Ein Tag im Jahre 1990

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Mi 11 Jul 2018 - 17:37

(Alexis macht sich Sorgen und Lilith denkt an Leute ohne Finger! Tztztz xD)

Lilith hatte recht; Alexis' Geste, den Ring auf seine Handfläche zu legen und diese ihr ein wenig entgegenzustrecken, bedeutete keineswegs, dass ihr damit erlaubt war, ihn an sich zu nehmen. Passiert wäre sicherlich nichts, nichts im Hinblick auf das zerstörte Siegel zumindest. Denn ihre Nähe und direkter Hautkontakt wären wirklich eher suboptimal gewesen. Doch entweder verstand sie es richtig oder sie hatte Grund genug, den Ring nicht einfach zu nehmen.
Mit ihrem Blick zu seiner Hand hatte sie auch sicher feststellen können, dass sich an dieser noch ein weiterer Ring befand. Er war sehr fein und aus hellsilbernem Material, aber absolut schlicht. Und sicher war es auch kein Zufall, dass er dort an seinem Ringfinger steckte. Und da er den zerbrochenen schwarzangelaufenen Ring auf seine rechte Handfläche gelegt hatte, war auch an der rechten Hand zu sehen, dass diese zwei weitere Ringe zierten. Nämlich an Zeige- und Mittelfinger.
Man konnte Alexis nun unterstellen, dass er ein Faible für Handschmuck haben mochte. Tatsächlich trug er jedoch keinen der Ringe ohne Grund.
"Es ist schade", erwiderte er auf ihre Aussage, dass sich offenbar doch keine einfachere Lösung anbahnte, "doch ich hatte mir um dergleichen auch keine Hoffnungen gemacht. Ich folge dir auch weiterhin." Andere Leute hätten es sicher anders formuliert, doch sein Tonfall war immerhin in der Lage dazu, auszudrücken, dass Lilith sich keine Sorgen machen musste, in ihm irgendwelche Hoffnungen geweckt zu haben. Enttäuscht war er nicht.
Er war die schwierigeren Wege gewohnt...

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Mi 11 Jul 2018 - 17:49

(Die Sorge ist ihm richtig ins Gesicht geschrieben! xD - Aber das ist eine wichtige Frage! Was machen Leute ohne Finger xD)

Das mustern der Hände hatte sich tatsächlich gelohnt - auch wenn das mustern dafür vemutlich schon etwas zu viel ist - denn ich konnte weitere Ringe an seiner Hand sehen. Für mich war zwar vorläufig dieser Ring in seiner Hand wichtiger, doch nachdem es sich herausgestellt hatte, dass es für uns wohl erst einmal keinen weiteren Wert hatte; solange wir uns nicht eventuell an dem gleichen Siegel orientieren wollen und jemanden suchen, der genau das gleiche machen konnte? Doch da er schon einen magischen Ring hatte, der äußert nützlich war, eventuell waren die anderen Ringe für eine ähnliche Funktion da? Er hatte immerhin noch nicht gesagt, dass er nur einen Ring zum versiegeln hatte - auch wenn die Vermutung vermutlich doch recht nahe lag, da er es mir doch dann sicherlich schon gesagt hätte.
"Sind das auch magische Ringe?" Fragte ich ihn einfach heraus. Wenn man meine Finger betrachtete - oder auch mein Gesicht, dann konnte man schon feststellen, dass ich kein Schmuck trug. Das war auch nicht wirklich mein Stil, vor allem nicht im Gesicht, da ich es an diesem Punkt eher noch als Schwachpunkt sah. Einen Ring zu tragen oder eine Kette, dass ging vermutlich noch. Ich machte mir zwar keine Gedanken darüber, jedoch war es doch interessant, dass der Kerl in der Gruppe mehr Schmuck trug als die Dame. Ein ungleiches Paar waren wir sowieso schon.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Mi 11 Jul 2018 - 18:10

(Ja, diese lebhafte Mimik! xD .... die ... haben Pech! =.=)

