hätte ihm wohl auch nicht gesagt, dass er unten bleiben soll, denn wer wusste schon, was auf mich zukommen würde. Da war es besser, wenn man gemeinsam oben war? Zudem hätte man nun auch eine verletzte Person finden können und damit jemand Hilfe holen konnte... zu viele Gedanken schwirrten mir durch den Kopf, bis ich das kaputte Schloss gesehen hatte und langsam die Tür aufstieß.
Ich lauschte einmal nur kurz, doch hatte ich nichts gehört, was irgendwie merkwürdig war. Was natürlich auch nicht gut war, doch es waren keine Stimmen zu vernehmen. Im Eingangsbereich, konnte man noch nicht viel sehen, nur das der Boden etwas dreckig war, doch es schien nicht so auffällig zu sein, für dieses Haus. Oder diese Gegend? Ich reagierte jedoch nicht darauf, was wohl ein Zeichen dafür war, dass es nicht wirklich etwas besonderes war. Ich ging die ersten Schritte hinein, lief durch den kurzen Gang der Wohnung, die auf der rechten Seite auch gleich schon eine Tür zur Küche hatte, wo ich auch schon stehen geblieben war. Der Kühlschrank stand weit offen, Essen war am Boden zu finden und einige Flaschen Bier standen offen herum. Wenn man genau hinsah, konnte man auch sehen, dass nicht alles leer getrunken wurde. "Was zur.." Gab ich nur von mir und ging kurzzeitig in die Küche hinein um mir alles genau anzusehen. Ich war noch nicht weiter in die Wohnung gegangen, weil ich gerade selbst noch Richtung Kühlschrank schaute, bevor ich jedoch dann mit schnelleren Schritten an einer geschlossenen Tür weiter ging, dann einmal links schaute, wo das Schlafzimmer war, welches genauso verwüstet war und rechts öffnete ich die Tür zum Wohnzimmer. Dieses war eigentlich ein Ort der etwas mehr verkabelt war durch verschiedene Geräte, doch standen an zwei Wänden auch Schreibtische mit sehr viel Dokumenten, die darauf gelagert wurden. Ein richtiges Wohnzimmer war dies nicht, sah mehr aus wie ein Arbeitszimmer. Wobei das jetztige Problem war, dass es mehr eine Müllhalde ähnelte, da grundsätzlich alles am Boden lag, was es an Dokumenten gab. Zudem gab es Spuren eines Kampfes, durch umgeworfene Möbel, zerstörte Möbel und an manchen Papieren konnte man Blutflecken erkennen. Personen waren hier keine.
Ich atmete tief durch, bevor ich leicht zwei Schritte in das Zimmer machte.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Di 7 Aug 2018 - 16:23

(HAH! Jetzt nicht mehr =3)

Alexis war normalerweise nicht der Typ dafür, gleich das Schlimmste zu befürchten, wenn etwas im ersten Moment nicht so war, wie es das sein sollte. Doch die Tatsache, dass die Wohnungstür schon mal aufgebrochen aussah, war relativ eindeutig und ging einschlägig in Richtung Einbruch, weshalb die Bierflaschen in der Küche, denen er an Lilith vorbei einen Blick zuwerfen konnte, ihn nicht einfach annehmen ließen, dass hier vielleicht einfach ein lustiger Abend mit etwas Alkohol stattgefunden hatte.
Wäre Lilith länger in der Küche geblieben, so wäre er selbstständig weiter in die Wohnung hineingegangen und hätte sich umgeschaut, doch da sie nur einen Augenblick benötigte und dann recht zielstrebig weiterlief, folgte er ihr lieber. Sie kannte sich hier immerhin mehr aus als er. Dafür konnte er sich die Zeit lassen, hinter sie zu lauschen und seine Aufmerksamkeit auch kurz an der verschlossenen Tür hängen zu lassen, die vermutlich in ein Badezimmer führte. Doch nichts schien ihm verdächtig zu sein. Außer eben das offensichtliche, nämlich die fehlenden Bewohner, die Verwüstung in der Küche...
Und jene in dem Arbeits-Wohn-oder-vielleicht-auch-Aufenthaltszimmer. Papier und andere Dokumente lag auf dem Boden verstreut, und die rötlichen Flecken kamen Geruch und Farbton nach zu urteilen auch nicht von umgekipptem Rotwein. Er blieb im Türrahmen stehen, während Lilith weiter eingetreten war.
"Mir erscheint hier nichts Positives geschehen zu sein", stellte er nach einem Augenblick fest. Überflüssigerweise eigentlich, doch die Stille aufrechtzuerhalten, war wohl auch nicht besser. "Hat deine Bekanntschaft Feinde?"

