Ein Gericht für zwei

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Re: Ein Gericht für zwei

Beitrag  Constantine am Fr 28 Sep 2018 - 16:07

Er gluckste leise bei Manjas Reaktion. "Nein. Nicht jeden zweiten Tag." Er überlegte kurz, ob er sagen sollte, 'sondern jede zweite Nacht', aber das klang dann doch ein wenig großspurig, und es entsprach auch nicht der Wahrheit. "Dann, wenn es passt eben und mir und der Dame danach ist." Und das war auch nicht gerade jede Woche. Außerdem gab es ja auch Phasen, in denen er es tatsächlich auch mal mehrere Wochen oder zwei, drei Monate lang mit ein und derselben Frau aushielt - aber es wurde wohl klar, was gemeint war.
"Oh wirklich?", fragte er trocken, "es gibt Dinge an mir, die man lieben kann?" Es war klar, dass Äußerlichkeiten an dieser Stelle nicht gemeint waren, und: "Aber um ehrlich zu sein, denke ich nicht, dass ich lieben möchte." Es tat am Ende zu sehr weh, es war zu fragil, zu gegenseitig und an viel zu viele Bedingungen geknüpft. Jeder, der behauptete, dass Liebe bedingungslos war, kannte wohl eine mehrjährige Beziehung nicht, in der es immerhin früher oder später immer darum ging, Kompromisse einzugehen. Insbesondere dann, wenn das Verliebtheitsgefühl abklang und man feststellte, dass der Partner doch nicht so perfekt war wie geglaubt.
Warum unterhielt er sich mit Manja eigentlich gefühlt dauernd über diese Dinge? Es störte ihn zwar gerade nicht, aber... Es gab so viele negative Aspekte daran, dass er nicht wusste, warum es das immer anzuschneiden gab. Nicht nur von ihrer Seite aus, von seiner ja auch.
"Kannst dich einen Tag vor Neujahr ja dann bei mir melden", meinte er scherzhaft und ließ Manja eintreten. Die Tür fiel langsam automatisch hinter Constantine wieder ins Schloss. Er nahm sich kurz Zeit, zumindest den Eingangsbereich und die ersten Tische geistig zu scannen, um sich orientieren zu können. Sein Blick folgte dabei automatisch dem Fokus, und es dauerte auch nur einen Moment, ehe eine Dame hinter dem Tresen auf sie aufmerksam wurde.
"Kann ich ihnen helfen?", fragte sie höflich, wobei ihr Blick trotz Manjas langen roten Haaren bedeutend länger an Constantine hängenblieb.
"Sie haben sicher einen Tisch für zwei Personen, oder?", erwiderte der, hob zwei Finger und schenkte ihr ein Lächeln. Dem Geräuschpegel nach zu urteilen und die Gerüche sagten ihm, dass das Restaurant nicht vollbesetzt war.
Die Frau nickte. "Ja, natürlich. Sie können sich gerne einen Tisch aussuchen, solange keine Reservierung draufsteht", sagte sie.
"Du hast die Dame gehört, such dir einen schönen Platz aus." Constantine wandte sich an Manja und würde ihr zum Tisch folgen.

