Weite Graslandschaft

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Alexis am So 20 Sep 2015 - 21:05

Wahrscheinlich traute man es ihm eigentlich gar nicht zu - wobei Claudius mittlerweile wohl schlauer sein sollte -, doch es gefiel ihm tatsächlich. Diese Art von Gesprächen. Dabei kam es nicht unbedingt auf das Thema an, aber es lief eben sehr häufig darauf hinaus. Mit niemandem außer Claudius hatte Alexis in den letzten ... gut dreihundert Jahren wirklich ein solches Gespräch geführt, woran wohl seine Beziehung zu ihm nicht besonders unschuldig war. Doch er mochte es wirklich. Obwohl es manchmal wirklich ohne Sinn war, worüber sie sprachen, war daran etwas Befreiendes, weil er bei Claudius längst aufgehört hatte, sich darum zu bemühen, irgendeine Fassade aufrechtzuerhalten, um all das nicht zu nah an sich heranzulassen.
Und selbst, wenn man es nicht meinen mochte, tat ihm das doch unwahrscheinlich gut. Vielleicht wusste Claudius das gar nicht. Ganz sicher hatte er aber längst bemerkt, dass er damit einen anderen Teil von Alexis' Charakter hervorlockte.
"Sehr gerne. Erzähle mir mehr", raunte er und beugte sich noch etwas tiefer zu Claudius hinunter, den Blick dabei nun statt auf das Kinn auf seinen Mund gerichtet. "Claudius..."

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Claudius am So 20 Sep 2015 - 21:20

Nun ja, also... Alexis machte es mir aber auch echt nicht einfach, ihm nicht um den Hals fallen zu wollen. Ehrlich mal. Dabei wollte ich ihm keinen Grund geben, sich dazu gezwungen zu sehen, zurück zu ziehen.
Andererseits hatte ich auch nicht vor, mich deswegen zu verstellen und so zu tun, als ließe mich das hier alles kalt und als wollte ich ihn nicht berühren oder dergleichen. Ich wollte es ja.
Und mal ganz davon abgesehen war er es ja gerade, der es doch schon irgendwie darauf anlegte. Ich bildete mir diesen Ton in seiner Stimme und das Funkeln in seinen Augen ganz sicher nicht ein.
Also was sollte es. Scheiß drauf. Er würde sich schon melden. Er hatte ja gesagt dass ich mich darauf verlassen konnte dass er sich meldete, wenn etwas nicht nach seinen Wünschen lief.
Mein Griff in sein Stück Stoff festigte sich noch ein kleines Stück und ich übte leichten Zug mit ihnen aus, damit er sich noch ein Stückchen weiter zu mir hin bewegte. "Du musst noch etwas näher kommen, damit ich es dir ins Ohr flüstern kann", säuselte ich leise. Und dabei war ein neckisches Funkeln ganz deutlich in meinen Augen zu sehen, solange wie ich den Blick noch in seine Augen richten konnte.
Ich hob den Kopf dann nämlich von meiner Hand an, auf der er die Zeit über gelegen hatte, reckte das Kinn vor und gab ihm einen deutlichen sanften Kuss auf den Mund.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Alexis am So 20 Sep 2015 - 21:38

