Zwei Halbe machen ein Ganzes?

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Zwei Halbe machen ein Ganzes?

Beitrag  Akio am So 21 Okt 2018 - 14:28

Caitlyns Dojo in Capital City, Gegenwart

Hier stand er nun vor dem Dojo und traute sich einfach nicht hinein. Die Eingangstür erschien ihm seltsam unzugänglich und viel mehr wie ein unüberwindbares Hindernis, als ein einladender Durchgang, den der Mönch gern passieren würde. Wenn er bestimmen müsste, was ihn so nervös machte, wäre es an erster Stelle die Vorstellung eine Bekannte, der er seit knapp einem Jahr nicht mehr begegnet war, wiederzusehen. Dieses Treffen war nicht ausgemacht. Caitlyn hatte keinen Schimmer, dass er kam und der Gedanke das Mädchen bei wichtigeren Angelegenheiten zu unterbrechen oder ein gar gänzlich unerwünschter Gast zu sein, ließ Akios Magen sich unangenehm zusammenziehen.
Aber vielleicht freute sie sich auch ihn zu sehen. Der Arkane war kein Pessimist. Er beleuchtete die Dinge grundsätzlich von allen Seiten und zog dabei auch positive Ergebnisse in Betracht. Je länger er vor dem geschlossenen Tor stand, desto öfter hinterfragte er die Vermutung, dass Caitlyn sich durch seinen Besuch gestört fühlen könnte. Sie hatte ihm doch nicht grundlos die Adresse zu ihrem Dojo anvertraut. Hätte sie ein zukünftiges Treffen vermeiden wollen, hätte sie nichts weiter tun müssen, als ihm zu verschweigen sie würde einen Kampfraum besitzen. Akio zupfte den Kragen seines traditionellen Gewands zurecht, stellte sicher, dass sämtliche Knöpfe geschlossen und alle Stoffschichten ordentlich übereinandergeschichtet waren. Er trug einen modernen Rucksack auf dem Rücken, der sich optisch mit dem Gewand biss, doch Akios Priorität war kein modisch aufeinander abgestimmtes Outfit, sondern ausreichend Stauraum für Geldbeutel, Handy und eine Stadtkarte, die er sicherheitshalber mit sich herumtrug. Mit mehr Selbstsicherheit erfüllt, als noch vor einer halben Minute, betrat er das Dojo seiner Bekannten und kündigte sich mit einem zurückhaltenden „Hallo?“ an.

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Re: Zwei Halbe machen ein Ganzes?

