Ein Tag im Jahre 1990

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Di 22 Aug 2017 - 16:52

Während normalerweise zu beobachten war, dass Leute sich abweisend behandelt fühlten, wenn jemand so sichtbaren Abstand zu ihnen hielt, obwohl man nebeneinander her lief, ging ein solcher Eindruck nicht von Lilith aus, doch sie hatte ja bereits selbst geäußert, wie sie zu direkter Nähe stand. Also war es wohl für sie beide eine weitaus entspanntere Situation als sie ansonsten hätte sein können. Besonders für Alexis aber wohl, der sich mehr als sonst noch unwohler gefühlt hätte. Immerhin war jede Berührung das, was sein Inneres sich wünschte, und dem zu widerstehen, war besonders jetzt nicht so leicht, wo das Siegel gebrochen war.
Er bemerkte die Blicke entgegenkommender Leute sehr wohl und versuchte noch mehr Abstand zu halten als ohnehin schon, wenn sie an ihnen vorbei gingen, doch das war auch schon alles und er ignorierte sie ansonsten geflissentlich. Das angesehen Werden hatte er noch nie gemocht. Es hatte ihm stets das Gefühl gegeben, auf das Äußerliche reduziert zu werden, zumal er auch darum wusste, welche Reaktionen er bei den Leuten hervorrief, ohne dass sie ihn überhaupt kannten. Ohne das Siegel schauten sie übrigens nur noch mehr, was an der Präsenz lag, die ihn umgab, nicht bloß am Äußeren oder am Auftreten. Aber ja, auch den Personen um sie herum fiel natürlich auf, dass Lilith und er ein ziemlich ungleiches Paar abgaben, obwohl sie gerade eindeutig gemeinsam unterwegs waren.
Lilith brach die Stille zwischen ihnen schließlich, was er aus irgendeinem Grund nicht erwartet hatte. Vielleicht, weil er so selten von selbst viele Worte verlor oder Fragen stellte - was nicht an mangelndem Interesse lag. "Ich bin nicht sicher", antwortete er ihr wahrheitsgemäß. "Sicherlich wäre ich zunächst in meine Wohnung zurückgekehrt, um Abstand zu haben, und dort überlegt, was zu tun ist." Er warf ihr einen kurzen Seitenblick zu. "Alles hätte sehr viel länger gedauert", und ihn auf die Probe gestellt; er war wirklich froh, im Unglück das Glück gehabt zu haben, Lilith zu treffen. Auch wenn noch nicht feststand, ob sie wirklich Hilfe für ihn auftreiben konnte. Es war weitaus besser als die Alternative.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Di 29 Mai 2018 - 1:00

(Gefühlte 10000x übersehen, immer verdrängt...und jetzt auch noch total raus um was es 'gerade' ging... Man bin ich... schlecht xD.. I´m so sorry)

Durch die Straße laufend und immer schön darauf achtend, dass man den Abstand einhalten konnte, denn man auch unbedingt einhalten wollte, konnte ich nicht anders, als den Mann 'neben' mir zu fragen, was er denn überhaupt gemacht hätte, wenn wir uns nicht getroffen hätten. Mit mir oder ohne mich, hätte ihn wohl das gleiche Problem trotzdem eingeholt und so musste er doch schon irgendwas in der Hinterhand gehabt haben? Ich wollte es glauben, doch die Fakten sprachen schon irgendwie dagegen, denn er.. nahm die Hilfe einer Fremden an, die sich auch nur so ein klein Wenig mit allen Möglichkeiten auskannte die es gab. Der Untergrund war meist mein erster Anhaltspunkt wenn es um magische Probleme ging - um was es hier ja wohl grundsätzlich gerade ging!
Während wir beide nun also unseren Weg gingen, stellte ich meine Frage, schaute ihn dabei jedoch weiterhin nicht an - auch nicht als er mir sogar antwortete und damit dafür sorgte, dass wir wohl ein einfaches Gespräch starten konnten. Ich achtete nicht auf die Umgebung um mich herum, doch egal welche Worte in diesem Gespräch gewählt werden würden, achtete ich darauf nicht zu laut zu sprechen, sondern versuchte einfach eine angemessene Lautstärke zu finden, damit hauptsächlich nur er meine Stimme vernehmen konnte. Das es immer ein Wesen gab, dass sowieso alles hören konnte, musste man natürlich mit einberechnen, aber diese konnte man ja wohl kaum aufhalten zuzuhören, solange es sich nicht herausstellte, dass der Mann neben mir per Gedankenkraft reden kann. "Hättest du denn jemanden im Sinn gehabt, an den du dich hättest wenden können?" Nur Nachhause? Und auch nur überlegt? Natürlich machte das alles die Sache schwieriger, vor allem wenn man auch nur spontan helfen wollte und nicht aus dem Grund heraus, weil man sowieso die allumfassende Ahnung dazu hatte. Natürlich konnte meine gestellte Frage schon einmal in einer anderen Form gestellt worden sein, doch dann hat eine gewisse höhere Macht das einfach vergessen, weil sie es nicht geschafft hat mal aktiv hier zu schreiben. Welch peinliches Geschehen!