Er bemerkte Liliths Interesse an den Ringen, während er sich zuvor tatsächlich überhaupt keine Gedanken darum gemacht hatte, dass es wichtig für sie sein könnte, darüber etwas zu wissen, um eine Lösung für sein Problem zu finden. Einer der Punkte, an dem man bemerken konnte, dass Alexis für ihn gegebene Tatsachen gerne auf andere Leute projizierte und dadurch aus den Augen verlor, dass sie andere Grundvoraussetzungen hatten.
Langsam schloss er die schlanken Finger um den wie verbrannt wirkenden Ring und hob die geschlossene Hand mit den Knöcheln kurz etwas zu sich als müsste er erst nachsehen, was da war, ohne das Handgelenk dabei jedoch so stark zu beugen, dass Lilith die Ringe nicht mehr betrachten konnte. "Ich kann diesen dazu verwenden, einen Pakt zu besiegeln", antwortete er und deutete mit dem linken Zeigefinger auf den Ring am rechten. Er war verglichen mit den übrigen Ringen der breiteste, obgleich immer noch eher zierlich. Alles andere hätte an seiner schlanken Hand protzig und unpassend gewirkt. Und behindert zudem. Feine Linien waren in das Silber graviert. "Derzeit ist jedoch niemand an mich gebunden, und ich an niemanden."
Sein Blick blieb auf die Ringe gesenkt, nicht zuletzt, weil er Blickkontakt so gern vermied. "Dieser" - er deutete auf den Mittelfingerring - "schützt meinen Grundbesitz vor unbefugtem Eindringen in meiner Abwesenheit. Er ist also magisch." Möglicherweise fiel Lilith ja auf, dass er auf den letzten Ring nicht zu sprechen kam. Ob es war, weil er davon ausging, dass offensichtlich war, um welche Symbolik es sich dabei hatte, oder ob er absichtlich darüber schwieg, war nicht erkennbar.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Mi 11 Jul 2018 - 19:29

(Oooooh :< )

Nachdem ich meine Frage gestellt hatte, musste ich eigentlich erst einmal nur zuhören, wobei ich sogar noch weiterhin hier stehen blieb und mich nur kurz umsah, ob denn nicht zu viele Leute in der Umgebung waren. Ich empfand es im Moment nicht so und wenn Alexis sich davon gestört fühlte, dann müssten wir vermutlich einfach an einen anderen Ort weiterreden. Dabei laufend wäre jedoch wieder hinderlich, denn dann hatte ich vermutlich mehr Schwierigkeiten mir die Ringe auch einmal anzusehen. Meine Sorge, dass es ihm unangenehm sein konnte, war sowieso unbegründet, denn er fing einfach an darüber zu sprechen. 'Einfach'.
"Einen Pakt? Inwiefern? Was für eine Art von Pakt?" Ein Pakt konnte vieles sein. Es musste ja nicht wirklcih viel sein und wenn er es gar nicht erklären wollte, dann.. konnte ich nur schwer etwas dagegen sagen. Ich glaubte jedoch nicht, dass es ein großes Geheimnis war, welche Fähigkeit er damit verband, denn wenn er schon frei darüber sprach, was diese überhaupt konnten? Der zweite Ring war schon erstaunlicher und ich betrachtete diesen dadurch etwas eindringlicher. "Das ist.." Ich musste kurz überlegen, welches Wort man dafür verwenden konnte. Mächtig? Beeindruckend? "..Beneidenswert." Ein Ring der sowas konnte? "Wo hast du diesen denn her?"
Mir war aufgefallen, dass von den drei Ringen, einer nicht weiter genannt wurde. Ich legte meinen Kopf leicht schief; nur ganz leicht, und sah kurz nach oben in das Gesicht von Alexis. Der Grund weshalb er einen weiteren Ring tragen konnte, war entweder ein großes Geheimnis, das damit verbunden wurde, oder das übliche Zeichen, dass eine weitere Person wohl auch einen Ring trug und in einer Art Bund mit ihm stand. Vor allem an diesem Finger. Ich ging jedoch nicht weiter darauf ein, was hauptsächlich daran lag, dass ich nach magischen Ringen gefragt hatte und wohl mehr Antwort bekam, als ich erwartet hatte.
Ich wandte mich dann wieder etwas von Alexis ab. Er hatte ja gesagt, dass er mir weiter folgen würde. "Dann versuchen wir mal unser Glück." Sagte ich, steckte meine Hände tief in meine Jackentasche und ging ein paar Schritte langsam los, natürlich darauf achtend, dass er auch mit mir läuft.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Sa 14 Jul 2018 - 20:10

