"Mit freundlichen Grüßen."

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Re: "Mit freundlichen Grüßen."

Beitrag  Sunday am Mo 25 Jun 2018 - 15:06

Reizend, richtig. Normalerweise teilte er sein Hab und Gut nicht — schon gar nicht seinen Alkohol. Da er aber sowieso das Gefühl hatte, es fehle nur noch ein einziges Staubkorn, um seinen Magen zum platzen zu bringen, war es eher Resteverwertung als wirkliches Teilen. Und scheinbar erfolgreich. Zwar glaubte er zuerst, sie würde ihm nicht einmal erlauben, sich die Hände zu waschen, doch zog sie ihn kurz darauf schon in den Hausflur, an den er sich sogar im betrunkenem Kopf vage erinnern konnte. Bei ihrer Frage huschte sein Blick wirr zurück zu den eigenen, blassen Händen, als müsse er erst überlegen, woher die roten Spuren überhaupt stammten, doch verriet das Gefühl an seinem Flügel es schon. "Das is' meins." gab er also zurück, unerwartet kooperativ und klar, sich kurz darauf fast an der eigenen Spucke verschluckend. Leicht hustend blieb Sunday schwankend stehen, entriss sein Handgelenk allerdings nicht dem Griff der Kleineren. Lediglich ein (gehustetes) "Du has' mich angefasst-" entwich ihm noch, wobei ihm selbst nur halbwegs klar war, dass die Stoffschicht dazwischen den direkten Hautkontakt vermieden. Wie ein Tourist sah er sich nun in dem Hausflur um, ehe seine Aufmerksamkeit zurück zu Manja glitt — und er sich leicht zu ihr lehnte, sie forschend anblickend. Die freie Hand tastete derweil wieder nach der Bierflasche, immerhin hatte er sich umentschieden, wollte doch nicht teilen, sondern die paar Schlucke lieber noch selbst trinken. Dass das Adrenalin in seinem Blut langsam verklang, merkte er deutlich, verzog leicht das Gesicht und zog die Hand dann wieder zurück, den verletzten Flügel etwas ausbreitend, was in einem kleineren Raum wie diesem kaum möglich war — doch genügte es, um die verletzte Stelle betrachten zu können, aus der scheinbar das Blut an seinen Händen stammte. Klar. Er hatte versucht, die Scherben herauszupopeln, was nicht gerade gut funktioniert hatte. Bei dem Anblick kam leichte Übelkeit in ihm auf, er klappte den Flügel direkt wieder ein und presste die Kiefer aufeinander, um alles bei sich zu behalten.

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Re: "Mit freundlichen Grüßen."

Beitrag  Manja am Mo 25 Jun 2018 - 15:58

Sein eigenes Blut. Ergo musste er verletzt sein. Wie das wohl passiert war? Mit einem leisen Seufzen hielt ich seine Bierflasche außerhalb seiner Reichweite, als er sie offenbar zurück haben wollte und warf einen Blick auf ihn zurück. Dabei sah ich, wie er sich einen seiner Flügel genauer anschaute. Offensichtlich war der es, der verletzt war und es machte mich schon etwas traurig etwas so schönes mit Blut getränkt zu sehen. Nun etwas drängender zog ich ihn sanft weiter in die Wohnung und durch den privaten Teil der Detektei - wir brauchten dringend eine kürzere Bezeichnung für diesen Raum - in das Wohnzimmer, in dem wir bereits beim letzten Mal gesessen hatten.
"Ich habe nicht deine Haut angefasst.", erklärte ich ihm geduldig, wenn auch etwas spät, als ich ihn zu dem Tisch zog, damit er sich darauf setzen konnte. Die Couch oder die Sessel waren weniger dafür geeignet, da es für ihm mit den Flügeln sicher unangenehm gewesen wäre. "Warte kurz hier, ich hole etwas, um deine Wunde zu reinigen." Ich achtete darauf ruhig zu sprechen und ihm dabei ins Gesicht zu schauen, um sicher zu gehen, dass er mir auch zuhörte. "Ich bin gleich wieder da, okay." Damit er nicht auf die Idee kam sich das Bier zu schnappen, wenn ich es hier irgendwo hin stellte, nahm ich es mit ins Bad, wo ich es prompt in den Abguss entleerte, mit Wasser nach spülte und schließlich alles nötige aus dem Verbandskasten holte. Glücklicherweise hatte ich erst vor ein paar Tagen den Bestand wieder aufgestockt. Ich griff mir auch ein Paar Einweghandschuhe um auf Nummer sicher zu gehen.

