Weite Graslandschaft

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Alexis am So 20 Sep 2015 - 13:29

Claudius schien keine besondere Idee zu haben, doch er hatte ja auch keine Zeit gehabt, sich vorher darauf vorzubereiten. Joe schien das nicht weiter schlimm zu finden und nahm sich gleich Alexis' Frage an. Er erklärte, dass im Augenblick eine Asteroidengruppe durch das Sonnensystem unterwegs sei. Alexis erinnerte sich, dass in dieser Jahreszeit auch im letzten Jahr einige unterwegs gewesen waren, weil die Erde durch einen Meteoritengürtel flog. Vielleicht konnte man heute noch ein paar Sternschnuppen beobachten.
Während der Mann erklärte, glitt sein Blick über das Gestell des Teleskops, das sich hier oben befand. Sicher ließ sich das Gerät in jede beliebige Richtung herum drehen, doch es nahm wahrscheinlich mehr Zeit in Anspruch. Und es drehte sich dann ja auch langsam für ein Stückchen. Joe stellte das Okular noch richtig ein und drehte auch an einem weiteren Rädchen herum, wohl um die Asteroiden scharf zu stellen. Alexis ließ Claudius dann den Vortritt. Er war in erster Linie wegen ihm hier, auch wenn es ihn durchaus selbst interessierte. Er würde sich also zurückhalten und erst durch das Okular blicken, wenn Claudius fertig war. Er mochte den Tonfall, den seine Stimme angenommen hatte; es schien ihm wirklich zu gefallen...

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Claudius am So 20 Sep 2015 - 14:00

Es war schon erstaunlich, wie viel Zeit man damit verbringen konnte, etwas eigentlich unspektakulär aussehendes zu beobachten. Jedenfalls wenn man sich nicht dafür interessierte, um was es sich bei dem, was man sah, handelte.
Joe schien meine Begeisterung für die Asteroiden zu bemerken. Er wusste ziemlich viel und hatte auch keine Probleme damit, zu erzählen, was er wusste. Er kannte sogar die Namen der Wissenschaftler und das exakte Entdeckungsdatum, wo sie die Asteroiden zum ersten Mal gesehen hatten und wie so etwas überhaupt dann vonstatten ging. Also wie man so eine Entdeckung überhaupt Wirksam machte und feststellte, dass es sich auch wirklich um 'neue' Asteroiden handelte.
Es waren gute fünf Minuten vergangen, bis ich mich satt gesehen hatte und aufstand, um Alexis Platz zu machen. Joe redete währenddessen weiter. Und da man ihm die Begeisterung für seinen Beruf hier wirklich anmerkte, war es auch überhaupt nicht langweilig, obwohl er wirklich sprach, wie ein Wasserfall.
Ruhiger wurde er erst nach einer Weile, in der er sich seinem Computer zu wandte und irgendetwas dort machte. Er sah offenbar nach, was er uns noch zeigen konnte, ohne dass es eine Ewigkeit dauerte, das Teleskop in die richtige Richtung auszurichten. Außerdem erklärte er, dass er beim Ausrichten des Teleskops und der Instrumente systematisch vor ging und nicht einfach irgendeinen Fleck am Himmel nahm. Jeden Tag war ein anderer Abschnitt dran.
Er richtete das riesige Gerät in Richtung des 'Phönixschweifs', der aus Millionen von Sternen bestand und aufgrund der geringen Entfernung der Sterne untereinander deswegen für den Betrachter als Wolke oder Nebel sichtbar war. Da die Wolke einen Rotton besaß und sich in die Länge zog, hatte man ihn Phönixschweif genannt.
Der Anblick der Milliarden Sterne faszinierte mich noch ein ganzes Stück mehr als die Asteroiden zuvor. Ich rutschte wie ein kleines Kind auf dem Sessel herum und sah mir diese Wolke an. Joe kam ab und an und fokussierte das Teleskop auf eine andere Stelle der Sternenwolke, erzählte und erzählte und ich sog jede Information gierig auf. Ich vergaß sogar, Alexis zu fragen, ob er auch mal sehen wollte. Das fiel mir erst eine gute Virtelstunde später ein und ich machte ihm, ein kleines bisschen Verlegen wegen meines Verhaltens, Platz, damit er auch sehen konnte.
Das Ganze hier sorgte auch dafür, dass ich mich wieder an ein wenig mehr erinnern konnte, was ich damals mit meinem Dad in der Sternwarte gesehen hatte. Ich beschrieb Joe den Planeten, den ich damals betrachtet hatte. Er befand sich zufälligerweise ebenfalls in dem Himmelsabschnitt, auf den das Teleskop ausgerichtet war, sodass wir ihn und ebenfalls ansehen konnten, nachdem wir mit der Sternenwolke fertig waren.
"Ja genau, das ist er!", rief ich leise aus, als ich durch das Objektiv sah und lächelte breit. Ich vergaß sogar diesmal dabei, darauf zu achten, dass meine spitzen Zähne nicht sichtbar waren, aber wenn Joe es gesehen hatte, dachte er sich genauso wenig dabei, wie bei allem anderen.
Ich erkannte den Planeten wieder. Den hatte ich damals gesehen...