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Re: Ein Gericht für zwei

Beitrag  Manja am Fr 28 Sep 2018 - 19:30

Wenn es passt und ihm und der Dame danach ist. ... Noch schwammiger konnte er das wahrscheinlich nicht ausdrücken. Aber vielleicht wollte ich es auch gar nicht so genau wissen. Immerhin schien er ja selbst zu wissen, dass so etwas nicht gerade eine gute Angewohnheit war. Oder Eigenheit. Oder Charakterzug. Jedenfalls zog ich verwundert die Brauen zusammen, als er tatsächlich nachfragte, ob es an ihm Dinge gäbe, die man lieben könne. Ich wollte bereits etwas erwidern und ein paar Dinge aufzählen, hielt mit offenem Mund aber inne und zögerte, ehe ich schließlich nur sagte: "Ja natürlich. Was denkst du, warum ich mit dir befreundet sein möchte? Ja wohl nicht, weil deine Augen zu meinen Haaren passen." Was ich ihm jetzt allerdings nicht auf die Nase binden wollte, war, dass ich der Meinung war, dass er sicher irgendwann bereit war zu lieben. Wäre es nicht so, würde er solche Gespräch doch wohl gleich zu Beginn abblocken, oder? Ganz abgesehen davon, dass er wahrscheinlich nicht darüber nachgedacht hätte, was für ein Geschlecht er bei seinem Kind bevorzugen würde.
Bei seinem Kommentar, ich könne mich ja einen Tag vor Neujahr melden, gab ich ein beschwerendes Hey von mir und schmollte einen Moment, sagte aber nichts weiter dazu. Das könnte ich ja gleich noch am Tisch machen, wenn nicht jeder zuhören konnte. Auch wenn nicht so viel los war. Ich wartete geduldig, während Constantine mit der Frau hinter dem Tresen sprach. Ich war es ja gewohnt, dass Frauen mich kaum beachteten. Immerhin war ich sonst nur mit Ced unterwegs, der per Definition ebenfalls gut aussehend war. Wenn auch auf eine andere Art als Constantine.
"In Ordnung.", entgegnete ich auf schließlich auf seine Worte und schaute mich erneut ein wenig um, ehe ich einen Tisch fand, der gemütlich in einer Ecke stand. Es war nicht zu hell und nicht so zentral, dass ständig jemand daran vorbei ging. Bedeutete auch, dass die Toilette auf der anderen Seite des Raumes war. "Ah, der da vorn ist gut.", bemerkte ich und deutete bereits in die Richtung, erinnerte mich dann aber, dass Constantine es ja eh nicht sah und... Ja... Aber so wusste er immerhin die Richtung, also ging ich voran. Am Tisch angekommen überlegte ich einen Moment, ob Constantine so formvollendet Gentleman war, dass er mir den Stuhl ran schieben wollte.

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Re: Ein Gericht für zwei

Beitrag  Constantine am Fr 28 Sep 2018 - 20:30

Constantine hatte bei Manjas Antwort nur die Stirn gerunzelt und erwidert: "Jemanden für etwas lieben und nur mit jemandem befreundet sein, sind schon zwei unterschiedliche Dinge, meinst du nicht?" Jedenfalls hoffte er für sie, dass sie die Freundschaft nicht als Ausrede nahm. Davon mal abgesehen hielt er sich aber tatsächlich nicht für liebenswert (im Sinne von wert, geliebt zu werden), weil es nicht viele Züge an ihm gab, die nicht oberflächlich oder aufgesetzt waren. Dass er da ein wenig Schwarz-Weiß-Denken betrieb, wusste er möglicherweise, aber es war ihm egal. Mit diesen Gedanken konnte er sich besser selbst von der Thematik distanzieren und gab sich selbst das Gefühl, nicht davon tangiert zu werden und ein Recht darauf zu haben, nicht zu lieben.
Anstatt zuzugeben, dass es ein ziemlich großes Defizit war.
Inzwischen hatte Manja sich einen Tisch ausgeguckt und deutete offenbar auch darauf, doch Constantine konnte mit der Geste nur insoweit etwas anfangen als er wusste, in welche Richtung er gehen musste. Manja hatte das aber entweder selbst erkannt oder wollte die Initiative ergreifen, denn sie setzte sich bereits in Bewegung, sodass er ihr nur folgen musste. Und leider musste er sie auch enttäuschen, denn er trat nicht hinter ihren Stuhl, um ihn ihr beim Hinsetzen heranzuschieben. So altbacken war er dann doch nicht. Dafür blieb er stehen und setzte sich erst, nachdem sie es getan hatte. Und das nicht etwa, weil er zeitgleich auch das Sakko auszog und es über die Stuhllehne hängte, sondern weil ihm anerzogen worden war, dass die Frau sich zuerst setzte. Genauso wie man sich auch kurz erhob, wenn sie aufstand
Er ließ sich nieder und ging dabei sicher, dass Manja sie nicht auf den Präsentierteller manövriert hatte. Aber es schien ein eher ruhiger Platz zu sein.