Natürlich legte er es darauf an.
Möglicherweise war er sogar etwas gemein, immerhin hatte er keine Ahnung, ob es fruchten würde, doch er versuchte gerade tatsächlich, sein Problem selbst anzugehen. Er war nicht dumm und viel zu sensibel für die Gesten, die von Claudius kamen, weshalb ihm nicht zum ersten Mal aufgefallen war, dass er sich anders verhielt, seit diese Sache geschehen war. Er hatte zwar immer noch die gleichen Sprüche auf Lager und nahm kein Blatt vor den Mund, doch er hatte sich bisher die ganze Zeit nicht gerührt, und normalerweise war Alexis es, der die abwartendere Rolle übernahm. Hinzu kam noch der Abstand, mit dem Claudius sich auf dem Bett erst neben ihn gesetzt hatte, und sicherlich waren es auch noch andere kleine Gesten, die fehlten und die er mittlerweile fast für selbstverständlich nahm, sodass er nicht sagen konnte, was genau es war, aber wusste, dass etwas fehlte.
Und er stellte nicht erst jetzt fest, dass ihn das störte. Es war zwar auf der einen Seite schön, zu merken, dass Claudius Rücksicht auf ihn nahm, doch gleichzeitig führte es zu keinem befriedigenden Ergebnis. Und es war ja nicht so, als wollte er nur nicht, dass Claudius Rücksicht nehmen sollte - er wollte seine Nähe gleichzeitig ja auch. Und wollte ihm dann wieder nicht die Energie nehmen. Natürlich... Doch das war immer so.
Da war kein Widerstand, als Claudius an seinem Hemd zog, sondern beugte er sich eigentlich gleich zu ihm hinunter. Sein Blick löste sich dabei von seinen Lippen, weil die seinem Gesicht zu nahe kamen. Und sich dann an seine schoben. Er schloss die Augen also und erwiderte seinen Kuss. Fast zufrieden. Und jedenfalls im ersten Augenblick, ehe er innehielt - ohne sich zurückzuziehen - und undeutlich gegen Claudius' Mund sprach. "Das ist nicht mein Ohr", teilte er ihm nüchtern mit. Etwas unpassend angesichts der Tatsache, dass er durchaus auf den Kuss angesprungen war.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Claudius am So 20 Sep 2015 - 21:49

Und Alexis wirkte auch mitnichten so als störte es ihn großartig, dass ich ihm gerade diesen Kuss gab. Im Gegenteil: er erwiderte ihn ja sogar ohne mit der Wimper zu zucken.
Zumindest für die ersten Sekunden... Dann hielt er nämlich inne und meinte mich darüber aufklären zu müssen, dass sein Mund nicht sein Ohr war, oder so.
Im Gegensatz zu ihm zog ich mich sofort zurück, gespielt erschrocken oder eben Verlegen. "Oh, das tut mir ja aber sowas von leid. Die sehen sich ja so ähnlich. Deine Ohren und dein Mund. Verzeih mir, es war keine Absicht. Ich hab sie vertauscht." Ich ließ den Kopf langsam wieder auf meine Hand sinken.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Alexis am So 20 Sep 2015 - 22:05

Er öffnete die Augen wieder. Claudius hatte sich direkt zurückgezogen und ließ den Kopf nun wieder auf seinen angewinkelten Arm sinken, tat erschrocken. "Das ist nicht schlimm", erwiderte er und blinzelte, wobei sich sein Blick anschließend auch in Claudius' Augen richtete, sodass er ihm durchaus den Augenaufschlag schenkte. Die Pupillen waren in der Dunkelheit groß, und schwarz wie tiefe Brunnen. "Meinem Mund gefällt, wie du ihm Süßholz raspelst." Er schnaubte leise und ein schiefes Lächeln umspielte seine Mundwinkel.
Die Luft stieß er anschließend langsam durch die Nase aus und schloss die Augen kurz, er beugte sich dann jedoch selbst noch weiter zu Claudius hinunter, der den Kopf ja diesmal nicht angehoben hatte, und gab ihm seinerseits einen sanften Kuss auf die Lippen.
Das scherzhafte Hin und Her mal außer Acht, war es schön so, mit ihm hier. Und unter dem weiten Sternenhimmel, der für Alexis nicht nur deshalb besonders war, weil er so klar und funkelnd über ihnen hing; es war schon sehr seltsam, was für eine starke Verknüpfung Claudius im betrunkenen Zustand geschaffen hatte, indem er gesagt hatte, sie könnten sich die Sterne ansehen, und ihn anschließend geküsst hatte - ohne dass sie dann jemals den Sternenhimmel betrachtet hätten.
Alexis strich ihm noch einmal langsam mit den Fingern durch das schwarze Haar und löste die Lippen erst nach einigen Sekunden wieder von seinen, nicht ohne dass er sie sehr aufmerksam und innig liebkost hatte. Er entfernte das Gesicht dafür aber nicht wirklich von dem von Claudius, sodass er dessen Atem sehr deutlich auf der Haut spüren konnte, sogar fast die Spannung, die sich aufgrund der direkten Nähe zwischen der eigenen und der seinen bestand. Ein paar seiner Haarsträhnen hingen Claudius dabei wohl auch im Gesicht, aber ihn störten sie gerade nicht.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Claudius am So 20 Sep 2015 - 22:20