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Re: "Mit freundlichen Grüßen."

Beitrag  Sunday am Mo 25 Jun 2018 - 17:44

Teilen schien für sie ein Fremdwort zu sein, so schien es ihm. Kaum merkte er, dass Manja es extra schwierig für ihn gestaltete, an die Bierflasche zu kommen, schob er die Unterlippe in einem Schmollen nach vorn, runzelte die Stirn ein wenig und gab einfach auf, ließ das alles allerdings unkommentiert. Ohnehin zog die Rothaarige ihn wenig später schon tiefer in die Wohnung hinein, auf seine Aussage antwortend, wobei ihn die Antwort nicht unbedingt interessierte. Den Tisch, an den sie ihn zog, begutachtete er zunächst nur skeptisch, um sich dann allerdings darauf sinken zu lassen — seine Beine fühlten sich langsam an wie Pudding, würde er noch ewig herumstehen, würde er sicherlich einfach auf den Boden klatschen. Was ihm momentan allerdings... recht bequem erschien. Als würde er diese Alternative ebenso in Betracht ziehen, begutachtete er den Boden kurz, bis Manja wieder ihre Stimme hob — und er somit fast treudoof den Kopf, sie ansehend. Die unterschiedlich farbigen Augen schienen ihn einen Moment lang wie ein Pendel zu hypnotisieren, ihre Worte nahm Sunday erst etwas verzögert wahr.
Die Bierflasche nahm Manja einfach mit. Sie ging? Desinteressiert legte er die Hände auf seinen Schoß, beide Handflächen betrachtend. Der Anblick von Blut war wirklich nie seins gewesen. "Mhm." entwich seiner Kehle noch ein Brummen, seine Augen fielen einfach wieder zu, sein Kopf kippte leicht nach vorn. Auch fielen ihm die ungeordneten Strähnen ins Gesicht, sein blödes Haargummi hatte er schon längst irgendwo verloren. "Manja, Manja." brachte Sunday schließlich wieder hervor, kurz lächelnd, wobei jede Bewegung zu anstrengend schien. Langsam meldete sich auch der Schmerz der Wunde, stimmte ihn nur wirrer, zeigte ihm allerdings noch einmal, warum er überhaupt hier war. Wo es doch sonst eigentlich gar nicht seine Art war, jemanden nach Hilfe zu fragen. Vielleicht hatte ihn da auch der Alkohol ein wenig zu untypischen Aktionen getrieben. In erster Linie hatte er ja auch nur ein Dach über'm Kopf gesucht, weil die eigene Wohnung im Moment unerreichbar schien.

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Re: "Mit freundlichen Grüßen."

Beitrag  Manja am Mo 25 Jun 2018 - 18:33

Sobald ich alles Nötige zusammen gesucht hatte, trug ich diese mit einer Hand zurück ins Wohnzimmer, stellte die nun leere Bierflasche unterwegs in der Küche ab und nahm dafür eine Flasche Wasser mit, die ich Sunday in die Hand drückte. "Trink das, wenn du möchtest, dass ich vorsichtig bin." Ich klang ziemlich ernst dabei, auch wenn ich nicht vor hatte ihm mehr weh zu tun als nötig. Was bedeutete, dass er, wenn möglich, keine Schmerzen haben würde. "Wenn ich mit deinem Flügel fertig bin, kannst du duschen.", fügte ich noch hinzu und legte die Sachen, die ich für seinen Flügel brauchte, neben ihm ab, ehe ich mir die Einweghandschuhe überzog und sanft nach seinem Flügel griff, um ihn mit anzuschauen.
Sunday schien irgendwie neben sich zu stehen, weshalb ich darauf achtete, dass er nichts dummes machte und ja etwas von dem Wasser trank, ehe ich nach einer Pinzette griff und vorsichtig begann Scherben und Glassplitter aus der Verletzung an seinem Flügel zu holen. Ich hoffte sehr, dass er dabei still halten würde, sonst würde es nur noch mehr weh tun und... das wollte ich nicht. "Wie ist das passiert?", fragte ich ihn und warf ihm einen Blick zu. "Und warum hast du so viel getrunken?" War irgendwas passiert? Oder... trank er vielleicht allgemein einfach gern? War er Alkoholiker?