(nix ooooh! =P)

Er ließ die Hand langsam wieder sinken und öffnete sie, nachdem er sicher sein konnte, dass Lilith sich die beiden Ringe zur Genüge angesehen hatte. Nach dem dritten fragte sie nicht, wofür er ihr relativ dankbar war. Zwar hätte er ihr eine Antwort nicht sehr ausführlich dazu gegeben, doch die Gedanken an Reana schmerzten ihn, und wenn er nicht darüber sprechen musste, konnte er den Schmerz besser in seinem Inneren verschließen.
Stattdessen konnte er sich ihrer Frage widmen. "Die Art des Paktes können ich und mein Vertragspartner frei wählen, sofern jeder von uns dazu in der Lage ist, die Bedingungen zu erfüllen." Das verstand sich für ihn mehr oder weniger von selbst. Dieser Teil von ihm war durch und durch dämonisch. Der einzige Unterschied mochte sein, dass er niemals auf die Idee kommen würde, seinen Vertragspartner hinters Licht zu führen oder den Pakt jedes Mal zu seinen Gunsten zu verdrehen. Ein Versprechen, das er gab, hielt er.
Und es kam auch nicht von ungefähr, dass er sich selbst zuerst nannte. Falls dies überhaupt auffiel.
Ein schwaches, kaum sichtbares Lächeln spielte für einen Augenblick um seine Mundwinkel, als Lilith den zweiten Ring als beneidenswert bezeichnete. "Jemand hat ihn vor langer Zeit für mich geschmiedet", sagte er mit gesenkter Stimme. "Und ihn mit meiner eigenen Kraft durchdrungen. Ein Gegenstück befindet sich auf meinem Grundbesitz." Dass dieses Gegenstück keinesfalls ein Ring war, erwähnte er nicht. Und natürlich auch nicht, wo genau es sich befand. Das hätte es zu leicht gemacht, den Bann auf dem Grundstück zu untergraben, auch wenn er Lilith nicht so einschätzte, als hätte sie ein besonderes Interesse daran.
Er hatte sich gemeinsam mit ihr wieder in Bewegung gesetzt und hielt weiterhin respektvollen und sicherheitshalben Abstand zu ihr. Eine kleine Weile waren sie nun schon unterwegs. Nach dem zu urteilen, was sie gesagt hatte, mussten sie den von ihr erwähnten Zugang zum Untergrund bald erreichen.
"Lebst du schon lange hier?", fragte er sie. Und da er kaum sprach, wenn man nichts zu ihm sagte oder ihn Dinge sagte, und selten belanglose Fragen stellte, war davon auszugehen, dass die Antwort Alexis wirklich interessierte.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Sa 14 Jul 2018 - 21:15

( :< .. xD)