"Oh", machte ich -ebenfalls gespielt aber mit Absicht schlecht geschauspielert- überrascht. Es bewog mich allerdings nicht dazu, den Kopf gleich wieder anzuheben und ihn weiter zu küssen, zumal er es dann war, der den Kopf wieder in meine Richtung sinken ließ.
Ich öffnete den Mund ein Stück, ehe sich die weichen Lippen auf meine senkten, und schloss die Augen mit einem langsamen Seufzen, neigte den Kopf anschließend auch noch ein kleines Stück und erwiderte den sanften, aber deutlichen Druck seiner Lippen, die sich sehr innig auf meinen bewegten. Es war wieder einmal ein sehr zärtlicher Kuss, der das warme Prickeln in meinem Bauch erneut auflodern ließ. Da war es schon seit dem Beginn unseres Gesprächs. Und generell eigentlich immer... Nur war es gerade wieder präsenter...aber das war ja auch kein Wunder bei dem, was wir hier gerade taten und worüber wir uns wieder einmal unterhielten. Es waren aber auch immer klasse Themen.
Als er den Kuss löste entfernte er sein Gesicht nicht weit von meinem, sodass ich, als ich die Augen wieder ein Stück weit öffnete, eine seiner Haarsträhnen direkt über den Augen hängen hatte. Wenn nicht sogar die Haarsträhne. Besonders viel von der Umgebung gesehen hätte ich auch nicht, da seine Haare wie ein dunkler Vorhang sein Gesicht einrahmten und zu mir hinab hingen. Er war so nah, dass sein Atem mir über die haut strich und meiner bei ihm das selbe tun musste.
"Das klingt tatsächlich so, als würde ihm das gefallen", erwiderte ich etwas verspätet noch zu der Sache mit seinem Mund und meinem Süßholz geraspel. Ich zog die Hand unter meinem Kopf hervor und schob den Arm an seiner Schulter vorbei um seinen Rücken, wo ich ihm locker ins Haar griff. Meine andere Hand hielt sich noch immer an dem Stoff über seiner Brust fest.
Ich biss mir wieder leicht auf die Unterlippe, ich zögerte... Weil ich mir eben doch immer noch nicht so sicher war...
Aber ich hob den Kopf dann doch von dem felsigen Untergrund an und reckte das Kinn ein weiteres Mal, um Alexis einen sanften Kuss zu geben, bei dem ich die Lippen deutlich auf seinen bewegte. Es fühlte sich so gut an, so etwas zu machen... Wie immer...

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Alexis am So 20 Sep 2015 - 22:40