Beitrag  Caitlyn am So 21 Okt 2018 - 14:56


Ich freute mich bereits auf das Training, nein eher das Raufen heute. Ich freute mich immer darauf mich mit den anderen zu prügeln, da konnte man so schön viel Dampf ablassen. Ich hatte mich bereits umgezogen. Ich trug natürlich nicht mein Kleid um zu kämpfen, sondern relativ eng anliegenden Einteiler. Ich wollte nicht dass irgendwelcher unnötiger Stoff mir in die Quere kam. Es handelte sich um eine Spezialanfertigung, immerhin musste auch mein Schwanz da irgendwie durch passen, entsprechend hatte ich ihn auch in 'meinen Farben', also grau fast weiß mit gelben und schwarzen Akzenten geordert. Und natürlich robust. Einen Angriff der ernsthaft daraus aus war mich umzubringen würde das Ding nicht überleben, aber wir waren hier ja selten darauf aus einander zu verletzen. Er bedeckte Oberarme und -schenkel im übrigen etwa zur Hälfte. Es war so viel Stoff wie ich mir erlauben konnte ohne meiner Verwandlung im Weg zu stehen. Manche der Kerle schauten auch so schon genug, und ich wollte nicht deswegen einen Kampf gewinnen.
Ich hatte jedenfalls gerade noch mit Freunden gesprochen mit denen ich gleich eventuell sparren wollte, und wollte mich nun an einige Aufwärmübungen machen. Bis ich eine Stimme hörte, die mir irgendwie bekannt vorkam. Aus Neugier drehte ich mich Richtung Eingang um. Ich erkannte ihn sofort. Er war mit der Hautfarbe und den Haaren nicht unbedingt unauffällig. Es dauerte jedoch einige Sekunden bis ich wirklich verarbeitete, dass er gerade wirklich hier war. Und nicht am Tempel. "Akio?", sagte ich somit etwas verzögert und sichtlich überrascht. Ich ging zu ihm. Ob er mich wohl in menschlicher Gestalt, ohne Hörner, Klauen und Schwanz überhaupt erkannte? "Wie kommt's, dass du hier bist?", fragte ich mit breitem Lächeln. Natürlich freute ich mich ihn zu sehen. Wir kannten uns zwar nicht allzu gut, doch war er echt nett und wir hatten uns nun... wie lang? Ein Jahr oder so? Jedenfalls hatten wir uns echt lang nicht gesehen und ich hatte bereits überlegt mal wieder zum Tempel zu kommen. Ich musterte ihn einen Moment. "Verändert hast du dich aber kein Stück", stellte ich dann noch ein wenig amüsiert fest. Ich hatte zwar zuerst gedacht, dass er ein wenig gewachsen war, doch lag das eher daran, dass ich zur Zeit menschlich und nicht in meiner natürlichen Form unterwegs war. Das war natürlich nicht böse gemeint oder so. Aber er hatte sich nunmal kaum verändert und trug immernoch das gleiche Gewand wie damals. Zumindest glaubte ich das. Es passte jedenfalls ziemlich genau zu dem Bild in meinem Gedächtnis.
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Re: Zwei Halbe machen ein Ganzes?

Beitrag  Akio am Mo 22 Okt 2018 - 22:10

Die Nervosität des Mönchs verflüchtigte sich, sobald er das Lächeln auf den Lippen seiner alten Bekannten ausmachen konnte. Sie schien verwundert, aber nicht verärgert über sein plötzliches Erscheinen im Dojo und das reichte Akio bereits, um seinerseits ein warmes Lächeln zu zeigen und selbstbewusster einige Schritte auf die Weißhaarige zuzumachen. Selbstverständlich erkannte er sie, trotz der fehlenden Hörner. Und hatte sie bei ihrer ersten Begegnung keine Klauen gehabt, die das freundschaftliche Training am Tempel ein bisschen erschwert hatten? Es war lang her, sodass der Arkane sich nicht mehr zu hundert Prozent sicher war. Auf ihre Frage hin, zögerte Akio zunächst. Vermutlich meinte sie damit, was er in der Stadt machte und nicht speziell hier im Dojo. Letzteres erklärte sich dann schon so ziemlich von selbst. „Ich habe vor einigen Monaten den Bodai Tempel verlassen, um in der Stadt zu leben. Es war eine recht spontane Entscheidung“, klärte er Caitlyn auf. Er konnte ihr die Verwunderung nicht übelnehmen. Er hätte damals selbst nicht damit gerechnet, dass es ihn binnen kürzester Zeit in die Hauptstadt verschlagen würde. Aber hier war er nun, offenbar noch ganz der Alte, wenn er Caitlyns Worten Glauben schenken durfte. Konnte er das als Kompliment auffassen oder war es schlicht weg eine neutrale Feststellung? Er sah flüchtig an sich hinunter, nahm sein Gewand in Augenschein und richtete den Blick schließlich wieder auf die Weißhaarige. „Ich habe dich dafür etwas… anders in Erinnerung“, gab Akio mit einem kaum wahrnehmbaren Schmunzeln zurück. Einerseits anders gekleidet, andererseits etwas animalischer, als jetzt. „Komme ich zu einer ungünstigen Zeit?“ Sein Blick glitt durch den Raum. Er wollte niemanden beim Training stören oder vom Training abhalten.