An den dritten Ring hatte ich wirklich nicht gedacht. Zumindest daran gedacht schon, aber er hatte ihn nicht erwähnt, weshalb ich auch nicht weiter darauf einging. Zudem hatte ich nach magischen Gegenständen gefragt und nicht nach der Menge der Ringe, weshalb es wohl auch wieder egal war, denn damit konnte ich praktisch schon sagen, dass dieser Ring vermutlich einfach nicht magisch war. Ob ich mich echauffieren konnte, wenn man behaupten würde, der Ring sei eventuell emotional-magisch geladen? Das wäre wohl zu weit her geholt und sicher war ich mir auch nicht. Es konnte zudem auch einfach ein Ring einer bestimmten Vereinigung sein, welche dies als Mitgliedssymbol hatte.
Über den Parkt selber, kam nicht wirklcih viel heraus, was wohl daran lag, dass es wohl recht offen lag. Eine Art Vertrag einfach? So versuchte ich es mir zu erklären, weswegen auch nur ein kurzer bestätigender Ton von mir kam, da ich eigentlich nichts dazu zu sagen hatte. Ein weiterer Grund, weshalb ich nicht weiter auf den Pakt-Ring eingegangen war, war die Existenz des anderen Rings, welcher sein Grundbesitz schützte. Nicht nur das der Ring beneidenswert war, er war auch noch sehr nützlich. Okay, er war wegen der Nützlichkeit so beneidenswert und ich hätte wohl sehr viele Fragen dazu stellen können, fragte jedoch erst einmal, woher er diesen überhaupt hatte. Ob ich den auch haben könnte?... aber wofür sollte ich diesen haben. Oh, hoffentlich klaute niemand meine alten Zeitungen.
"Du scheinst ja viele Leute zu kennen, die sehr nützliche Fähigkeiten haben." Kommentierte ich es mit einem lächeln, was eigentlich auch trotzdem sehr ernst gemeint war. Jemand der ein Siegel für ihn erstellen konnte; jemand der ein Ring herstellen konnte, der sein Grundbesitz schützt. Ob er noch andere, sehr mächtige, Juweliere kannte? "Das heißt, du lebst auch schon eine ganze Weile. Stammst du denn aus diesem Land?" Fragte ich gleich mal hinterher um zu erfahren, ob er denn schon "immer" in Aeda war. Nun gut, er war ein Dämon. Ich wollte nicht direkt sagen, dass man als Dämon hier aufwachsen konnte und dann nicht mal woanders sein. Er.. war mir auch zu fremd, als das ich ihn irgendwie einschätzen könnte.
Nach einer weiteren Weile, die wir uns unterhalten hatten und gelaufen waren, kam auch schon eine Frage, die meiner von vorher ähnelte. "Du meinst in Aeda oder dieser Stadt?" Fragte ich zwar noch kurz dazu, jedoch hatte ich eigentlich auch schon recht schnell weiter gesprochen, weswegen ich nicht mal wusste, ob er überhaupt zum Antworten kommen würde. "Ich lebe schon.. lange in Aeda; aber als sesshaft in einer Gegend würde ich mich nicht bezeichnen." Gab ich ihm zur Antwort. War ja nicht so, als hätte ich eine Wohnung, in einer Gegend, die ein Mann, so wie er aussah, wohl nie betreten würde, außer er wollte nach dem Theaterbesuch erschossen werden - war da nicht einmal diese Comicreihe erschienen? - aber so oft wie ich dort war.. es war nicht oft.
Ein paar mal abgebogen, konnte man schon recht schnell feststellen, dass wir nicht mehr in einer Gegend waren, die von Menschen besucht wurde, die sich grundsätzlich um ihr äußeres Image kümmerten. Wir waren nun nicht in einem Armenviertel oder dergleichen angelangt, doch hatte sich das Bild der Stadt schon geändert.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Mi 18 Jul 2018 - 17:02

(Nu zieh keinen Flunsch! =.=)