Ein leiser, zustimmender Laut, der genauso gut ein halbes Auflachen sein konnte, drang aus seiner Kehle, als Claudius feststellte, dass es tatsächlich so klang, als würde Alexis' Mund sein Süßholzraspeln gefallen. Wenn man es sich bildlich vorstellte, war es eine lustige Metapher. Sagen tat Alexis jedoch nichts, sondern verharrte weiter so und nahm das von Claudius auf, was er auf die geringe Distanz von ihm wahrnehmen konnte, ohne ihn direkt zu berühren, außer sein Haar. Viel Zeit dafür hatte er aber nicht, weil er den Kopf dann doch wieder etwas anhob und ihn seinerseits wieder auf die Lippen küsste.
Die Augen hatte er ja eh noch geschlossen, doch dafür seufzte er jetzt etwas vernehmlicher als zuvor und öffnete die Lippen ein bisschen, um Claudius' Kuss zu erwidern. Er war zwar nicht angespannt oder drauf und dran, sich zusammenzunehmen, sondern genoss die Berührung auch wirklich, doch gleichzeitig war er mehr als sonst mit dem Kopf bei der Sache. Um den Kuss ganz bewusst zu spüren, zu wissen, dass es wie immer war und dass er Claudius vertraute. Das war so. Das Kribbeln war da, das warme Gefühl in der Brust, die Zuneigung. Und das half ihm.
Er entspannte sich mehr, was man vielleicht daran spürte, dass sein Atem ganz schwach zitterte, als er die Luft durch die Nase ausstieß. Er zögerte kurz, weil er Claudius kein falsches Signal geben wollte, ließ seine Hand an seiner Brust dann aber doch los und schob den Unterarm auf den Stein neben seiner rechten Seite, sodass er den Oberkörper über ihm abstützen konnte. Der war dem von Claudius dabei näher als zuvor, doch er hatte die Hand jetzt auch nicht mehr übrig, um seine Hand halten zu können. Dafür griff er ihm etwas stärker ins Haar, allerdings nicht so, dass es unangenehm war.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Claudius am So 20 Sep 2015 - 22:58

Nicht nur Alexis war mehr 'bei der Sache', denn auch ich achtete stärker als sonst darauf, welche Signale er mir übermittelte, damit ich mich noch rechtzeitig zurück ziehen konnte, falls es etwas gab, was mir sagte, dass Alexis es nicht wollte.
Allerdings gab es gerade nichts, was mir ein solches Gefühl vermittelte, sondern war es eher so, als ob er... Ja, eigentlich so wie immer war. Da war nur einmal der Eindruck -aber es konnte auch Einbildung sein-, dass er sich mehr zu entspannen schien.
Ich tat es jedenfalls, weil auch er einen entspannten Eindruck auf mich machte. Und weil sich das alles hier gut anfühlte, natürlich. Der Kuss ließ das angenehme Kribbeln in meinem Magen und der Brust bis in meine Zehenspitzen und in meine Kopfhaut ziehen, auf die Alexis mit seinen Fingern leichten Zug ausübte. Fühlte sich insgesamt sehr gut an.
Ich interpretierte auch nichts darin hinein, dass er meine Hand los ließ, da er sich mit der gleichen Bewegung drehte und sich mit dem Arm an meiner anderen Seite abstützte, sodass sein Oberkörper sich über meinem befand. Ich spreizte die Finger und ließ sie von seinem Nacken aus hinauf durch seine Haare zu seinem Hinterkopf fahren, wo ich ihm locker ins Haar griff und mich mehr oder minder fest hielt. Meine linke Hand griff auch ohne Alexis' Zutun in den Stoff an seiner Brust und hielt sich ebenfalls dort fest.
Oder nun... Es machte äußerlich den Eindruck, als würde ich mich festhalten. Eigentlich hatte ich ja nun keinen Grund mich an ihm festzuhalten, da ich ja immerhin lag. Wenn dann sollte es Alexis höchstens den Eindruck vermitteln dass er ja nicht auf die Idee kommen sollte, sich zu entfernen.
Ich löste den Kuss, indem ich den Kopf erneut das Stück zurück zog, das ich ihn angehoben hatte. Allerdings tat ich das nur, um seine Lippen anzusaugen, sie mit einem schmatzenden Geräusch von mir lösen zu lassen und erneut ein Stück versetzt zurück auf seine zu legen.
Irgendwie hatte das hier wenig mit 'die Sterne betrachten' zu tun. Nicht dass mich das störte.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Alexis am So 20 Sep 2015 - 23:21