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Re: Zwei Halbe machen ein Ganzes?

Beitrag  Caitlyn am Mi 24 Okt 2018 - 15:54


Ich war erstaunt. "Schon seit Monaten, huh?", fragte ich dann nach. Er war also schon eine ganze Weile hier. Mein Lächeln verwandelte sich in ein fieses Grinsen und ich kam ihm ein wenig näher. "Und du kommst nicht auf die Idee einer guten Freundin mal einen Besuch abzustatten?", fragte ich ihn dann. Sicher war es anhand meines Grinsens offensichtlich, dass das nur ein Scherz war, aber vielleicht schaffte ich es damit trotzdem ihn aus dem Konzept zu bringen. Das war bei ihm auch damals schon leicht gewesen, nicht zuletzt weil er scheinbar nicht allzu viel Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht hatte. Zumindest war es das was ich bei einem Mönch der in einem Tempel aufwuchs vermutete. Und vielleicht war 'gute Freundin' auch ein wenig übertrieben, aber was machte das schon?
Anders als ich ihn, hatte er mich jedoch ein ganzes Stück anders in Erinnerung. "Ja, Hörner, Krallen und Schwanz kommen gleich wieder, aber wenn ich in der Stadt unterwegs bin ist es praktischer wie ein Mensch auszusehen", dann wollten Kinder nicht an den empfindlichen Schwanz und die Leute schauten nicht so, und die Hörner blieben nicht an Türrahmen hängen. Apropos... wieder stahl sich ein Grinsen auf mein Gesicht. "Dann bin ich auch wieder größer als du", neckte ich ihn ein wenig. Vielleicht tat ich das zu gern. Egal, im Moment war ich auch schon ein paar wenige Zentimeter größer. Sofern man seine Haare außer Acht ließ zumindest. Aber wenn ich mich verwandelte und auf den Fußballen gehen musste, und meine Hörner hatte, dann war er ohne Zweifel kleiner.
Auf seine Frage schüttelte ich den Kopf. "Ich habe mich gerade erst umgezogen, wollte mich gleich ein wenig aufwärmen und dann loslegen", erklärte ich knapp. "Und was ist mit dir? Du hast mir immernoch nicht gesagt was du vorhast", fragte ich nun meinerseits nach. Natürlich wollte er irgendwie trainieren, das war auch mir klar. Zumindest bezweifelte ich, dass er nur hier war um mich zu besuchen. Blieb aber die Frage was genau er tun wollte. Einfach an irgendwelche Fitnessgeräte? Seine Standard-Mönch-Kampfübungen für die er in seiner Wohnung oder seinem Haus oder wie auch immer, vielleicht nicht genug Platz hatte? Vielleicht auch Trainingskämpfe gegen die anderen? Hier gab es ja viel Auswahl an Aktivitäten.
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Re: Zwei Halbe machen ein Ganzes?