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Re: "Mit freundlichen Grüßen."

Beitrag  Sunday am Mo 25 Jun 2018 - 18:47

Schon sehr bald fand eine neue Flasche ihren Weg in Sundays Hände; leider kein Alkohol, sondern stinklangweiliges Wasser. Vernichtend starrte er die Flasche an, drehte sich jedoch gleich schon auf und stürzte einige Schlucke hinunter, die ihm nur vor Augen führten, wie ausgetrocknet er eigentlich war. Zumindest fühlte es sich so an. Kaum spürte er allerdings den Griff an seinem verletzten Flügel, zuckte er zusammen, kurz davor, den Flügel wieder aus ihrem Griff zu reißen, doch hinderte der Schmerz ihn daran. Ohnehin; selbst könnte er die Scherben nicht aus der Wunde ziehen. Zum einen, weil sein ganzes Blickfeld sich drehte, zum anderen, weil er Blut einfach nicht sehen konnte. Auch nicht das eigene. Eventuell schon gar nicht das eigene. Die Flasche zuzudrehen stellte sich als Ding der Unmöglichkeit heraus, weshalb er sie einfach neben sich abstellte, den Deckel daneben legend, der allerdings munter in Richtung Boden flitzte und dort etwas entfernt liegen blieb.
In Gedanken lehnte er sich etwas zurück, die Beine ausstreckend, mit den Füßen tippte er ungeduldig auf den Boden. "Bin gestolpert." antwortete er brav auf ihre Frage, nun leicht an den Dingen, die sie neben ihm abgelegt hatte, herumspielend. Die nächste Frage entlockte ihm zunächst nur ein fragendes Schnauben, er ließ die Sachen wieder in Ruhe und spannte die Muskeln ein wenig an, den unverletzten Flügel fast nervös bewegend, wobei er mit den weißen Federn auch (unfreiwillig) den Boden etwas wischte. "Warum?" wiederholte er und blinzelte in ihre Richtung, sich mit einer Hand die Haare aus dem Gesicht streichend. "Weil'ich wollte." Fast freudig zog er die Mundwinkel einen Moment lang wieder in die Höhe, ehe der Gesichtsausdruck einem etwas konzentrierteren, kühleren wich. "Du tusss' mir weh." merkte Sunday lallend an, bemerkte jedoch selbst nicht, dass er ständig mit den Muskeln zuckte und es so vermutlich nicht sonderlich einfach machte, ihn nicht zu pieken oder ähnliches.

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Re: "Mit freundlichen Grüßen."

Beitrag  Manja am Mo 25 Jun 2018 - 19:14

Es stellte sich heraus, dass ein betrunkener Sunday etwa so ruhig war wie ein kleines Kind. Sein Flügel zuckte immer wieder - beide sogar - er tippte mit den Füßen herum... sogar seine Händen schienen rastlos. "Vielleicht solltest du etwas weniger trinken.", merkte ich an, "Dann passiert dir sowas hier" Ich zog einen etwas größeren Splitter heraus. "ganz bestimmt seltener. Und ich möchte dir nicht weh tun, aber..." Mit gehobener Braue sah ich zu ihm. "Du hättest ja auch nicht stolpern müssen." Dann sah ich wieder auf seinen Flügel, grämte mich aber im nächsten Moment bereits, dass ich so gemein zu ihm war. Normalerweise war ich ja nicht so. Ich war bloß so... verdammt deprimiert.
Ich seufzte tief, um die Gedanken, die daran Schuld waren, etwas von mich zu schieben und entfernte weiter aufmerksam eine Scherbe nach der anderen, ehe ich mich nach getaner Arbeit kurz streckte, die Pinzette beiseite legte und... erst einmal begann die Wunde zu säubern. "Das wird jetzt ganz besonders weh tun.", warnte ich ihn, als ich ein Desinfektionsspray zur Hand nahm. Dann wartete ich einen Moment und sprühte es direkt auf die Wunde, ehe ich auch schon einen Schritt Abstand nahm, falls er sich plötzlich bewegen würde.
Ich wollte ja nicht, dass er mir aus Versehen weh tat.

