✘ i let it consume me

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Re: ✘ i let it consume me

Beitrag  Winter am Di 13 Nov 2018 - 15:07

Ein Vampir? Er runzelte die Stirn; Constantine war keinesfalls jemand, dem man tagtäglich über den Weg lief. Blind aber dennoch sehend, alt, aber auch jung, ein Vampir, der im Sonnenuntergang spazieren ging... Winter seufzte leicht. Und zu ihm sagte man, er sei unnormal. Je länger er darüber nachdachte, desto weniger Sinn ergab es, weshalb er recht schnell wieder andere Ziele mit seinen Gedanken suchte. Dass der Vampir 19 Jahre alt war, war einige Zeit her. Eine wirkliche Antwort, die er auf diese Aussage hin geben konnte, fand der selbst-19-Jährige allerdings nicht. Vielleicht war das aber auch gar nicht nötig. Das Thema, wie alt sie waren oder was sie waren rückte fast wieder in den Hintergrund.
"Geisterversion?" ; vielleicht sollte er nicht all das, was Constantine von sich gab, wiederholen, als wäre er sein Lehrer. Er war vielleicht älter, vielleicht erfahrener, vermutlich gebildeter, aber in der anderen Dimension kannte Winter sich vermutlich besser aus. Sehr viel besser. "Nein, Geister gibt es dort nicht. Das würde ja bedeuten, dass man die Wesen und Dinge dort nicht berühren kann, aber das kann man." Er fischte einen Stein aus seiner Tasche, warf ihn hoch und fing ihn mit fehlender Eleganz wieder auf.
"—zumindest ich kann das." Constantine hatte durch das blau-leuchtende Gestein immerhin einfach hindurchgefasst, als wäre es, ja, nur eben eine Geistererscheinung. Wie genau es funktionierte, wusste Winter nicht, doch irgendwie existierte beides. Und er ebenso. Doch was mit seinem Körper dort drüben passierte, wenn er gerade komplett im hier war, das wusste er nicht — und darüber hatte er sich tatsächlich schon einige Nächte und Tage den Kopf zerbrochen, ohne zu einem Schluss zu kommen.

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Re: ✘ i let it consume me

Beitrag  Constantine am Di 13 Nov 2018 - 15:29

Constantine nickte leicht und störte sich nicht weiter daran, dass Winter schon wieder wiederholt hatte, was er sagte. Er verlangsamte seine Schritte etwas, während er nachdenklich den Blick hob und ihm lauschte, legte die Stirn dabei wieder in schwache Falten und schürzte sogar ganz schwach die Lippen.
"Nun, das was ich weiß oder man mir gesagt hat, ist, dass selbst Geister ihre eigene Dimension haben. Oder ihre eigene Ebene in der Realität. Wenn sie hier erscheinen, sind sie nur nicht greifbar, weil sie nicht ganz hier sind - in ihrer eigenen Realität wären sie materiell und man könnte sie anfassen, wenn man dort wäre." Er blieb kurz stehen und wandte sich Winter richtig zu, statt ihm die Seite zu kehren und neben ihm herzugehen.
"Das würde wenigstens insofern passen, als ich die Steine ja nicht anfassen konnte, du aber schon, weil du in beiden ... Dimensionen bist. Und nur, weil es in dieser Welt Geister sein könnten, muss das nicht bedeuten, dass es sich um Verstorbene handelt. Geist ist in dem Fall nur ein Oberbegriff." Er wusste nicht, ob Winter ihm ganz folgen konnte, doch er konnte es auch nicht supertoll erklären, weil er nur Halbwissen von Mahynoor aufgeschnappt hatte. Manchmal hatte er ihr vielleicht auch nicht ganz so aufmerksam zugehört (was sie besser nie erfuhr).
Vermutlich suchte er sich gerade nur eine plausible Erklärung für seine eben gemachte Erfahrung mit den Steinen. Auch wenn es das Warum nicht erklärte.