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Re: Ein Gericht für zwei

Beitrag  Manja am So 30 Sep 2018 - 13:33

Nachdenklich verzog ich bei Constantines Frage das Gesicht und überlegte ein paar Sekunden. "Also... Ist Freundschaft nicht irgendwie eine stark abgeschwächte Version der Liebe? Und um jemanden glücklich lieben zu können braucht man doch auch das, was man in einer Freundschaft hat, oder nicht?" Zuneigung und Sympathie waren da zwei der wichtigsten Aspekte. Niemand wollte mit jemandem befreundet sein, den man nicht mochte. "Es gibt genug Dinge an dir, die ich mag. Und wenn es etwas gibt, dass man mögen kann, kann das auch lieben. Kuchen zum Beispiel." Ich legte mir eine Hand auf's Herz. "Du magst ihn vielleicht nicht, aber ich fahre total auf Kuchen ab." Einen Moment später bemerkte ich, dass die Wortwahl nicht unbedingt meine Art war und blinzelte ein paar Mal. Die Aufregung. Genau, es ist die Aufregung. "Andere dagegen mögen Kuchen einfach nur." Und wehe er sagte jetzt Kuchen zu lieben ist etwas anderes als eine Person zu lieben. Dann würde ich ihn vielleicht hauen... Aus Frust.
Es wunderte mich eigentlich nicht so wirklich, dass er nicht so weit ging mir noch den Stuhl zurecht zu schieben. Also setzte ich mich und seufzte behaglich, während ich mir die Tischdecke anschaute und ein wenig zurecht zupfte, zwei drei Krümel beiseite wischte. "Jedenfalls...", hob ich schließlich wieder das Thema von vorhin an, stützte meinen Kopf in meine Hände und grinste ihn an. "Wenn du darauf bestehst komme ich natürlich auch gerne über Neujahr vorbei. Aber ich komme garantiert trotzdem vorher noch eine Woche." Einen Moment dachte ich an Halloween, musste aber kichern, als ich versuchte mit Constantine in einem Kostüm vorzustellen. Keine gute Idee. Hastig räusperte ich das Kichern weg.

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Re: Ein Gericht für zwei

Beitrag  Constantine am So 30 Sep 2018 - 19:47

"Also, wenn du dich bei Kuchen so fühlst wie als würdest du eine Person lieben, würde ich mir Gedanken machen", kommentierte Constantine, nachdem er sich zu Manja an den Tisch gesetzt hatte, und verschränkte die Arme vor der Brust. Selbstverständlich implizierte das, dass es für ihn schon einen gewaltigen Unterschied machte, ob man sagte, man liebe Kuchen oder die Person X. Es sei denn vielleicht, man hatte eine psychische Störung und wollte mit Kuchen schlafen oder ihn heiraten. Bei dem Gedanken geriet sein Lächeln mehr als schief.
Er winkte dann aber ab, weil er das Thema nicht vertiefen und Manja nicht festnageln wollte, und widmete sich lieber wieder dem anderen. "Ich bin nicht sicher, ob das passen würde", gab er zu. "Also komm lieber irgendwann davor. Du kannst mir ja bescheid sagen, wenn du ein Datum weißt." Dann konnte er sich darauf einstellen und vielleicht auch versuchen, wenige Termine in diese Woche zu legen. Er wollte ja nicht absichtlich wenig Zeit mit ihr verbringen.
Als ein Kellner sich näherte, ließ er die Arme wieder sinken. "Guten Abend", wünschte er. "Bitte sehr, die Speisekarten. Möchten Sie schon etwas zu trinken bestellen, oder wollen Sie lieber erst schauen?" Sein Blick glitt fragend zwischen ihnen hin und her, nachdem er erst Manja, dann Constantine die Speisekarten gereicht hatte. Constantine hingegen schaute nur zu Manja. Vielleicht wollte sie ja nachsehen, was genau es alles zu trinken gab, bevor sie etwas bestellte.