Beitrag  Akio am Sa 27 Okt 2018 - 15:14

Obwohl er registriert, dass sie sich nur einen Scherz erlaubte, senkte der Arkane für einen kurzen Moment leicht betreten den Blick. Ein Fünkchen Wahrheit war in der Aussage schließlich schon enthalten. Er hätte sich ruhig etwas früher blicken lassen können und er hatte keine Ausrede parat, außer, dass er sich nicht getraut hatte. „Tut mir leid… ich wusste nicht, ob du dich überhaupt noch an mich erinnerst.“ Klar, er stach durch sein Aussehen heraus, aber das taten viele Wesen in Aeda. Und am Tempel war er nur einer von vielen Mönchen gewesen. Manchmal wünschte Akio sich auch, er könnte einfach in eine menschliche Haut schlüpfen, um nicht aufzufallen. Die spitzen Elfenohren gegen normale Menschenohren einzutauschen, hätte seine Vorteile. Aber mit Gestaltwandlung war er nicht gesegnet worden. „Wenn du mich nicht angesprochen hättest, weiß ich nicht, ob ich dich erkannt hätte“, gab er zu. So ganz anders gekleidet als damals und ohne die auffälligen Merkmale, stellte Akio fest, dass er sich erstaunlich wenig von Caitlyns Gesichtszügen gemerkt hatte. Nicht einmal die katzenartigen Pupillen waren ihm im Gedächtnis geblieben. Dafür schaute er jetzt ein wenig genauer hin. In ihr Gesicht.
Als Caitlyn fragte, was er vorhatte, ließ er den Blick noch einmal flüchtig durch den Trainingsraum schweifen, jedoch ohne dabei den Kopf zu bewegen. „Ich habe gehofft wir könnten einen Übungskampf austragen, so wie damals. Um ehrlich zu sein, habe ich das Training etwas schleifen lassen, seitdem ich in der Stadt wohne.“ Seine kleine Wohnung bot nicht genug Raum, er hatte keinen Trainingspartner und war zu schüchtern, um in irgendeinem beliebigen Dojo anzufragen. Gründe, mit denen er Caitlyn aber nicht in den Ohren liegen wollte. Spielte auch keine Rolle. Jetzt war er schließlich hier und willig seine etwas eingerosteten Fähigkeiten zu schulen. „Ich kann auch an einem anderen Tag wiederkommen, falls du dich schon mit jemandem verabredet hast.“ Akio wollte hier nicht hereinmarschieren und jemandem die Trainingspartnerin wegschnappen.

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Re: Zwei Halbe machen ein Ganzes?

Beitrag  Caitlyn am Sa 27 Okt 2018 - 17:29


Er schaute zu Boden, ihm war das wohl ein wenig peinlich. Er entschuldigte sich sogar und... war nicht sicher ob ich mich an ihn erinnern würde? Ich verzog das Gesicht und schnippte ihm gegen die Stirn, ehe ich wieder einen Schritt zurück trat. Hatte er davon, wenn er zu Boden schaute und auf deprimiert machte. "Schätzt du mich so gering, dass du glaubst ich würde einfach wen vergessen?", fragte ich ihn dann. Es kam ein wenig zu ernst raus... und dann auch wieder gerade ernst genug. Ich hatte es eigentlich scherzhaft gemeint, doch gleichzeitig stimmte es auch irgendwie. Um die Stimmung wieder aufzulockern klopfte ich ihm dann lächelnd auf die Schultern. "Mach dir keinen Kopf darum, jetzt bist du ja hier, und das ist was wichtig ist", und wehe nun fing er an irgendwie anderweitig zu schmollen, dann war das nicht das letzte Schnippen, das er abbekam.
Er war nicht sicher, ob er mich ohne meine besonderen Eigenschaften erkannt hätte. "Ja, das geht vielen so, die mich nur anders kennen", es stimmte, auch wenn es nicht allzu oft vorkam, dass man mich nur anders kannte. Es war jedenfalls nicht seine Schuld oder dergleichen, dass er damit Schwierigkeiten hatte. Bei... auffälligeren Personen merkt man sich eben zuerst die Auffälligkeiten und wenn diese dann weg fallen wird alles etwas schwieriger. Speziell wenn diese 'angewachsen' waren. Da konnte man sich ja kaum vorstellen, dass sowas plötzlich nicht mehr da ist.
Er hatte also in letzter Zeit weniger trainiert, und wollte das nun mit mir nachholen. Es sei denn natürlich ich hätte zu tun. Das war irgendwie typisch für ihn. "Nah, als Aufwärmung wirst du schon reichen", scherzte ich dann, schüttelte anschließend jedoch den Kopf. "Ich hatte heute nichts besonderes vor, hätte mir gleich einfach irgendwen geschnappt der gerade Zeit hat, und das wirst dann wohl du sein", natürlich war er ein besserer Gegner als nur Aufwärmung, da musste ich mich dann doch ein wenig mehr anstrengen. Ich wusste nicht recht ob seine volle Kampfkraft reichte, dass ich meine Magie nutzen und mich vollends verausgaben musste, aber das war meist ohnehin nicht mein Ziel. Damit stand dann zumindest von meiner Seite aus fest wer heute mein Gegner war. "Bist du zum ersten mal hier? Und hast du vor dich umzuziehen, oder trainierst du in den Sachen?", konnte ja sein, dass er bereits die letzten Tage mal da gewesen war, falls nicht sollten wir zumindest Bescheid geben. Und falls er sich nicht umziehen wollte konnten wir ja auch direkt los legen, wenn er erstmal langsam zur Aufwärmung.
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Re: Zwei Halbe machen ein Ganzes?