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Constantine

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Re: ✘ i let it consume me

Beitrag  Winter am Di 13 Nov 2018 - 16:23

So hatte er tatsächlich noch nicht darüber nachgedacht; vielleicht war er ja ein Geist dort drüben, wenn er gerade nicht teilweise oder fast komplett hier war? Er heftete den Blick diesmal direkt auf seinen Gegenüber, wobei man ihm wohl ansehen konnte, wie erleichternd es war, einmal eine ernsthafte Erklärung zu bekommen. Einen Versuch, es zu verstehen, anstatt es direkt als Schwachsinn abzustempeln. "Warum kannst dann du—" Die Frage blieb unbeendet, war ohnehin eher ein leises Raunen, noch während Constantine sprach.
Die Stimme des anderen verebbte, während Winters Blick und Aufmerksamkeit sich schon ein anderes Ziel gesucht hatten. Er sah noch in die Richtung des Blonden, doch nicht direkt ihn an, vielleicht könnte man das meinen, doch starrte er direkt an ihm vorbei; genau zu dem Hund, der dort, weit entfernt, an der Leine lief. Als würde dieser den Blick der gelben Augen spüren, gab er ein Bellen von sich, so laut, dass es Winter zusammenzucken ließ — ehe auch schon das größere Übel auftauchte. Ein Wesen, mindestens doppelt so groß wie er. Wie ein riesiger Wolf mit sechs Beinen, dessen Krallen tiefe Furchen in den Boden schlugen, als er direkt auf Constantines Rücken zuwetzte. Angst machte sich in dem Jungen breit, höllische Angst, doch gab er ein aggressives Knurren von sich, spannte die Muskeln an, ehe er einen Sprung vollführte, dann noch einen, der ihn in die Höhe trug, ein Stück nach vorn, als wolle er sich direkt auf das Wesen stürzen.
Der Schlag des Ungeheuers traf ihn mit voller Wucht, pflückte ihn aus der Luft, als wäre er nur eine kleine, mickrige Fliege. Sein Körper konnte den Sprung nicht beenden, flog stattdessen nach hinten, doch war das nicht Winters eigenes Werk; ganz und gar nicht. Sein Rücken traf einige Meter weiter hinten wieder auf den harten Boden, doch blieb er dort nicht still liegen, wurde stattdessen noch weiter zurückgepresst, ehe das Wesen von ihm abließ, einige Meter zurück hetzte, sich umdrehte und scheinbar wieder Anlauf nahm. Wieder entwich Winters Kehle ein Laut; ein genervtes, schmerzerfülltes Keuchen, das seinen hastigen Atem begleitete, während er sich wieder auf die Beine kämpfte. "Du wirst-" grollte er, beendete doch auch diese Aussage nicht, sondern ergriff die Steine in seiner Tasche, um diese dem Biest entgegen zu werfen.  Währenddessen stolperte er einige Schritte zurück, riss die roten Augen auf, als er merkte, dass das keinesfalls effektiv war, doch eine Waffe hatte er nicht zur Hand.