Als Claudius die Hand von seinem Nacken hoch zu seinem Hinterkopf schob, rann ihm ein ziemliches Kribbeln über die Kopfhaut und die Wirbelsäule entlang, das ihn dazu veranlasste, die Lippen einmal fester gegen seinen Mund zu drücken und sich für einen Moment auch an seinem Haar festzuhalten. Allerdings ließ er gleich darauf - oder eher, nachdem das Kribbeln wieder etwas nachgelassen hatte - wieder lockerer und ließ die Finger durch seine Strähnen gleiten.
Sein Test verlief bisher ohne irgendwelche Komplikationen, doch das war ja am Morgen auch so gewesen. Küssen und Berühren war kein Problem, solange es nicht zu lange anhielt. Es war allerdings auch nicht direkt so, als würden schreckliche Befürchtungen nach ihm greifen oder es ihn irgendwie verstören, wenn er spürte, dass die Zeit knapp wurde. Es verunsicherte ihn nur einfach und sorgte dafür, dass das Wissen darum, was passiert war, sich in den Vordergrund drängte und die Abneigung davor, Claudius Energie zu entziehen, größer gewesen war als sonst. Größer als der Drang, ihn zu berühren.
Er seufzte wieder, als der Sog an seinen Lippen kurz zunahm und der andere den Kopf etwas zurück sinken ließ. Sie lösten sich dadurch kurz von seinen, und Alexis ließ das auch zu, um für einen kurzen Moment den Kontakt zu unterbrechen. Doch als Claudius den Mund wieder gegen seinen schmiegte, drückte er die Lippen deutlicher gegen ihn und zog sacht an seinem Haar, verschob dann die Hand so, dass die Handfläche an seinem Hinterkopf lag, damit Claudius den Kopf bequem ablegen konnte. Es war nämlich ziemlich anstrengend für den Nacken, den Kopf im Liegen angehoben zu halten. Alexis vertiefte den Kuss noch einmal für ein paar Sekunden, zog sich dann aber selbst wieder zurück, sodass ihre Lippen sich erneut voneinander lösten.
Seine Augen blieben noch einen Moment lang geschlossen, in dem er das warme Gefühl auskostete und darauf lauschte, dann sah er in Claudius' Gesicht hinunter. Er reckte den Hals und drückte ihm die Lippen sacht auf die Stirn, dann auf die Nasenspitze. Die Pause war nur dazu da, um es nicht gleich von vornherein herauszufordern. Dafür lächelte er aber ganz leicht und wirkte auch ansonsten äußerlich recht ruhig. Dass sein Herz schneller schlug, hatte aber wahrlich nichts mit Angst oder Unsicherheit zu tun... Es rührte von dem angenehmen Gefühl in ihm her.
Er streichelte Claudius wieder etwas durchs Haar, so gut das nun mit der Hand zwischen Hinterkopf und Fels noch ging. Sein Blick ging nach den beiden leichten Küssen wieder in seine Augen. Und obwohl es gerade auch ohne Worte so gut lief, wollte er, dass Claudius Bescheid wusste. "Hilfst du mir, die vorletzte Nacht zu vergessen. Claudius?", fragte er ihn. Es war keine Metapher, mit dem Satz spielte er nicht auf das Vergessen durch starke körperliche Nähe an... Er meinte es eher im psychologischen Sinne, was ihm auch anzuhören war. Trotzdem klang er nicht negativ - immerhin lächelte er auch noch immer leicht. Und natürlich hatte die Frage trotzdem etwas mit Nähe zu tun.
Er erwartete auch nicht direkt, dass Claudius irgendetwas besonderes tat. Das implizierte die Frage; sie war nur dafür da, ihm zu sagen, was los war. Dass er es versuchen wollte und dass Claudius wissen sollte, dass alles okay war und er nicht übervorsichtig sein sollte. Am leichtesten war es immer, wenn man sich völlig normal verhielt. Was Claudius ja eigentlich schon tat... Dennoch...