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Re: Ein Gericht für zwei

Beitrag  Manja am Di 2 Okt 2018 - 21:35

Fast schon ein bisschen beleidigt schürzte ich die Lippen und verzog das Gesicht. Ob mein Bein lang genug war, um ihn zu treten? Und da winkte er auch schon wieder ab! Dieser Mann machte mich wahnsinnig! "Du weißt genau, wie ich das meine.", schob ich trotzdem noch hinterher, "Wenn ich etwas an dir mögen kann, kann eine andere Frau das lieben." Dass es Dinge gab, die ich tatsächlich an ihn liebte würde ich weder ihm noch mir eingestehen.
Beim Thema Urlaub nickte ich wie selbstverständlich. "Bescheid geben würde ich dir sowieso. Wäre ja ganz schön blöd, wenn du beispielsweise geschäftlich in Capital City bist, wenn ich bei dir auftauchen möchte und ich am Bahnhof stehe und nicht weiß, wohin." Machte ja wohl Sinn. Und für mich war es auch wirklich selbstverständlich früh genug Bescheid zu geben, wenn ich einen Zeitraum gefunden hatte. Natürlich auch, damit er planen konnte. Nichts wäre ärgerlicher als dort aufzutauchen, wenn er keine Zeit hat. Abgesehen davon natürlich, dort aufzutauchen, wenn er gar nicht da war...
Als der Kellner an den Tisch kam, lächelte ich ihn freundlich an. "Schönen guten Abend.", gab ich fröhlich zurück, nahm die Speisekarte entgegen und schlug einmal rasch die Getränkekarte auf. "Ein Getränk würde ich gern jetzt schon bestellen. Und zwar hätte ich gern... äh... Oh, es gibt heiße Schokolade." Schmachtend biss ich mir auf die Unterlippe, las die Liste aber bis zum Ende durch, ehe ich langsam nickte. "Ähm... Ja, eine heiße Schokolade, mit Zucker und Sahne, bitte." Freundlich lächelte ich ihn an, ehe ich die Hand hob. "Oh und... bekomme ich auch so einen dieser leckeren Kekse, die zu Kaffees serviert werden?" Wenn man die in die heiße Schokolade tunkte schmeckten die einfach fantastisch!

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Re: Ein Gericht für zwei

Beitrag  Constantine am Mi 3 Okt 2018 - 18:31

Seine Lippen kräuselten sich ganz leicht, weil Manja scheinbar beschlossen hatte, dass er sie nicht ärgern sollte, und damit offensichtlich war, dass er es geschafft hatte, sie zu ärgern. "Okay. Meiner Nächsten sage ich, dass ich liebenswürdig bin. Und wenn wir uns trennen, sage ich ihr, dass du das über mich gesagt hast." Aber es verblieb dann bei einem Abwinken. Das Thema war nicht weiter wichtig, und wenn er sich noch länger mit Manja darüber unterhielt, ob es Dinge an ihm gab, die man lieben könnte, außer der Tatsache, dass er gut aussah, kam er sich am Ende nur seltsam vor. Es war aus irgendeinem Grund nicht so angenehm, gesagt zu bekommen, dass es Eigenschaften an einem gab, für die man geliebt werden könnte, wenn man selbst nicht geliebt werden wollte, weil es lästig war.
Und weil es ihn dazu gezwungen hätte, seine Einstellung zu überdenken. Es war einfacher, als Arsch oder wenigstens als arrogant und ein wenig kratzbürstig dazustehen, als den Anforderungen gerecht zu werden, der eine liebenswürdige, nette, gute, positive und hilfsbereite Person gerecht werden musste. Immerhin war man dann schon Arsch. Oder arrogant. Und es tat nicht weh, wenn man mit etwas Gutem scheiterte und dann plötzlich als Arsch oder arrogant galt, obwohl man es nicht wollte.
Vielleicht solltest du einfach aufhören, dir heute ständig irgendwelche Scheiße zu überlegen.
"Hm", er schmunzelte bei Manjas Kommentar mit dem Bescheidgeben leicht. "Ja..." Er hatte zwar einen Zweitschlüssel am Hauseingang versteckt, den sie liebend gern hätte nehmen können, aber er ging davon aus, dass sie tatsächlich ihn besuchen wollte und nicht in Oretown eine Woche nur für Sightseeing ohne ihn verbringen wollte.
Der Kellner schaute Manja nach ihrer Bestellung ein wenig verwundert an, weil es ihn überraschte, dass sie zum Abendessen eine heiße Schokolade bestellte. "Sie können sicher einen bekommen", sagte er und lächelte etwas skeptisch. "Aber sind Sie sicher, dass Sie vor dem Essen eine Schokolade trinken möchten?"
Damit sich keine lange Diskussion zwischen den beiden anbahnte, schaltete Constantine sich kurz ein. "Ich hätte gerne ein Glas stilles Mineralwasser und bringen Sie mir bitte einen Bourbon dazu." Wenn er schon nichts aß, konnte er wenigstens etwas Gescheites trinken.