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Re: ✘ i let it consume me

Beitrag  Constantine am Di 13 Nov 2018 - 16:48

Ja, warum konnte dann er? - Er ahnte wohl, was Winter fragen wollte, denn er zuckte noch die Schultern, ehe ihm auffiel, dass Winters Muskeln sich verspannten. Die Impulse, die die Muskulatur aussandte, war plötzlich um ein Vielfaches stärker als wenn er einfach normal dagestanden hätte. An dem Hund, der noch eine halbe Ewigkeit weit weg war und bellte, konnte es ja nicht liegen, oder? Oder hatte Winter panische Angst vor Kötern?
Constantines Pupillen zeigten eine leichte Reaktion, als der Junge knurrte. Wie immer, wenn irgendetwas geschah oder zu hören war, das versuchte, an den Instinkt in ihm zu appellieren. Aber er wich stattdessen nur einen Schritt zur Seite aus, als Winter plötzlich hochsprang. Einfach um der Möglichkeit zu entgehen, es handele sich bei Constantine selbst um sein Ziel. Dem war aber scheinbar nicht so. Winter sprang viel höher und setzte über die Stelle hinweg, an der er gerade noch gestanden hatte als stürzte er sich auf etwas anderes. Etwas, das für Constantine nicht vorhanden war. Jedenfalls nicht wirklich.
Es war ein erschreckender Gedanke, dass da etwas war, das er nicht bemerken konnte, das ihn möglicherweise angreifen würde, und da er den Stein auf dem Fuß gespürt hatte, stand für ihn auch absolut nicht fest, dass ein solches Wesen durch ihn hindurchfliegen würde. Er "sah" es, als es auf Winter traf; wieder war die Form sehr diffus, doch es schien etwas Wolfsartiges zu sein, wenngleich es die Größe eines Pferdes haben musste. Sobald es Winter nach hinten warf und der Kontakt sich löste, verschwand es - tauchte dann wieder auf, als es ihn zurückdrängte.
Eigentlich hatte Constantine ja wirklich keine Lust, sich in einen Kampf einzumischen, bei dem er den Gegner eventuell nicht mal berühren, ihn in jedem Fall aber nicht spüren konnte, bis er für seinen Geschmack zehn Meter zu nah dran war. Aber dieses Riesenvieh würde Winter ansonsten möglicherweise einfach in zwei Teile reißen (warf er gerade mit seinen Steinen nach dem Ding?!). Also stand Constantine neben ihm, ehe er noch einmal Piep sagen oder das Wolfsding sich erneut auf ihn stürzen konnte, schlang etwas unsanft den Arm um seinen Rücken und warf ihn sich über die Schulter, sodass er mit ihm das tun konnte, was ein Vampir allgemeinhin abgesehen von Beißen und Bluttrinken so am besten konnte. Laufen. Oder Rennen vielmehr.
Er brachte dadurch binnen weniger Herzschläge hundert Meter zwischen sie und das Ding (hoffentlich jedenfalls, da er es ja nicht wahrnahm), ehe er wieder innehielt. "Ist dir Flucht am liebsten oder willst du das Vieh bekämpfen? Wirkte mit den Steinen nicht so erfolgreich", teilte er Winter über die Schulter mit.

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Re: ✘ i let it consume me

Beitrag  Winter am Di 13 Nov 2018 - 19:58

Constantine wurde völlig ausgeblendet; eben noch darüber geredet, was jetzt mehr oder minder eintrat. Als wäre Constantine lediglich ein Geist in dieser Dimension, nicht von Bedeutung oder gar nicht erst wirklich vorhanden, dabei hätte Winter den Vampir durchaus gesehen und gehört, hätte er sich nur darauf konzentriert — doch sowas war leicht gesagt. Wie sollte man sich auf eine einzelne Person, die keine Bedrohung darstellte (oder bisher dargestellt hatte) wenn gerade ein riesiges Ungeheuer mit gewaltigen Zähnen und toten Augen auf einen zuwetzte? Und, wie es hier immer war, war die einzige Intention dieses Biestes, Winter zu töten. Weil er der einzige Feind hier war. Der einzige, der für Ordnung sorgte. Der einzige, der es mit den Bestien aufnahm.
Seine roten Augen klebten an dem Vieh, an dem dunklen Fell, der großen Schnauze, die vor Blutdurst triefte. Die toten Augen hingen an ihm, als wären sie mit Kleber befestigt, die großen Pranken krallten sich bei jedem Schritt in den Boden, die Schritte wirkten keinesfalls elegant, hatten jedoch gleichzeitig etwas beruhigendes. Todbringendes. Die Bewegungen des Wolfes waren so zielgerichtet, dass man sich sicher sein konnte, dass er den Tod mit sich brachte. Doch Winter glaubte nicht an einen Tod in dieser Dimension, nicht an seinen zumindest. Die Angst zerfraß ihn zwar innerlich, doch wusste er genau, dass er es mit jedem Wesen, das hier existierte, aufnehmen konnte. Falls nicht—...
Heftig atmete er aus, als er einen Griff um seine Mitte spürte und schließlich mit einer Leichtigkeit vom Boden gehoben wurde. Sein Sichtfeld änderte sich ein wenig, fast wäre ihm schlecht geworden, doch zögerte er keinen Moment, den Wolf wieder zu suchen, der zurückblieb, während er sich, nicht aus eigener Kraft, wegbewegte — und das in unglaublicher Geschwindigkeit, die ihm fast den Magen umdrehte. Kaum verlor er das Biest wieder aus den Augen, wurde ihm erst wirklich bewusst, dass irgendetwas ihn gepackt hatte. Heftig blinzelnd drehte er den Kopf, versuchte zu erkennen, was es war, ehe er eine Stimme hörte, nur entfernt, jedoch gar keine Zeit ließ, die Worte fertig auszusprechen oder gar zu entziffern. "Lass mich." giftete er aggressiv, was man wohl kaum von ihm erwarten würde. Heftig begann er zu strampeln, schlug mit den Fäusten nach der Gestalt, die er nicht erkennen konnte, und probte weiter einen Aufstand; "Lass mich!" Die Kiefer presste er so fest aufeinander, das man fast meinen könnte, er würde sich die Zähne ausbeißen.