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Claudius am So 20 Sep 2015 - 23:48

Ich seufzte leise, als Alexis den Kuss wieder aufnahm, etwas deutlicher als zuvor noch, und seine Hand an meinen Hinterkopf legte, um mir beim stützen zu helfen. Seine Lippen schmiegten sich eine Spur deutlicher gegen meine und das und seine Hände sorgten dafür, dass ich mich ziemlich wohl so bei ihm fühlte. Geborgen, wieder einmal. Ich fühlte mich gar nicht so, als befänden wir uns irgendwo im freien, sondern eher in einer schützenden Höhle. Im übertragenen Sinne, selbstverständlich. Es war dieses Gefühl, das Alexis vermittelte.
Obwohl es sich so gut anfühlte, ließ ich jedoch zu, dass Alexis die Lippen diesmal von meinen löste und den Kuss dadurch unterbrach. Ich öffnete die Augen wieder, die ich bis dahin geschlossen hatte, und sah in sein Gesicht hinauf. Seine Augen waren zuerst noch verschlossen, aber als sie sich öffneten lächelte ich leicht... Und schloss die Augen dann doch wieder für die Zeit, in der er seinen Mund auf meine Stirn und meine Nasenspitze legte. Danach erwiderte ich seinen Blick.
Ja, er... Machte doch einen sehr entspannten Eindruck auf mich... Das war gut, es fühlte sich gut an.
Das er letztendlich die Stille, die zwischen uns herrschte, brach, war aber dann doch etwas ungewöhnliches. Sonst war ich es vom Gefühl her immer, der begann, zu reden oder etwas zu fragen oder zu erklären. Das Alexis es diesmal war und außerdem die vorletzte Nacht ansprach, sagte mir, dass es wichtig war.
Und mehr noch als das stellte er damit klar, dass... Ich hier gerade überhaupt nichts falsch tat. Er wollte versuchen, sie zu vergessen, die Nacht. Ich musste mir also keine Gedanken machen.
Mein sanftes Lächeln verstärkte sich und ich bewegte die Finger durch sein Haar, so wie er es zuvor bei meinem getan hatte. Ich hätte einfach nicken können, natürlich wollte ich ihm dabei helfen. Aber...
"Es gibt nichts was du vergessen musst, Alexis. Es ist in Ordnung...", sagte ich leise und neigte den Kopf leicht. Ich wollte jetzt nicht mit ihm darüber diskutieren. Aber ich wollte nicht so tun als sei etwas furchtbar schlimmes in der Nacht passiert, was Alexis betraf. Natürlich hatte ich auch noch daran zu knabbern, dass ich mich mal wieder nicht unter Kontrolle gehabt hatte, aber das war gerade überhaupt nicht das Thema. Es ging mir darum, dass Alexis ein so großes Problem damit hatte, dass der Zufall es so gewollt hatte, dass wir uns an einer Körperstelle direkt berührt hatten in der Zeit, in der wir geschlafen hatten. Da traf niemanden die Schuld.
Wenn ich jetzt einfach nur nickte und zustimmte, dass er vergessen sollte, war das für mich so, als ob ich zugeben würde, dass Alexis etwas falsches getan hatte. Und das war so ziemlich das letzte, was ich ihm vermitteln wollte.
"Ich will keine einzige Minute mit dir vergessen...und du sollst das auch nicht wenn du nicht willst. Aber ich will dir dabei helfen, dieses schlechte Gefühl los zu lassen." Ich schob die Hand von seinem Hinterkopf zu seinem Gesicht und strich ihm die Strähne von der Stirn. "Das sollst du vergessen...sag mir nur, was ich machen soll..."

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Re: Weite Graslandschaft

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