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Do 21 Jun 2018 - 19:35

Während er weiterhin Lilith folgte, vergrub Alexis seine Hände tiefer in den Taschen des Mantels. Weniger, damit sie nicht kühl wurden, als mehr aus dem Grund, dass somit zwei weitere Körperteile von ihm mit Stoff bedeckt waren. Sicherlich war es nur eine kleine Sicherheit für ihn und es machte keinen großen Unterschied, doch wenigstens konnte er sich der Illusion hingeben, dass es mehr Schutz für seine Umgebung bedeutete.
Und somit auch mehr Schutz für die Dämonin bei ihm. Nicht nur war seine Lebenskraft in der Regel verlockender als menschliche Energie für einen Dämonen - andersherum war es insofern genauso, als die Kraft eines Dämons Alexis' Geist schneller unterwanderte und dafür sorgte, dass das innere Wesen sich zeigte. Und da dieses ein gesteigertes Interesse an seiner Freiheit hatte, war Alexis immer noch ein Risiko für Lilith. Umso wichtiger war es ihm, sich darauf zu konzentrieren, ihr nicht zu nahe zu kommen oder sich zu sehr gedanklich damit zu beschäftigen. Und dementsprechend dankbar war er ihr, dass sie eine weitere Frage stellte, auch wenn er normalerweise nicht der große Redner und Erklärer war.
"Ja", antwortete er zunächst nur knapp und rückte etwas dichter an die Häuserreihen heran, als ihnen Personen entgegenkamen, und von dort würde er sich nun auch nicht mehr wegbewegen. "Doch ich vermag nicht zu sagen, wo diese Person sich heute aufhält. Es ist viele Jahre her, seit ich zuletzt Kontakt zu ihr hatte." Sie könnte genauso gut noch hier in der Stadt sein wie auf der anderen Seite der Welt. Severin Kauro. Schon eben hatte er an sie gedacht.

(schon okay^^)

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Do 21 Jun 2018 - 22:45

Das er seine Hände tiefer vergrub und welche Gedanken er damit verband; dass blieb mir verborgen. Ich sah nicht zu ihm, achtete nicht auf jede kleine Regung seines Körpers und machte mir auch wenig Gedanken darum, ob er eventuell etwas plante. Das einzige was mir auffiel - doch das war es doch schon früh - war das, was von ihm ausging und eventuell war es auch deshalb, dass ich unbewusst versuchte mich einfach von ihm fern zu halten? Nicht direkt auf ihn zu achten und mich auch nicht auf ihn zu konzentrieren? Ein inneres in mir war immer wieder dafür sich der Energie anderer zu bemächtigen, doch das war ein alter Drang und diesen wollte ich nicht weiter verfolgen. Wenn es jedoch ein Wink des Schicksals war? Dann war es erst recht ein Grund für mich, nicht darauf zu achten. Natürlich leichter gedacht, als es umzusetzen war, doch verschwammen solche Gedanken schnell, wenn man sich auf etwas anderes konzentrierte. Erst einmal war ich selbst ausgewichen, als uns diese Personen entgegenkamen, wobei ich mich gen Straße bewegt hatte und somit ein gutes Stück von ihm entfernt war, jedoch näherte ich mich auch gleich wieder etwas an ihn heran. Nicht so sehr, sondern eigentlich nur fast der gleiche Abstand wie er vorher zwischen uns schon war. Angemessen für ein Gespräch zumindest.
Seine kurze Antwort sagte mir nicht sonderlich viel, außer das er eben jemanden hatte. Glücklicherweise hängte er noch etwas an erstere Aussage dran. "Hm.." Kam es kurz von mir, während ich eine Hand aus meiner Tasche nahm und sie nachdenklich an mein Kinn legte. Jedoch nur für einen kurzen Moment. "Anhaltspunkte, wo man besagte Person finden könnte?" Wieso ich das fragte, obwohl er mir schon gesagt hatte, dass er derzeit nichts von der Person wusste? Ich empfand es als viel sinnvoller einen Kontakt zu wissen, der diesen Mann hier auch kannte und eventuell mit seinen Problemen eher vertraut war. Meine Kontakte? Sie waren nicht schlecht. Das wirklich nicht. Aber dämonische Probleme? Für Siegel sollte sich jemand natürlich finden lassen. Aber solche? Aber ich hatte ihm ja auch schon gesagt, dass er es nicht gerade einfach für uns machte - scherzhaft.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am So 24 Jun 2018 - 17:41