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Alexis am So 20 Sep 2015 - 14:20

Claudius verbrachte ein paar Minuten damit, die Asteroiden anzusehen. Währenddessen war leises Surren und Summen vom Teleskop zu vernehmen, das sich automatisch mitdrehte, um die Position zu halten, weil die Himmelskörper sich eben doch ein bisschen von der Stelle bewegten und auch die Erde sich drehte. Alexis drängte ihn nicht und lauschte stattdessen aufmerksam Joe, der eine Menge zu den Asteroiden zu erzählen wusste.
Er hatte noch nie durch ein Teleskop gesehen, das hatte er Claudius in Okahan sogar schon einmal erzählt, sodass es auch für ihn sehr interessant und neu war, die Objekte am Sternenhimmel anzusehen, als er dann dran war und Claudius ihm Platz gemacht hatte. Doch am Interesse mangelte es bei ihm ja ohnehin nie. Auch wenn man es ihm nicht ansah; er wirkte genauso ruhig und ausgeglichen wie immer, obwohl der Anblick der Asteroiden auch ihn gefangen hielt. Er hatte zwar ein Gespür dafür, wie klein und unbedeutend die Erde im gesamten Kosmos war, mehr vielleicht als viele Leute, die eine weitaus kürzere Lebensspanne hatten und dem Himmel über ihnen, der Umgebung um sie herum weniger Aufmerksamkeit schenkten, doch dennoch kam er nicht umhin, es faszinierend zu finden, wie nah alles wirkte, wenn man es durch das Teleskop betrachtete. Wie viel greifbarer es wurde. Und dadurch aber durchaus auch natürlicher und verständlicher.
Dennoch, dass es so weit weg war, war schier unglaublich.
Joe zeigte ihnen noch mehr. Er hatte anschließend und als Claudius wieder dran war, die Koordinaten verstellt, sodass das Teleskop sich auf einen Sternennebel schärfte, der durch das Okular wie der leuchtende Schwanz eines Phönix' aussehen musste. Dass es auch tatsächlich so war, erfuhr Alexis erst eine Weile später, weil Claudius ihn scheinbar vergessen hatte und auch Joe ihn nicht darauf hinwies, dass noch jemand anwesend war. Es störte ihn nicht. Ihm hätte es, trotz des wunderschönen und faszinierenden Anblicks, vollkommen ausgereicht, Claudius dabei beobachten zu können, wie er sich die Sterne ansah. Es mochte seltsam klingen. Aber es tat sehr gut, zu sehen, wie er sich freute und für die Sache begeisterte. Zwar war es ohnehin nicht seine Art, auf sich aufmerksam zu machen, doch allein das war schon Grund genug für ihn, nichts zu sagen und seine Chance erst wahrzunehmen, als es auch Claudius auffiel.
Zu sehen war für ihn deshalb nur ein Ausschnitt des Pfhönixschweifes, doch auch in ihm konnte man erkennen, weshalb er so hieß. Dafür war das Rot nicht mehr ganz so intensiv, weil der Ausschnitt sich natürlich anders darstellte als der ganze Nebel. Es war nicht schlimm. Schön war es trotzdem noch und reichte ihm auch.
Scheinbar erinnerte Claudius sich wieder etwas besser an die Zeit mit seinem Vater, oder daran, was sie damals gesehen hatten - Alexis nahm an, dass es in einer Sternwarte gewesen sein musste, wenn sie sich einen Planeten so genau hatten ansehen können; er bat Joe, das Teleskop für diesen Planeten einzustellen. Da er von einem Stern erleuchtet wurde, wäre er mit einem herkömmlichen Teleskop nicht von einem zu unterscheiden gewesen, doch die Belichtung dieses Gerätes ließ sich verstellen und ermöglichte es deshalb, die Farbe des Planeten feststellen zu können und auch ein wenig seiner Struktur. Aber nicht viel. Trotzdem war er schön anzusehen.
Joe zeigte ihnen auch noch einen Planeten mit Ringen darum herum, die gut zu beobachten waren, und noch einen anderen Nebel. Dadurch, dass er so viel zu erzählen wusste und mit Begeisterung berichtete, war die Zeit mit ihm und dem Teleskop sehr kurzweilig, auch wenn Alexis da ja ohnehin sehr anspruchslos war und sich auch in absoluter Stille so lange damit hätte beschäftigen können. Doch so verstrich die Zeit sehr schnell.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Claudius am So 20 Sep 2015 - 14:37