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Re: Ein Gericht für zwei

Beitrag  Manja am Mi 3 Okt 2018 - 22:33

Auf Constantines Kommentar über seine Nächste musste ich dann doch leise etwas lachen, weil es einfach irgendwie... so blöd war und ich es dann doch lieber mit Humor nahm, als das Gefühl zu haben nicht ernst genommen zu werden. Ich wollte ja auch irgendwie nicht unbedingt, dass er... nun ja, dachte, dass ich etwas an ihm liebte - was ja so war, auch wenn ich das nicht wahr haben wollte - oder dachte, ich sei in ihn verliebt. Das würde sehr unangenehm werden.
Aber bisher schien er sich zu amüsieren, also schien ich immerhin endlich Themen gefunden zu haben, die ihn nicht in schlechte Laune stürzten. Was mich allerdings doch etwas überraschte, war die Reaktion des Kellners. Warum sollte man denn keine heiße Schokolade zum Abendessen trinken? Glücklicherweise gab auch Constantine seine Getränkebestellung ab, ehe ich mit dem Mann darüber reden konnte, warum eine heiße Schokolade doch vollkommen in Ordnung war. Was nicht bedeutete, dass ich mir ein leise gemurmeltes "Heiße Schokolade kann man doch immer trinken." verkniff, aber das sollte der Kellner eigentlich nicht hören. Er meinte es ja sicher nur gut. Dann sah ich auch schon wieder in die Speisekarte, da ich davon ausging, dass der Kellner von selbst darauf kam, dass ich wirklich eine heiße Schokolade wollte. Mit extra Zucker und Sahne!
Leise vor mich hinsummend blätterte ich von Seite zu Seite und fragte mich einen Augenblick, wie Constantine wohl eine Speisekarte las, sah sogar schon zu ihm herüber, aber dann fiel mir wieder ein, dass er ja nichts aß. "Mal angenommen ich würde dir einen winzigen Krümel von meinem Essen anbieten.", hob ich rein hypothetisch an, "Würdest du das dann essen?" So einen Krümel musste man immerhin einfach nur runterschlucken. Kein Kauen, kein großes mit-Zunge-hin-und-her-schieben, sondern einfach nur ein Schlucken. Wobei es natürlich nicht wirklich nur ein Krümelchen wäre, sondern beispielsweise eine Gabelspitze.