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Re: "Mit freundlichen Grüßen."

Beitrag  Sunday am Mo 25 Jun 2018 - 19:48

"Du hättest ja auch nicht stolpern müssen." — Richtig. Leicht angepisst kniff er die Augen zusammen, antwortete nicht, sondern ließ sich das Gesagte durch den Kopf gehen. Oder tat zumindest so, als würde er darüber nachdenken. Gewohnt war er es sicherlich nicht, dass jemand Interesse daran zeigte, ob er sich nun ins Koma saufen würde oder nicht. Oder ob er verletzt war oder nicht. Der einzige, den das vielleicht kümmerte, war Umbra — der konnte allerdings nicht viel tun. Nicht einmal reden konnte er. Zumindest nicht auf einer Sprache, die Sunday verstand.
Lange schien es nicht mehr zu dauern, bis alle Scherben und Splitter aus der Wunde entfernt waren, wobei Manja ihn schon vorwarnte, dass der nächste Schritt ganz besonders weh tun könnte — und recht hatte sie damit. Fast fühlte es sich an, als würden sich Maden in die Wunde fressen, weshalb Sunday (mehr aus Reflex) erneut zusammenzuckte, die Flügel etwas ausbreitete und dabei gleich die offene Wasserflasche vom Tisch fegte, die, wie der Deckel, etwas davon kullerte, während sich das restliche Wasser auf dem Boden verbreitete. Relativ schnell entspannte Sunday sich wieder, balancierte die Flügel allerdings weiterhin, eine Hand an seine Stirn hebend, den Kopf schüttelnd, als könne er mit den eigenen Reaktionen und Gedanken nichts mehr anfangen. Erst dann lehnte er sich nach vorn, schwerfällig und alles andere als elegant, hob die Wasserflasche vom Boden auf und betrachtete das Chaos mit eher neutralem Gesichtsausdruck. "Mh, sorry." nuschelte er sogar, stellte die Flasche wieder ordentlich hin (musste sie allerdings zuerst etwas balancieren) und drehte sich schließlich leicht zu Manja, sie durch zusammengekniffene Augen anstarrend. "Was soll'n das?" Sie hatte doch gesagt, sie wollte ihm nicht weh tun — was vermutlich auch der Grund dafür war, dass er jetzt nicht einfach so die Muskeln entspannen konnte. Mehr fühlte er sich etwas hintergangen und schmollte dementsprechend.

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Re: "Mit freundlichen Grüßen."

Beitrag  Manja am Mo 25 Jun 2018 - 21:48

Wie bereits erwartet bewegte er sich aufgrund der Schmerzen, weshalb es mich auch kaum wunderte, dass er die Wasserflasche umstieß. Wenigstens war die aus Plastik. Mit einem leisen Seufzen ging ich hinüber in die Küche und holte einen Lappen, den ich auf die Wasserpfütze warf, nahm ihm das Missgeschick aber nicht übel, da es sich nun mal um einen Reflex handelte, den er erst recht betrunken nicht hatte unterdrücken können. Dafür sah ich bei seiner Frage mit gehobener Braue zu ihm auf. "Ich habe dir nicht weh getan, um dir weh zu tun.", entgegnete ich und hielt das Spray hoch, das ich noch in der Hand hielt. "Ich habe die Wunde desinfiziert. Du willst doch nicht, dass sie sich entzündet, oder doch?" Ich wartete nicht, bis er antwortete. "Nein, willst du nicht, denn dann müsste man sie weiter behandeln und das würde sehr weh tun." Und dann... tätschelte ich ihm tatsächlich den Kopf, weil er mich gerade ziemlich an einen kleinen Jungen erinnerte. "Ab jetzt wird es nicht mehr so weh tun."
Die ganze Zeit sprach ich sanfter zu ihm, damit er nicht noch anfing sauer auf mich zu sein, weil ich ihn anpampte. Auch wenn ich nicht wenig Lust dazu hatte. Aber eigentlich wollte ich das nicht. Ich konnte mich selbst nicht so wirklich leiden, wenn ich so depressiv war... "Wenn ich dir einen Verband anlege, kannst du die Flügel nach noch immer in ein Tattoo verwandeln? Wenn nicht, dann würde ich das gerne nach deiner Dusche tun." Sonst würde der Verband nass werden und unangenehm scheuern. Das wäre auch nicht gut für die Verletzung.