Die Zeit am Teleskop und mit Joe verging wie im Flug. Er zeigte uns noch einen weiteren Planeten, um den herum sich Ringe gebildet hatten, und erzählte, woraus diese Ringe wahrscheinlich bestanden und wie man zu der Annahme kam, dass es sich dabei um frühere kleinere Planeten oder Asteroiden gehandelt haben musste, die in die Umlaufbahn des Planeten geraten sein konnten. Auch das war ziemlich interessant.
"Du meine Güte, wie die Zeit vergeht." Joe hatte einen Blick auf die Uhr des Computers geworfen und festgestellt, dass wir seit fast zwei Stunden seine Aufmerksamkeit beanspruchten. "Ich muss so langsam weiter arbeiten, wenn es euch nicht stört. Ihr könnt ruhig noch ein wenig am Teleskop sitzen, ich brauch es nicht sofort, muss hier erst noch was anderes machen. Verstellt es nur bitte nicht."
Ich nickte und lächelte ihm zu, bevor er sich abwandte und in das Programm auf dem Bildschirm des Computers vertiefte, wo er irgendwelche Zahlen abglich.
Alexis saß auf dem Sessel und ich stand daneben und ließ den Blick auf ihm ruhen, zwischendurch aber auch über die ganzen Instrumente gehen. "Ich glaube wenn ich nicht Laborassistent geworden wäre, hätte ich es mit sowas hier versucht", sagte ich leise und seufzte.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Alexis am So 20 Sep 2015 - 14:56

Es dauerte noch ein Weilchen, doch schließlich erklärte Joe, dass er weiterarbeiten müsste. Alexis nickte leicht und beobachtete ihn kurz dabei, wie er sich seinem Computer zuwandte, nachdem er gemeint hatte, sie könnten noch etwas durch das Teleskop sehen. Es war noch der Nebel zu sehen, sodass es sich auch lohnte.
Bei Claudius' Worten sah er auf. "Es ist nie verkehrt, sich etwas als Berufung auszusuchen, das man gern macht", womit er ihm nicht unterstellen wollte, als Laborassistent nicht ebenfalls zufrieden mit seinem Job gewesen zu sein. Wenn das mit Sephcon nicht passiert wäre. Er erhob sich aus dem Sessel und machte ihm noch einmal Platz, damit er wieder durch das Teleskop in den Himmel hinauf sehen konnte.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Claudius am So 20 Sep 2015 - 15:17