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Re: ✘ i let it consume me

Beitrag  Constantine am Di 13 Nov 2018 - 20:29

Ja, Constantine hatte vielleicht damit gerechnet, dass Winter ihm eine Antwort gab. Er hatte auch damit gerechnet, dass Winter sich ein wenig wehren könnte, wenn man ihn einfach so vom Gehweg pflückte. Und er hatte auch damit gerechnet, dass er ängstlich reagierte. Vielleicht hatte er auch damit gerechnet, dass Winter ihm sagen würde, er wollte runter, um sich um das ... Irgendwas kümmern zu können.
Aber er hatte irgendwie gehofft, dass Winter nicht bockig wie ein Kleinkind werden würde, das seinen Lolli nicht bekam. Und von Winter hatte er erwartet, dass dieser ihn nicht zu schlagen anfing, wenn sein "Feind" offensichtlich das unsichtbare Vieh war, und nicht Constantine.
Er wand sich unter den Schlägen etwas, langte mit der freien Hand hinüber und bekam Winters einen Unterarm zu fassen. Den hielt er auch (mit recht starkem Druck) fest, als er ihn sich mit der anderen Hand von der Schulter zerrte, und hielt ihn am gestrecken Arm so von sich. Es funkelte kurz etwas angepisst in seinen Augen. "Könntest du vielleicht nicht mich schlagen, wenn ich dir zu helfen versuche?", zischte er und verengte sie leicht. Hinter den Lippen blitzten dabei die Fangzähne auf. "Du kannst das natürlich gerne auch allein regeln."