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Mi 8 Aug 2018 - 1:42

(Mit einem Eis kann man auch nicht so einfach böse gucken! D: xD)

Unsicher fühlte ich mich nicht, doch war es vermutlich trotzdem besser, dass Alexis den Weg hier her mit gegangen ist, auch wenn es keine Gefahren hier gab. Wer wusste, was hätte passieren können. Egal wie, zu zweit war es auf jeden Fall besser. Doch nachdem wir durch die Wohnung kurz gegangen waren und am Ende in dem Zimmer angekommen waren, wo sich eigentlich mein Bekannter hätte aufhalten sollen, wurden alle Befürchtungen bestätigt: Er wurde entführt. Nun gut, er hätte auch hier, leblos liegen können. Ich wusste jedoch nicht was schlimmer gewesen wäre. Ich legte nachdenklich einen Finger an meine Lippen, sah mir das Chaos an, konnte jedoch mit diesen Dokumenten sowieso nichts anfangen, weshalb ich auch gar nicht erst etwas davon anfasste. Nur Alexis brachte mich aus meinen Gedanken heraus, mit einer Frage, die ich an sich einfach beantworten konnte. "Ja, die hat er." Das war ein großes Problem. Immerhin wusste ich nicht, 'wer' das war. Viele Feinde hieß in diesem Fall nämlich auch viele Verdächtige. Ich biss die Zähne etwas zusammen, ging zum Schreibtisch und schaute schnell, ob ich eine Nummer finden konnte, die man für Notfälle - nein, nicht die offiziellen Nummern der Polizei oder etwas derartiges - dieser Art hätte verwenden können. Hier die Polizei her zu rufen wäre.. nicht gut. Doch ich fand nichts.
"So ein Mist." Gab ich nur fluchend von mir und ballte meine Hände zu Fäusten, wütend darüber, dass ich gerade etwas überfragt war. Und dann auch noch mit einem Fremden hier, dem ich eigentlich helfen wollte. Wow, wie unfassbar passend das alles doch ist. "Das ist nicht gerade die Hilfe, die ich dir bieten wollte." Sagte ich, versuchte leicht zu lächeln dabei, wobei man sehen konnte, dass mehr zwanghaft war. Er konnte sicher verstehen, dass ich nicht so.. gut gelaunt war gerade - aber an ihm auslassen würde ich es sicher auch nicht.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Mi 8 Aug 2018 - 19:31

(Hrrhrr x3)

Alexis' Gesichtsausdruck veränderte sich nicht bei der Nachricht, die er von Lilith erhielt. Sicherlich empfand er es jedoch nicht gerade als schön, zu hören, dass Liliths Bekannter tatsächlich Feinde sein Eigen nannte. Gut, die meisten hatten in ihrem Bekanntenkreis mindestens eine Person, die sie nicht leiden konnte oder mit der sie unschöne Erlebnisse teilte. Aber... In den selteneren Fällen führte dies zu einem Einbruch oder einer blutigen Auseinandersetzung.
In diesem Fall leider jedoch schon. Das erschwerte die Situation für Alexis ungemein, denn Lilith war schon sein Glück im Unglück gewesen. Wie hoch war da die Wahrscheinlichkeit, dass er noch jemandem zufällig begegnete, der eine Idee hatte, wie er ihm helfen konnte. Oder überhaupt dazu bereit war, ihm zu helfen, obwohl nicht schwer zu erkennen war, dass Alexis anderen Dämonen gegenüber lieber vorsichtige war.
Dennoch war dies hier kaum etwas, wofür Lilith etwas konnte, und deshalb dauerte es auch nicht lange, bis Alexis eine leichte Geste mit der Hand machte, die man vielleicht noch im achtzehnten Jahrhundert von irgendwelchen Edelleuten gewöhnt gewesen wäre, aber nicht in der heutigen Zeit. Allerdings war sie auch nicht von oben herab gemeint, sondern diente eher der Beschwichtigung. "Ich mache dir keinen Vorwurf", sagte er. Gleichzeitig ging er jedoch auch nicht davon aus, dass Lilith glaubte, er sei nun sauer. "Ich verstehe dich." Allerdings wusste er im Gegenzug, dass ihr Lächeln kaum echt war. Man konnte einfach sehen, dass es aufgesetzt war, weil sie sich möglicherweise ärgerte.
"Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, deinen Bekannten zu finden. Ihm zu helfen, wäre eine Möglichkeit für mich, mich erkenntlich zu zeigen."

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Do 9 Aug 2018 - 20:01

( :> )

Ich musste erst einmal etwas durchatmen. Nicht weil ich in Tränen ausbrechen würde, sondern weil ich einen freien Kopf brauchte um nachzudenken. Das Gespräch mit Alexis war zumindest auch eine Ablenkung davon, denn es erinnerte mich grundsätzlich erstmal daran, dass wir doch ein anderes Ziel hatten. Was mich eigentlich mehr interessieren sollte, war wohl die vermeintliche Entführung, aber ich hatte Alexis gesagt, dass ich ihm helfen werde, weshalb ich das nicht aus meinem Hirn verdrängen wollte. Mein Schatten, der hier vermutlich schwächer zu erkennen war durch das wenige Licht, zuckte auf, was wohl aus Verärgerung entstanden war. Nicht über Alexis.
"Immerhin." Noch immer meine schwaches lächeln, an ihn gerichtet, hatte ich vermutlich nicht weiter über seine Geste nachgedacht oder ihr keinen besonderen Wert zugemessen. "Musst du nicht." Sagte ich und winkte es kurz mit meiner Hand ab, weil wir ja noch was ganz anderes zu tun hatten, bevor wir hier weiter machen würden. Oder? "Erst mal müssen wir uns um dein Problem kümmern. Ich denke, dass hat Vorrang." Ich war mir nicht wirklich sicher. Wie lange würde es dauern ihn zu finden? Lebte er überhaupt noch? Ach, keine Ahnung. Alexis' Problem war für mich gerade irgendwie wichtiger, weil ich es nicht einschätzen konnte. Entführungen.. war diese hier nicht die erste, die ich miterlebt hatte. Okay, mein Kopf war wirklich voll.

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