Ich nickte langsam. Ja, das war es nicht. Der Beruf machte einfach viel mehr Spaß dann... Oder er war dann gar kein Beruf mehr für einen selbst, so wie bei Joe hier, vielleicht.
Alexis stand auf, weswegen ich ihm einen fragenden Blick zu warf, dann aber zum Sessel trat und mich setzte. Ich hatte nicht den Eindruck gemacht als könnte ich es nicht abwarten, noch einmal durch das Teleskop zu sehen, und so war es auch nicht gewesen. Alexis wollte ja bestimmt auch noch einmal den Nebel betrachten.
Nun... Aber er war ja aufgestanden... Also...
Ich blickte durch das Objektiv und betrachtete den vergrößerten Ausschnitt des 'Phönixschweifs'. Obwohl ich ihn mir zuvor ja ausgiebig betrachtet hatte, war es noch immer sehr faszinierend, die Millionen winzig kleiner leuchtender Punkte zu betrachten, von denen jeder ein eigenständiger Planet war. Irgendwo dort draußen gab es bestimmt ebenfalls einen Planeten, auf dem Leben existierte, so wie hier bei uns.
Nach gut zehn Minuten hatte ich aber genug, sah Alexis noch einmal fragend an und stand auf. War wohl besser, Joe nicht länger zu stören auch wenn der gesagt hatte, dass wir noch hier bleiben konnten. Der saß auch noch immer an seinem Computer, sah nun aber auf, als er bemerkte, dass wir beide standen und ich mich ihm zugewandt hatte.
"Vielen Dank dass wir durch das Teleskop sehen konnte. Und danke für die vielen Informationen." Ich lächelte den zu kurz geratenen Mann an und verbeugte mich leicht. Joe stand auf und kam ein paar Schritte näher getreten.
"Ach, das hab ich doch gerne gemacht. Ihr könnt jederzeit wieder kommen, ich freu mich auf Besuch." Joe strahlte mich an und ich reichte ihm noch einmal die Hand. "Kommt gut daheim an."

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Alexis am So 20 Sep 2015 - 15:28

Er hatte Claudius nicht das Gefühl geben wollen, als wollte er sich den Nebel nicht mehr ansehen, weshalb er leicht den Kopf neigte, dann aber doch schwieg. Claudius setzte sich ja noch einmal und sah durch das Teleskop. Er war nur aufgestanden, weil er ja ohnehin als letzter hindurchgesehen hatte und er ihm noch einmal die Chance hatte geben wollen.
Tatsächlich konnte er es dann auch nicht lassen, sich noch einmal kurz zu setzen, als Claudius wieder aufgestanden war. Sein Blick ging noch einmal durch das Okular, doch er erhob sich bald wieder, um sich zusammen mit ihm von Joe verabschieden zu können. Auch er bedankte sich leise bei ihm und neigte höflich den Kopf. Und er zog auch einen kleinen Geldschein aus der Hosentasche hervor und reichte ihn ihm. Als eine Art Trinkgeld quasi. Es war nicht selbstverständlich, sich so intensiv mit Besuch zu beschäftigen, wenn man selbst Arbeit zu erledigen hatte, und außerdem hatte er seine Sache auch wirklich gut gemacht und sehr viel Informatives von sich gegeben.
Bevor sie sich jedoch zur Treppe wandten, fiel ihm etwas ein, und er drehte sich noch einmal zu Claudius. "Möchtest du versuchen, durch das Teleskop ein Foto von dem Nebel zu schießen?", fragte er ihn. Wenn man den Blitz ausstellte und den Nebel länger belichtete, musste es eigentlich funktionieren, die Kamera war nicht schlecht.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Claudius am So 20 Sep 2015 - 16:09