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Re: ✘ i let it consume me

Beitrag  Winter am Di 13 Nov 2018 - 21:11

Seine Schläge trafen ihr Ziel, doch konnte er nicht lange so fortfahren wie bisher. Nicht lange und einer seiner Arme wurde zur Stille gezwungen, was ihn nur dazu brachte, nervöser zu werden; doch drehte sein Sichtfeld wenig später erneut, ehe er wieder auf beiden Füßen stand, kurz etwas schwankte, so oder so jedoch nicht umkippen konnte — immerhin hielt dieses etwas ihn fest. Seine roten Augen schienen ihn jedoch nicht anvisieren zu wollen, er sah zwar in seine Richtung, jedoch nicht lange und eher durch ihn hindurch, während die Worte an ihm vorbeirauschten.
Sein Körper schmerzte, vor allem seine Schultern, mit denen er auf dem Boden aufgedonnert war. Seine Brust bebte heftig, wie die eines aufgeregten Vogels, der gerade vor einer Katze geflüchtet war. Die geweiteten Augen achteten auf sein Umfeld, während seine Muskeln sich scheinbar nicht mehr entspannen wollten. Kaum sah er jedoch spitze Fänge aufblitzen, zuckte er zusammen, versuchte, sich aus dem Griff zu befreien und zurückzuweichen, drehte den Kopf jedoch wieder unruhig zur Seite, um das Biest, das wieder näher kam, zu beobachten. "Geh." sagte er nun, wobei wohl nicht ganz klar war, an wen die Worte gerichtet waren. Besser gesagt dieses eine Wort. Die Bruchstücke der Sätze, die die Stimme gesagt hatte, fügten sich langsam ein wenig zusammen; doch waren es Lügen. Hier gab es keine Hilfe. Dass Winter Constantine von dem einen auf den anderen Moment praktisch vergessen hatte, war ihm selbst nicht klar; doch konnte er nicht genug Aufmerksamkeit aufbringen, darüber nachzudenken. Sein Herz schlug heftig, während er sich wieder dem Wolf zuwandte, der auf ihn zukam. Mit einem kräftigen Sprung begab Winter sich nach vorn, sprang praktisch direkt auf die gehobene Pranke zu, die nach ihm schlug. Mit den Krallen traf das Biest Winters Schulter, dann seinen Arm, woraufhin der Junge einen schmerzerfüllten Laut ausstieß. Langsam sammelte sich ein wenig Blut in seinen Augen, balancierte auf seiner Wasserlinie, wobei er versuchte, dagegen anzukämpfen. Dennoch schaffte er es, einen kräftigen Hieb auf der Pfote zu platzieren. Der Wolf schlug erneut nach dem Schwarzhaarigen, kaum dass er den Schlag platziert hatte, schlug ihn zurück mit einer gewaltigen Kraft, sodass Winter direkt auf Constantine zuraste, falls dieser nicht auswich.

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Re: ✘ i let it consume me

Beitrag  Constantine am Mi 14 Nov 2018 - 8:15

Da Winter versuchte, sich loszureißen, um zurückzuweichen, ließ Constantine den Griff um seinen Unterarm fahren. Etwas anderes wäre es gewesen, hätte er versucht, näherzukommen; dann hätte er ihn weiter auf Abstand gehalten, weil er keine weiteren … Schläge von ihm abbekommen wollte. Und normalerweise hätte er sich in dieser Situation auch nicht zweimal sagen lassen, dass er gehen sollte. Wenn er die Wahl hatte zwischen sich Raushalten, unversehrt Bleiben und Weggehen oder der Involvierung in einen Kampf, Verletzungen, Schmerzen (und der schlechten Laune eines Mitstreiters), dann würde er sich für ersteres entscheiden.
Die Sache war nur diese, dass er das verdammte Vieh nicht wahrnehmen konnte, das Winter angriff. Und vielleicht auch die, dass Winter mit 19 Jahren in Constantines Augen (oder wie auch immer) nicht zu den Leuten zählte, die man getrost sich selbst überlassen konnte. Volljährigkeit war eben auch nur eine Zahl auf einem Stück Papier. Erschwerend kam hinzu, dass Winter gerade ohnehin schon einen neuerlichen Angriff auf das unsichtbare Ding startete, was Constantine dazu veranlasste, herumzufahren und das ganze zu verfolgen. Es ging ohnehin viel zu schnell, als dass er schon eine Entscheidung getroffen hätte, ob es an der Zeit war, Winter stehenzulassen.
Der Geruch von Blut drang an seine Nase, kurz bevor die Kreatur einen zweiten Treffer landete und der Junge zurückgeschleudert wurde. Er hätte ihm ohne Weiteres ausweichen können, aber wenn er ein Mensch war, dann war er vermutlich ebenso zerbrechlich wie einer. Und Constantine auch einfach nicht gemein genug, um einen Schritt zur Seite zu treten, damit Winter mit voller Wucht den Kiesweg grüßen konnte. Er fing ihn also lieber auf, als er von vorn gegen ihn geschleudert wurde, verlagerte das Gewicht nach vorn und stemmte die Fußspitzen in den Boden, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.
Die Bewegungsenergie, mit der Winter gegen ihn geschleudert wurde, war groß genug, dass sie Constantine noch ein Stück vor sich her schob, ehe er Winters Flug abgefangen hatte. Er brachte sie zurück ins Gleichgewicht, griff Winter dann fester und brachte sie mit ein paar Sprüngen weiter außer Reichweite des Wolfsviehs, damit es nicht sofort wieder zuschlug. „Wie willst du das Ding denn ohne Waffen umlegen?“, fragte er Winter dabei.