Die Leute gingen zwar ungestört vorbei, doch hätte man sich nach ihnen umgesehen, wäre möglicherweise aufgefallen, dass nicht nur eine von ihnen noch einen Blick über die Schulter zurück warf. Ob es an Alexis' Ausstrahlung lag oder an etwas anderem, mochte dahingestellt bleiben - unzweifelhaft lag es aber an ihm. Oder vielleicht auch an ihm und Lilith. Ihn veranlasste das zumindest dazu, die Hände noch einmal aus den Taschen herauszuziehen, den Schal zu richten und den Kragen des Mantels hochzuschlagen. Nach außen hin wirkte es vermutlich so, als täte er es gegen den frischen Wind.
"Sie lebte zuletzt hier in der Stadt, doch dies ist schon mehrere Jahrzehnte her", beantwortete er Liliths nächste Frage, im Stillen vielleicht ein wenig dankbar darüber, dass sie das Gespräch ein wenig am Laufen hielt, weil er im Smalltalk besonders zu jener Zeit recht unerfahren - um nicht zu sagen, schlecht - gewesen war. "Ihr Name ist Severin", fügte er an, für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Dämonin den Namen kannte und vermuten könnte, wo sie sich mittlerweile aufhielt. "In der Zwischenzeit könnte sie überall hin verzogen sein. Sie schätzt die Ruhe. Ich gehe davon aus, dass sie sich nicht mehr in Capital City aufhält. Vielleicht lebt sie nicht einmal mehr in Aeda."
Er hatte die Hände sorgfältig zurück in die Manteltaschen geschoben und hielt den Blick nach vorn unten gerichtet. Den Augenkontakt zu Lilith oder anderen Personen mied er konsequent.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am So 24 Jun 2018 - 18:44

Blicke interessierten mich schon gar nicht mehr. Die letzten die ich noch beachtet hatte, waren jene, welche uns verfolgten als wir aus der Versenkung auf die Straße zurückkamen und uns unseren Weg in eine Richtung weiter verfolgten, welchen ich vorgegeben hatte. Da auch sonst keine Auffälligkeiten geschahen - und ich zählte das Bewegen von Händen in diesem Fall nicht - richtete ich meinen Blick auch nur auf jenen Weg und nicht zu Alexis.
Die nächsten paar Sekunden blieb ich still und lauschte seiner Antwort, die er über die Person von sich gab, nach der ich in etwa gefragt hatte. Nicht gezielt nach dieser Person, aber eine Antwort war immer noch besser als keine Antwort, weswegen die Person an sich auch egal war. Ein kurzes grinsen verzog sich auf meine Lippen, denn die erste Frage die mir einfiel, konnte ich nicht ungestellt lassen. "Und Brieffreunde wurdet ihr wohl nicht?" Rhetorische Frage, denn sie war schon beantwortet. Wenn er nicht einmal wusste ob sie noch in Aeda lebte - und ich glaubte auch, dass er nicht einmal wusste ob sie überhaupt noch lebte - dann waren sie sicherlich nicht gerade die dicksten Freunde. "Dann haben sich ja auch schon weitere Fragen erübrigt, wenn du auch nicht weißt, wie man sie auffinden kann." Wobei mich in diesem Fall doch noch eine Frage in den Sinn kam. Die antwort war vermutlich jetzt schon klar und mir auch irgendwie bewusst, aber ich musste sie stellen. "Wobei. Wenn du dich an sie gewendet hättest, weißt du denn auch wie sie dir hätte helfen können?" Bestimmte magische Rituale? Einmal bewusstlos hauen, bis man einen neuen Ring gefunden hatte? Einsperren? Man konnte doch alles in betracht ziehen - wobei die vielen, eher dummen, Gedanken doch nur dafür da waren, mir in meinem Kopf etwas Freude zu lassen.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Sa 30 Jun 2018 - 18:41