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Re: "Mit freundlichen Grüßen."

Beitrag  Sunday am Di 26 Jun 2018 - 5:48

Ihre Worte verwirrten ihn tatsächlich mehr, als sie ihn besänftigten — was man ihm allerdings auch ansehen konnte. Dennoch haftete sein Blick an dem Desinfektionsspray in ihrer Hand (wie professionell), ehe er zurück in ihre Augen sah und eine wegwerfende Geste mit der Hand beschrieb (auch wenn er vermutlich nicht noch mehr wegwerfen sollte.) "Alkohol desinfiziert genug." nuschelte er in sich hinein, noch während sie weiter redete. Klar konnte sie nicht wissen, was für eine Glasflasche es gewesen war, die Sunday zu Bruch gebracht hatte, doch schien es für ihn selbsterklärend — doch wie auch immer. Der brennende Schmerz verebbte langsam und um die Wasserpfütze am Boden war sich auch schon gekümmert worden. Manja‘s nächste Regung ließ ihn allerdings innehalten. Sie tätschelte ihm den Kopf — oder so — und beschwichtigte ihn. "Nich anfassen.", mahnte er direkt, hob zittrig einen Finger in die Luft, ließ seine sonstigen Witze allerdings einfach wegfallen. Zumindest bezüglich dieser Sache. Kaum ging es dann nämlich um seine Flügel, schien der 25-Jährige schon nicht mehr kooperieren zu wollen. "Weiß nich‘." log er also, zuckte mit den Schultern und starrte Löcher in die Luft, bis er wieder nach der Wasserflasche griff, dann allerdings feststellen musste, dass diese ja leer war. "Vielleicht kann‘ich das." — vielleicht nicht? Tatsächlich war es nur ein Problem seine Flügel wieder unter seine Haut zu befördern, wenn sie sehr schwer verletzt oder die Knochen gebrochen waren. (Oder eben noch Gegenstände in seiner Haut steckten) In einem Fall wie diesem würde die Verletzung lediglich als Verletzung in der Tätowierung erscheinen und vermutlich ein paar Phantomschmerzen mit sich ziehen, bis es verheilt war. Der Verband allerdings würde einfach abfallen, sobald er sie verwandelte.

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Re: "Mit freundlichen Grüßen."

Beitrag  Manja am Di 26 Jun 2018 - 12:33

Alkohol desinfiziert also genug... "So viel wie du davon gerade offenbar intus hast, wärst du wahrscheinlich klinisch rein." Ich wusste ja nicht einmal, was das für Scherben gewesen waren. Sie könnten auch genauso gut von einem kaputten Autofenster von der Mülldeponie kommen. "Da das so aber leider nicht funktioniert, gehe ich lieber auf Nummer sicher, damit du hinterher nicht meckerst, weil es sich entzündet hat." Seine Bemerkung, ich solle ihn nicht anfassen ignorierte ich zwar noch ein paar Sekunden, zog die Hand dann aber zurück und seufzte, während ich mich den Bruchteil einer Sekunde lang fragte, wie sich diese hübschen Haare wohl anfühlten. Dabei hatte ich keine tieferen Hintergedanken und war mit der Überlegung zu vergleichen, wie sich das Fell von dem Streuner anfühlte.
Dann wendete ich mich bereits wieder dem Flügel zu und schürzte nachdenklich die Lippen. "Es ist wichtig, dass das verbunden wird, weißt du. Ein paar Stellen müssten eigentlich genäht werden." Zumindest, wenn sie sich an einem Arm oder Bein befänden. Ich kannte mich mit Flügeln aber nicht so gut aus. Andererseits konnte ich die Stelle eh nicht betäuben, also stand die Möglichkeit nicht einmal im Raum. "Da das nicht geht, muss ein Verband her, damit die Wunde keimfrei bleibt und ordentlich heilen kann. Ich nehme an, dass du kein Interesse daran hast Löcher in deinem Flügel zu haben, oder?" Sie sind viel zu schön, als dass ich zulassen wollte, dass eine fahrlässig verarztete Wunde sie veranstalteten. "Wie gut sind deine Regenerationsfähigkeiten?"

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Re: "Mit freundlichen Grüßen."

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