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Re: ✘ i let it consume me

Beitrag  Winter am Mi 14 Nov 2018 - 9:55

Er hatte gedacht, hier hätte er Ruhe vor diesen Biestern. Eigentlich war er nur hierher gekommen, um ein paar Steine aufzusammeln, die Kleintiere zu beobachten, die sich hier aufhielten, und vielleicht, ganz vielleicht, sogar, um sich ein wenig unter die Leute zu begeben. Zu dieser Uhrzeit war zwar nicht mehr allzu viel hier los, doch gerade das machte es um einiges einfacher, sich selbst ein wenig Normalität vorzugaukeln. Wenn niemand ihn beachtete oder schief ansah — bis er die Steine hatte fallen lassen. Constantine schien ihm jedoch nicht mit purer Abneigung gegenüber zu stehen, doch war Winters Kopf gerade ohnehin nicht dazu in der Lage, noch wirklich an den Vampir zu denken. Er war da gewesen, ja. Er hatte mit ihm gesprochen, war vermutlich sogar der gewesen, der ihn weggezogen hatte? Vielleicht.
Der Wolf beanspruchte Winters gesamte Aufmerksamkeit. Die riesige Pranke, die bald schon wieder dafür sorgte, dass der Junge erneut nach hinten flog, und das nicht gerade sanft. Er bereitete sich schon darauf vor, erneut auf dem Boden zu landen, die kleinen Steine zu spüren, die sich durch den Stoff des Kapuzenpullovers zu drücken drohten — doch folgte kein Aufprall, kein solcher zumindest. Stattdessen wurde sein Flug von irgendetwas oder irgendjemandem abgefangen, bevor er auf den Boden stürzen konnte. Er merkte den plötzlichen und starken Widerstand, spürte, wie die Gestalt, die ihn gegriffen hatte, von der Wucht zurückgedrückt wurde, jedoch nicht in sich zusammensackte. Der Griff schürte Winters Wut ein wenig weiter, wieder wurde er von seinem Gegner weggezerrt, wobei seine roten Augen das Biest weiterhin anvisierten. Seine Augen brannten unangenehm, er blinzelte mehrmals, was seine Sicht nur verschwommen und leicht rötlich werden ließ — weshalb er den kurzen Moment in scheinbarer Sicherheit dazu nutzte, sich mit dem Ärmel über die Augen zu wischen.
'Wie willst du das Ding denn ohne Waffen umlegen?'; er wusste es nicht. Wirklich ansprechbar war der Schwarzhaarige gerade nicht, zeigte jedoch wenigstens irgendeine Reaktion — auch wenn diese nur darin bestand, dass er sich nach hinten lehnte, gegen den Widerstand, die Person, diese Einbildung drückte und die Füße in den Boden rammte, um sich und den anderen von dem Vieh wegzudrücken. Auch hob er nun endlich den Blick, sah in das Gesicht des Anderen, den er nun erkannte. "Constantine-" Er erschien ihm nur blass, doch war der Griff fest genug um zu wissen, dass der andere nicht nur eine Einbildung war. "Lass mich los. Ich bring es um—" Den Kopf drehte er nun wieder zu seinem Angreifer, der schon ein wenig näher gekommen war. Kaum hatte er wieder Blickkontakt mit dem Biest hergestellt, zappelte er wieder etwas mehr. Wie er ohne Waffen vorgehen sollte? Irgendwie würde das schon funktionieren.