Alexis, der mit Rhetorik zwar vertraut war, aber in den letzten Monaten und Jahren kaum Kontakt zu anderen Personen gehabt hatte, geschweige denn eine lange Konversation mit ihnen geführt, drehte den Kopf bei ihrer Frage ein wenig mehr zu Lilith und schüttelte ihn dann sachte. Eben so als hätte sie eine ernsthafte Frage gestellt. Ob er die Rhetorik letztlich erkannte oder nicht, mochte dahingestellt bleiben.
Wenn sie es genau hätte wissen wollen beziehungsweise genau nachgefragt hätte, hätte er vielleicht sogar noch hinzugefügt, dass er grundsätzlich keinen wirklichen Briefverkehr führte, wenn es nicht unbedingt sein musste. Doch da diese Information überflüssig war und Alexis normalerweise nur Dinge von sich gab, die zur Rede standen, blieb er stumm.
Erst als die Dämonin fortfuhr, bewegte sie ihn zu einer längeren Erklärung. Lang verglichen mit dem Üblichen eben. "Ich kann nicht sagen, was genau sie tut, doch sie weiß es. Sie ist in der Lage dazu, mir zu helfen. Ja. Sie hat es schon einmal getan und bindet mich mit Licht. Und einem Siegel, das sie in einen Ring graviert." Sein Blick senkte sich an seinem linken Arm hinab, doch da er die Hand ja wieder im Mantel verstaut hatte, konnte selbst er den in der Mitte zerbrochenen Ring dort an seinem Mittelfinger nicht sehen.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Sa 30 Jun 2018 - 20:17

Da die meisten ein Problem damit hatten eine rhetorische Frage zu erkennen, war es nicht wirklich etwas schlimmes, dass er mit einer negation reagierte. Nein, eigentlich war es sogar noch eine angemessene Variante, statt zu einer langen Erklärung zu kommen oder sich für irgendwas zu rechtfertigen - mal ganz davon abgesehen, dass dies vermutlich sowieso das komplett nutzloseste gewesen wäre. Doch ich ging auch nicht weiter darauf ein, denn irgendwie glaubte ich auch nicht, dass er noch mehr dazu sagen konnte.
Ich blieb kurz stehen, mitten auf dem Weg, und legte eine Hand an mein Kinn, nachdem er mir geantwortet hatte. Mir war eine Sache aufgefallen, die ich in dem Trubel wohl einfach vergessen hatte. Oder mich nicht dafür interessierte. Doch auch wenn es mir nicht so viel brachte, wollte ich es eigentlich wissen. Ich schaute zu ihm, in der kleinen Hoffnung das er auch stehen geblieben war und legte meinen Kopf leicht schief. "Wenn du den Ring jetzt abnehmen würdest, würde es dich dann sofort vom Siegel erlösen?" War meine erste Frage, da ich wissen wollte ob die Magie direkt an den Ring gebunden war oder ob es eine Art Abklingzeit gab, die erst erfüllt werden musste, bevor er wieder vollständig "befreit" war davon. Und die zweite Frage: "Kann man das Siegel noch erkennen? Trotz dem Bruch?" Das würde wiederum für mich heißen, dass ich einerseits das Siegel sehen konnte, andererseits würde es wohl heißen, dass es keines dieser Rituale war - o.Ä. - bei welchem eine ständige 100 prozentige Einhaltung geboten sein musste. Natürlich war es wohl trotzdem dadurch schwächer geworden, aber ich erinnerte mich an das eine Ritual, bei welchem die eine Linie falsch gezeichnet war und dann.. Genug davon.