Das leichte Lächeln kehrte bei Liliths Feststellung noch einmal zurück und er senkte den Blick, was daran lag, dass seine Erinnerungen einen Moment lang abschweiften. "Das kann ich nicht bestreiten", gab er leise zu, obwohl er eigentlich... Ansonsten nicht wirklich viele nützliche oder "besondere" Personen kannte. "Der Schmied jedoch ist schon lange verstorben." Seinerzeit war es aber sicherlich auch üblicher gewesen, Schmied zu sein. Heutzutage fand man kaum noch wirklich richtig traditionelle Schmieden. Vieles wurde mit technischen Verfahren hergestellt. Selbst bei Goldschmieden.
"Nein", antwortete er auf Liliths Frage nach seiner Herkunft und warf ihr einen kurzen Seitenblick zu. "Ich stamme aus einem Land weit östlich von hier, das heute in dieser Form nicht mehr existent ist." Zu Hause hatte er einen alten Globus, auf dem es noch zu sehen war - fünfundzwanzig Jahre später sollte er Claudius darauf Eretria zeigen -, doch auf heutigen Globen sah man andere, moderne Grenzen, andere Ländernamen. Und sie waren sehr viel genauer kartographiert.
Sie hakte hinsichtlich seiner Frage nach, doch er kam nicht dazu, klarzustellen, dass er sich auf Capital City bezogen hatte, denn sie fuhr bereits fort und erklärte ihm, dass sie in Aeda schon lange Zeit lebte, aber an keinem Ort sesshaft war. "Dann bist du viel unterwegs", stellte er überflüssigerweise fest, doch so weit gehen und sie nach dem Grund oder ihrem eventuellen Beruf fragen wollte er nicht. Möglicherweise war es keine sehr private Frage, vielleicht aber doch, und auch wenn er meist viel, viel mehr Interesse hegte als ihm anzumerken war - wenn überhaupt -, wollte er Lilith nicht dazu zwingen, mehr über sich preiszugeben. Doch er war schon immer jemand gewesen, der sich lieber Dinge erzählen ließ als sie nachzufragen.
Sehr bald war zu merken, dass sie in eine weniger angesehene Gegend der Stadt gekommen waren. Die Leute waren merklich weniger geworden, und wenn ihnen jemand begegnete, so konnte man davon ausgehen, dass im Stadtzentrum niemand so herumlaufen würde, geschweigedenn in den reicheren Gegenden der Metropole. Behagen tat es Alexis nicht, doch er ging immerhin auch nicht gern vor die Tür und tat es doch.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Fr 20 Jul 2018 - 22:31

(Du bringst mich doch dazu >: )

Eigentlich schade, denn wenn der Schmied noch gelebt hätte, dann hätte man ihn sicherlich noch nach so coolen Gegenständen fragen. Aber da er nicht mehr da war, konnte ich mir das eigentlich sparen als Frage und so wandte ich mich einfach nur der anderen Antwort von Alexis zu. "Und wieso bist du nun hier?" Fragte ich ihn auch gleich weiter, denn selbst wenn es in der damaligen Form nicht mehr existiert, heißt dies wohl nicht, dass das Land doch nicht mehr ist, oder? Oder war es eine Art Vorfall, wie sie in Aeda schon einmal war? Ich fragte jedoch erst einmal nicht danach. Wer wusste, ob es überhaupt wichtig wurde.
Er hatte es richtig erkannt, dass ich viel unterwegs war, aber ich nickte dazu erst einmal nur. Ich überlegte erst, ob ich ihm auch gleich sagen sollte wieso, aber ich blieb dahingehend stumm. "Ja. Ich helfe meistens dort aus wo es notwendig ist. Da kommt man viel rum. Manchmal auch zu viel." Der Norden war durch viele der Wesen da draußen recht gefährlich und manchmal fragte ich mich, ob es sich überhaupt lohnte, mit den Gefahren zu leben, die in Aeda lauern, aber andererseits lege ich mich mit allem an, was sich mir in den Weg stellen könnte. Also ein redundanter Gedanke. Aber einer, der mich kurz dazu brachte nachdenklich zu werden, weswegen ich eine Frage, die ich ihm stellen wollte, erst einmal nicht stellte.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Sa 21 Jul 2018 - 10:32

(ich wasche meine Hände in Unschuld ^.^)