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Re: ✘ i let it consume me

Beitrag  Constantine am Mi 14 Nov 2018 - 11:20

Es war ja schon ein wenig nervig, dass Monsieur nicht einsehen wollte, dass es ganz gut war, ihn aus der Angriffslinie zu zerren. Nicht, dass sein Sträuben ihm weitergeholfen hätte, wenn Constantine wirklich beabsichtigt hätte, ihn festzuhalten. Dafür war er zu schwach. Doch er hatte gleichzeitig auch keine Lust darauf, ihn gegen seinen Willen festzuhalten. Und da er das Wolfsvieh nicht sah, konnte es ihn in der nächsten Sekunde genauso gut von hinten attackieren, weil er Winter noch festhielt.
Denn das war ihm aufgefallen: Das Wolfswesen hatte bisher noch keine Anstalten gemacht, ihn anzugreifen. Ob das nun daran lag, dass Winter sich dem Ding vorher immer in den Weg geworfen hatte, oder daran, dass es Constantine ebenso wenig wahrnahm wie er es, stand natürlich noch nicht fest, aber es sprach einiges für letzteres. Fraglich war dadurch letztlich aber auch, ob das Wesen es wahrnahm, wenn Constantine die Umgebung manipulierte. Vermutlich nicht; wahrscheinlich war es gegen seine Illusionen immun. Aber es war einen Versuch wert, es auszuprobieren, damit Winter wenigstens eine kleine Chance hatte, nicht zerfleischt zu werden, wenn er schon nicht abhauen wollte.
Constantine fiel noch etwas auf: Der Blutgeruch ging von Winters Gesicht aus, obwohl er sich ziemlich sicher war, dass der Wolf ihn am Oberkörper erwischt hatte. Doch dort ließ sich keine Wunde wahrnehmen. Er ließ Winter los und wich selbst ein Stück zur Seite zurück, wobei er ihn „unsichtbar“ machte. Das war für ihn eine der komplexesten Illusionen überhaupt, weil er nicht wie andere die Umgebung wahrnahm und daher nicht wusste, wie er Winter aussehen lassen musste, damit er mit ihr verschmolz. Alles, was er tun konnte, war, eine Vorstellung in den Raum zu werfen, wie es hier ohne Winter wäre. Das meiste an dieser Illusion leistete also eigentlich derjenige, der ihr unterlag, indem er selbst zu der Vorstellung gelangte, dass Winter nicht vorhanden war (physisch jedenfalls und er blockierte auch seinen Geruch).
„Das bin ich“, sagte Constantine laut, damit Winter nicht in Panik ausbrach – denn er konnte seine Illusionen nicht auf einzelne Lebewesen beschränken. Entweder alle oder gar keiner. Und das bedeutete wiederum, dass Winter sich selbst nicht mehr sehen konnte. Nur das Gespür für seinen Körper blieb ihm, sodass er immerhin noch immer wusste, wo sich seine Füße und Arme gerade so befanden. Constantine würde die Illusion auch sofort wieder lösen, wenn er bemerkte, dass sie nichts brachte. Es war nur ein Versuch.

(Ich hoffe, das ist verständlich so =‘D ist immer etwas kompliziert – Aber: Da Winter der Illusion unterliegt und die, ich sag einfach mal Einbildung von dem Wolf gegen ihn wirkt, weiß ich jetzt nicht so ganz, ob der Wolf ihn trotzdem sieht, weil Winter ja an sich immer noch „da“ ist, oder ob er ihn sieht, weil Constantines Illusionen ja keinen Einfluss auf die „Dimension“ haben – ODER ob der Wolf ihn genau nicht sieht, weil Winter die Tatsache, dass er „unsichtbar“ ist auf die „Dimension“ überträgt..Constantines Illusionen täuschen nämlich den Geist, nocht die Augen..
Ich hoffe, das macht irgendwie Sinn xD such’s dir einfach aus, fände beides logisch)

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