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Alexis am Mo 9 Jul 2018 - 17:06

Zwar beobachtete Alexis Lilith nicht mit einem direkten Blick, doch sein periphäres Sehen war sehr ausgeprägt, sodass er sofort bemerkte, dass ihre Schritte sich verlangsamten und sie gleich darauf stehen blieb. Nun, vermutlich wäre es auf die doch noch relativ geringe Distanz zur Seite jedem schnell aufgefallen, dass sie angehalten hatte. Und nicht nur aus Höflichkeit blieb er daher ebenfalls stehen, sondern auch, weil alles andere ihm seltsam erschienen wäre. Sie hatte sicherlich einen Grund, anzuhalten.
Offenbar, weil sie überlegte, worauf die Geste ihrer Hand zum Kinn hin schließen ließ. Und die Tatsache, dass sie anschließend erneut Fragen stellte.
Aus Demonstrationszwecken zog Alexis die Hände aus den Manteltaschen und führte sie vor dem Körper zueinander, sodass er mit Daumen und Mittelfinger der rechten langsam den in der Mitte gebrochenen, fast komplett schwarz angelaufenen Ring von dem Mittelfinger der linken Hand abziehen konnte. Wenn Lilith ein Gespür dafür hatte, würde sie feststellen, dass sich an Alexis' Präsenz oder dem, was von ihm ausging, rein gar nichts änderte. Anders als zu dem Zeitpunkt, als der Ring aufgesprungen und das Siegel zerbrochen war.
"Ich bin bereits von dem Siegel befreit", erklärte er, falls Liliths Fähigkeit sie da im Stich ließ. Er legte sich den Ring auf die Handfläche und hob ihn ihr etwas entgegen. "Spuren davon finden sich sicherlich noch hieran. Doch ich bezweifle, dass es sich wiederherstellen lässt. Severin benutzte beim letzten Mal einen neuen Ring."

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Re: Ein Tag im Jahre 1990

Beitrag  Lilith am Mo 9 Jul 2018 - 17:46

Vermutlich wäre es beinahe lustig gewesen, wenn Alexis weiter gelaufen würde, doch natürlich machte er das nicht, sondern blieb stehen. Ein perplexen Blick hätte er von mir hätte er vermutlich trotzdem dann bekommen, denn man musste sich doch nur mal vorstellen, wie man jemanden wo hin führen wollte, man dann stehen blieb und die Person einfach ignorant weiter ging. Da er es aber nicht machte, konnte ich einfach nachdenklich meine Frage stellen und ihn anschauen, natürlich ohne mich ihm irgendwie zu nähern.
Ein Gespür dafür war zwar vorhanden, doch da sich nichts geändert hatte in diesem Moment, als er den sehr ästhetisch anschaulichen Ring von seinem Finger zog, fiel mir auch nichts weiter auf, was ich hätte bemerken können. Vor allem da mein Kopf sich erstens noch die Frage stellte, ob es eine Abklingzeit war oder ob er den Ring eventuell sogar einfach nur bei sich tragen musste. Bestimmt gab es noch mehr solcher Ringe, sicherlich, doch was ist, wenn betroffene Person keine Finger hatte? Oder keine Ringe mochte? Ich konnte mir im Moment nicht erklären, wieso mir solche Gedanken ständig kamen, die nicht produktiv waren. Ich schaute den Ring mit einem leicht schiefen Blick an, musterte dann kurzzeitig die Finger und Hand von Alexis, bevor ich mich wieder dem Thema widmete. "Interessant." Kommentierte ich es und ging dann mit meinem Gesicht etwas näher, als er mir den Ring auf seiner Handfläche präsentierte. Ich wollte nicht zu weit gehen und den Ring anfassen, immerhin konnte ich ihn noch nicht einschätzen und ich sah diese Geste auch nicht als eine die mir sagte, ich könnte den Ring in meiner eigenen Hand betrachten. "Hm.. das heißt es bleibt uns wirklich nichts anderes übrig, als eine Alternative zu suchen." Immerhin war es doch sicherlich nicht alternativlos. Wir könnten ja bei ein paar Leuten vorbei schauen, die Dämonen hassten - diese hätten sicherlich etwas um jene zu versiegeln. Haha; genug der Scherze..
Ich zog mein Kopf wieder etwas zurück und sah Alexis kurzzeitig ins Gesicht, jedoch musterten meine Augen ihn nicht, sondern schaute ich ihn eher nachdenklich an.

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