"Oh, das müsst ihr doch nicht machen", sagte Joe verlegen als Alexis ihm einen Schein reichte zum Dank. Das fand ich gut... Ich hatte Alexis nicht danach fragen wollen, aber ich fand es richtig, dass Joe etwas für seine Mühe bekam. Er hatte uns immerhin fast zwei Stunden lang bespaßt.
Letztendlich nahm er ihn auch an, nachdem ich ihm noch einmal versichert hatte, dass er den Schein ruhig annehmen konnte und wie gut er das gemacht hatte und wie interessant alles gewesen war. Er bedankte sich überschwänglich bei uns und als Alexis vor schlug, die Wolke mit der Kamera zu fotografieren, wuselte er auch gleich wieder zu dem Computer um nachzusehen, was er tun konnte, damit das mit dem Foto klappte.
"Mal sehen, ob das funktioniert", meinte ich, ein wenig skeptisch und zog die Kamera aus der Jacke, schaltete sie ein und setzte mich noch einmal auf den Sessel. Ich hielt die Kameralinse vor das Objektiv und sah auf das Display, damit ich sehen konnte, ob überhaupt was zu sehen war. die Blitzfunktion hatte ich bereits abgestellt.
Ich machte ein paar Fotos, die ersten wollten nicht so ganz... Eines sah aber doch ganz gut aus, überhaupt nicht verwackelt. Es sah fast so aus wie als wenn ich durch das Teleskop sehen würde.
"Das sieht doch gut aus", meinte Joe, der zu uns getreten war, um die Ergebnisse zu sehen. "Sowas ist billiger als sich Fotos aus dem Souvenirladen zu kaufen und macht auch viel mehr Spaß."
"Ja...stimmt", sagte ich leise, obwohl ich keine Ahnung hatte, wie viel die für so ein Bild in einem Laden verlangten. Ich lächelte, verstaute die Kamera wieder in der Jacke und stand auf. "Nochmal vielen Dank."
"Danke auch und sehr gerne. Bis bald vielleicht mal wieder." Joe begleitete uns bis zum oberen Rand der Treppe, wo er uns hinterher winkte als wir nach unten stiegen und die Sternwarte anschließend wieder verließen. Draußen war es etwas kühler geworden, aber kalt war es direkt nicht. Es ging nur mittlerweile ein Wind, der abgekühlte Luft über das Land brachte.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Alexis am So 20 Sep 2015 - 16:17

Sie traten also noch einmal zu dem Teleskop, nachdem Joe mit einiger Überzeugunskraft das Geld entgegengenommen hatte, und Claudius versuchte, ein gutes Bild von dem Nebel zu machen. Es wollte erst nicht so recht funktionieren, doch nachdem er die Kamera auf Nachtmodus umgestellt hatte und es schaffte, sie sehr ruhig zu halten, entstand ein Foto, das sich doch sehen ließ. Alexis warf Joe bei seinen Worten einen Blick zu und nickte leicht. Selbst ein Foto davon machen zu können, war besonderer als ein Foto zu erwerben. Auch wenn man es so oder so in echt selbst gesehen hatte, das Sternbild.
Er verabschiedete sich noch einmal von Joe und folgte Claudius dann die Treppe hinunter und langsam an dem Planetensystem vorbei zur Tür. Draußen war es etwas kühler geworden, doch nicht so, dass man frieren musste. Es noch immer relativ angenehm, und auch der Wind hatte eine warme Note. Alexis schloss behutsam die Tür hinter sich.

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Re: Weite Graslandschaft

Beitrag  Claudius am So 20 Sep 2015 - 16:23

Ich atmete tief aus als Alexis die Tür von der Sternwarte geschlossen hatte. Ich neigte den Kopf und blickte hinauf in den Himmel... Irgendwo da oben befanden sich die Sterne, die wir eben in Vergrößerung gesehen hatten... Wahnsinn. Wenn man länger darüber nachdachte, wurde einem ganz tatterig im Kopf. Wahrscheinlich, weil es so etwas war, was man mit dem Verstand nicht fassen konnte.
Als ich den Blick wieder senkte, ging er in Alexis' Gesicht. Ich wandte mich ihm zu, noch bevor er sich in Bewegung setzte, und gab ihm einen leichten Kuss auf die Wange. Ich griff dabei mit der linken nach seiner rechten Hand.
"Vielen Dank Alexis. Das war echt toll", sagte ich leise und Lächelte ihn an. "War einfach klasse..."

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Re: Weite Graslandschaft

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