Ober nun erwartet hatte, dass sie eine weitere und noch dazu recht tiefgründige Frage stellen würde, war ihm nicht anzusehen. Tatsächlich aber überlegte er, dass es schon lange her war, seit er mit anderen über diese Sache gesprochen hatte. Aber möglicherweise war die Frage für sie auch gar nicht tiefgründig, vielleicht machte Alexis' Wissen um die Antwort sie erst dazu. Und nur für ihn.
Er schwieg einen Augenblick lang, weil er nicht zu sehr abschweifen und ins Detail gehen wollte und überlegte, was es sich zu sagen lohnte. Doch schließlich lösten sich seine Lippen voneinander und er senkte kurz den Blick, ehe er sprach.
"Ich bin in meiner Heimat einmal eine wichtige Person gewesen. Doch ich habe dort viel verloren, was mich dazu bewog, mein Dasein dort zu beenden. Sicherlich auch, um eine Veränderung für andere zu ermöglichen. Ich bin viele Jahre lang gereist, ehe ich hierher kam."
Ja, das fasste es sicherlich am besten zusammen, ohne dass er sich dabei in den Mittelpunkt rückte, was er grundsätzlich vermied. Sein Blick glitt zu Lilith, die selbst noch etwas zu ihren Worten hinzugefügt hatte. Vielleicht war kurz so etwas wie Anerkennung in seinen Zügen zu erkennen. Es ging nicht als selbstverständlich an ihm vorüber, dass sie ihm half, obwohl andere Dämonen normalerseise weder sehr hilfsbereit waren, noch ein für ihn positives Ziel dabei hatten. Sie gab ihm ein anderes Gefühl, das sich noch dadurch verstärkte, dass sie sagte, sie helfe, wo es nötig sei.
Sicherlich konnte sie ihm etwas vorlügen, doch falls dem so war, verbarg sie es sehr gut, was ebenso bemerkenswert gewesen wäre. So oder so spielte es keine Rolle, denn sie war im Augenblick seine einzige Aussicht auf Hilfe. Ob er sich jetzt oder später damit auseinandersetzen musste, wenn dem nicht so war, war nicht wichtig.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Sa 21 Jul 2018 - 12:10

(Ja klar, bestimmt hast du ein Handlanger, der die Schuld für dich übernimmt D:< ... :>)

Ich fing an etwas langsamer zu laufen. Es lag nicht daran, dass wir unserem Ziel besonders näher gekommen waren - auch wenn wir schon recht nah waren - sondern, weil Alexis auf meine Frage einging und ich merkte, dass sie wohl etwas länger war, als ich erwartet hatte. Ich wollte nicht wirklich nachfragen, was er denn verloren hatte, weil das könnte entweder zu den Ringen führen oder es war an sich einfach kein angenehmes Thema. Ich fing auch nicht an darüber zu erzählen, dass meine "Heimat" abgebrannt war; die Familie darin. Aus diesem Grund ging ich auch nicht weiter auf das ein. "Und wieso genau Aeda, beziehungsweise Capital City?" Es gab vermutlich auch noch andere Orte, an die man gehen konnte. Und auch ansprechender. Nicht, dass es hier keine netten Gebiete gab, aber andererseits interessierten mich diese auch kein Stück.
Zu dem was ich erzählte sagte er auch nichts weiter, aber das konnte ich auch verstehen. Er hatte auch gar nicht gefragt, sondern hatte ich nur darauf los geplappert. Ich war jedoch auch schon wieder schneller mit meinen Schritten geworden, denn ich konnte mich auch eher wieder auf den Weg konzentrieren, als das ich mich weiter mit ihm unterhalten musste. Doch wir waren sowieso schon fast angekommen.
Das hatte sich sicherlich nicht angekündigt, denn dieser "sogenannte" Untergrund war kein Abstieg in die Kanalisation - zumindest nicht immer - oder hatte sich sonst wie erkenntlich gemacht. Es waren; für mich zumindest; eher die Leute, mit denen man diese und jene Geschäfte machte. Und so waren Alexis und ich auch an einem Wohnhaus angekommen, in einer Gegend, die nicht für ihre hohen Mieten bekannt war. Ich schaute mir kurz die die Tür an, bevor ich mich an die Türklingel wandte und diese betätigte. Der Name darauf war "Gryper". Jedoch geschah erst einmal nichts.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

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