Beitrag  Akio am Mo 5 Nov 2018 - 21:02

Ein bisschen erschrocken fasste der Arkane sich an die Stirn, nachdem er den Ärger des Drachens abbekommen hatte. Oder wohl eher den vorgespielten Ärger? Manchmal war er sich nicht sicher, ob Caitlyn nur spaßte. Wobei das nicht nur für sie, sondern für so ziemlich alle anderen Personen in seinem Umfeld galt. Ironie, Sarkasmus — das war er nicht gewohnt. „Nein, ich— nur, weil so viel Zeit vergangen ist—“ Der Mönch wurde zum Ende des Satzes hin immer leiser und war schließlich erleichtert, als Caitlyn ihn mit einem Schulterklopfen und einigen aufmunternden Worten vom Haken ließ. Er holte einmal etwas tiefer Luft und lächelte zurück.
Wenigstens schien sie es ihm nicht krumm zu nehmen, dass er sie womöglich nicht erkannt hätte. So ganz ohne Hörner und Krallen. Aber irgendwie hatten sie ja doch zueinander gefunden und waren im Dojo nicht aneinander vorbeigelaufen. Wobei Akio sie vielleicht spätestens an ihrer Kampftechnik erkannt hätte. Vorausgesetzt, diese hätte sich im Laufe des letzten halben Jahres nicht bedeutend verändert.
Wieder war er sich unsicher, ob sie Witze machte oder es ernst meinte. Vielleicht hatte sie ihre Fähigkeiten so stark verbessert, dass sie in ihm keinen würdigen Kontrahenten mehr sah. Dieser Gedanke stimmte Akio nervös. Zumal er ja nicht viel für seine Fitness getan hatte, in letzter Zeit. „Ich weiß nicht, ob mein derzeitiges Niveau eine Herausforderung für dich darstellt. Du scheinst— gut in Form zu sein.“ Sofern er das anhand ihrer Statur und Körperhaltung denn bewerten konnte. Alles Weitere würde sich wohl in den nächsten Minuten zeigen. „Ja, ich war noch nie zuvor hier. Aber ich habe meine Trainingskleidung schon an“, teilte er ihr mit und ließ den Rucksack von seiner Schulter gleiten. Mit der Tasche in beiden Händen haltend, stand er etwas unbeholfen da. „Kann ich meine Tasche irgendwo ablegen?“ Vielleicht gab es Umkleiden oder eine freie Bank, die er beschlagnahmen durfte.

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Re: Zwei Halbe machen ein Ganzes?