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Re: Ein Gericht für zwei

Beitrag  Constantine am Mi 3 Okt 2018 - 23:10

Der Kellner lächelte Constantine zu und nickte, ohne sich den Wunsch zu notieren (wahrscheinlich weil es noch nicht so voll hier war). Er schien Manjas Wink mit dem Zaunpfahl jedoch verstanden zu haben, denn er seufzte nur ganz leise, lächelte auch ihr zu - nachsichtig - und zockelte dann davon, um sich entweder selbst um die Bestellungen zu kümmern oder sie an die Frau hinter dem Tresen weiterzugeben.
Constantine konnte es sich allerdings doch nicht ganz verkneifen, etwas zu der Sache zu sagen. "Meinst du, du hast nach einer heißen Schokolade noch genug Hunger für ein Hauptgericht?", fragte er Manja und hob die Augenbrauen. Sie aß, wenn er das richtig mitbekommen hatte, ja sowieso schon nicht wirklich viel. Am Ende war sie nach der Schokolade schon satt und ihr Essen wurde bis auf drei Happen nicht angerührt. Er würde es jedenfalls nicht für sie aufessen.
Was ihn zur Beantwortung ihrer Frage führte.
"Es käme darauf an, was du mir anbietest", sagte er schlicht und ließ sich auch erst einmal nicht dazu herab, ihr zu erklären, unter welchen Umständen er eventuell vielleicht und möglicherweise einen Krümel von ihrem Essen essen würde. "Aber viel eher interessiert mich, warum du überhaupt wollen würdest, dass ich etwas von deinem Essen esse. Ich bin ein Vampir, Manja. Ich esse nicht. Ich ernähre mich, indem ich Blut trinke. Ich würde ja auch nicht von dir wollen, dass du ein bisschen Blut trinkst. 'Wahrheit oder Pflicht' zählt nicht. Da stellt man nunmal komische Aufgaben." Letzteres fügte er sicherheitshalber hinzu, falls sie ihm unter die Nase rieb, dass er sehr wohl schon einmal von ihr gewollt hatte, dass sie Blut trank.

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Re: Ein Gericht für zwei

Beitrag  Manja am Do 4 Okt 2018 - 23:16

Überrascht von Constantines Frage, hob ich die Brauen und schaute zu ihm herüber. "Ja natürlich.", antwortete ich dann selbstverständlich, "Ich meine, ob ich nun eine Tasse heiße Schokolade trinke oder ein Glas Wasser... Das Volumen ist ja in etwa dasselbe. Gut, die Schokolade sättigt etwas mehr, aber das ist ja nur Flüssigkeit. Und ein Keks, wenn ich den bekomme." Mein Blick senkte sich wieder auf die Speisekarte. "Das Sättigungsgefühl setzt auch erst nach 20 Minuten ein. Aber ich glaube nicht, dass das bei heißer Schokolade der Fall ist."
Als Constantine nach meiner Frage zu erklären begann, dass er doch ein Vampir war und nichts außer Blut - und Alkohol, auch wenn er das nicht sage - zu sich nahm, seufzte ich im Geiste und öffnete tatsächlich kurz darauf den Mund, um ihn daran zu erinnern, dass er mich sehr wohl darum gebeten hatte Blut zu trinken - schloss ihn dann aber natürlich wieder. "Ich weiß ja, dass du nichts isst.", entgegnete ich, "Immerhin ist das der Grund dafür, weshalb ich ständig vergesse zu essen. Also, dass Ced nichts isst. Aber es geht dabei ja auch nicht darum, dass du auf Leib und Verderb etwas isst, sondern-" Abrupt brach ich ab, als ich begriff, was ich ihm da erklären wollte und seufzte leise. "Ach... vergiss das wieder.", murmelte ich dann, "Das war eine blöde Frage." Dann hoffte ich, dass er sich nicht zufällig daran erinnerte, dass ich ihm tatsächlich schon erklärt hatte, warum ich beispielsweise Ced gern mit ein oder zwei Häppchen fütterte. Ich wusste ja, dass der das Essen auch nicht mochte. Aber wenn man jemanden mochte, tat man halt manchmal Dinge, die man nicht mochte. Und ich hatte Ced tatsächlich bereits oft gesagt, dass er das Essen nicht essen musste, wenn er nicht wollte.
Ich weiß, warum du es mir anbietest, also esse ich es gern, hatte er beim letzten Mal gesagt, Jetzt gib mir schon dieses... eklige süße Zeug.

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