Beitrag  Caitlyn Gestern um 13:35


Es war ja schon irgendwie süß, wie er sich erschreckte und zu einer Entschuldigung ansetzte. Zumindest bis ich ihm klar gemacht hatte, dass letztlich doch alles okay war. Deswegen hatte ich auch nicht vor auf seine angesetzte Entschuldigung einzugehen. Er war offensichtlich erleichtert, und schmollte nun nicht mehr und auch nicht irgendwie anders. Das war sowohl gut, als auch fast irgendwie schade. Dann hätte ich ihn nochmal anschnippen können.
Hatte mein kleiner Scherz ihn wieder verunsichert? Nah, sicherlich nicht. Oh, Moment, doch hatte er. Zumindest redete er davon unsicher zu sein ob sein Niveau reichte. "Danke, hört man gern", sagte ich erstmal zu dem Kompliment. Sicher meinte er das ganz unschuldig, aber... "Wo hast du denn überall hingeschaut als du mir nicht ins Gesicht sehen konntest, hm?", man konnte ihn ja necken. Nur ein klein wenig. Nun, da ich das die ganze Zeit schon tat vielleicht auch mehr als ein 'klein wenig'. Vermutlich war anhand meines Tonfalls auch klar, dass ich ihn nur necken wollte... sofern er nicht verunsichert wie er war befürchtete ich würde ihn für einen Perversling halten. Und mal ehrlich... er würde sowas in der Richtung denken. Weswegen ich mich auch kurz darauf wieder etwas anderem zuwandte, nicht dass er mir gleich vor Unsicherheit weg rannte. "Aber deine Technik war auch letztes mal besser als meine, daran dürfte sich kaum etwas geändert haben", versuchte ich ihm dann ein wenig Mut zu machen. Es stimmte ja auch, was die Technik und den Stil anging so war ich... ein Rüpel, naja vielleicht nicht ganz SO schlimm, aber er ein trainierter Mönch. Nur was die rohe Kraft anging war er mir unterlegen. Soweit ich wusste, würde mich wundern wenn nicht, die wenigsten konnten dahingehend mit mir mithalten.
"Dann müssen wir dich noch anmelden, zumindest für einen Schnuppertag", ich wollte ihm ja nicht direkt eine Mitgliedschaft aufdrängen. Kostete ja auch Geld, und wer wusste ob er öfter kommen wollte. "In den Umkleiden gibt es Schließfächer, da kannst du die einschließen", erklärte ich ihm, während ich hoffentlich mit ihm im Schlepptau, zu der kleinen Theke nahe des Einganges ging. Dort wurde so ziemlich alles geregelt, Schlüssel für die Schließfächer, Mitgliedschaften, und Getränke, Snacks sowie allerlei Merchandise mit dem Dojo-Logo konnte man dort auch kriegen. "Hey Sue, mein Freund hier braucht eine Schnuppermitgliedschaft und einen Schlüssel für ein Schließfach", Susanne schaute sofort auf. Sie brauchte gar nicht so zu tun als hätte sie nicht bereits zugehört und uns heimlich beobachtet während sie in ihren Unterlagen 'las'. Katzenohren, so praktisch sie auch waren hatten den Nachteil sich unterbewusst dorthin zu drehen wo sie zuhörte. Und Susannes Job war meistens nicht unbedingt der spannendste. Die etwas katzenhafte junge Frau musterte Akio ein mal genau, als hätte sie das nicht bereits vorher irgendwann getan. Vermutlich bereits als er rein gekommen war und sie ihn nicht erkannt hatte. Dann lächelte sie unvermittelt. "Kommt sofort", sagte sie und holte den bereits bereit gelegten Schlüssel und ein Mitgliedschaftsformular hervor. "Kreuz einfach die entsprechenden Sachen an, und unterschreibe. Damit versicherst du auch, dass wir bei Verletzungen keine Haftung übernehmen. Wenn du dann demnächst vorbei kommst zeigst du einfach schnell deine Mitgliedskarte, dann kannst du rein... sofern du dich für eine vollwertige Mitgliedschaft enscheidest", erklärte sie sehr sachlich wie das hier alles ablief. "Ich würde mich freuen mal mit dir zu... spielen...", fügte sie allerdings noch hinzu. Ja, da kam wieder das katzenhafte und leicht bedrohliche Raubtier durch. "Ich würde davon abraten, wir haben hier zwar Heiler, aber Sues Krallen tun weh", ich sprach da aus Erfahrung. "Als ob deine besser wären", entgegnete sie zwar ein wenig beleidigt aber auch belustigt. Ich grinste ebenso. Was Akio wohl von der ganzen Sache hielt?
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