Telefonisches Schäferstündchen ♥

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Re: Telefonisches Schäferstündchen ♥

Beitrag  Constantine am So 9 Sep 2018 - 19:49

"Kkkrchhh", machte er (ein Geräusch, das ein wenig nach dem Ansatz eines Fauchens klang, nur leiser und gutturaler), weil das Tablettengebrösel ihm einen Moment lang halb im Hals hing. Deshalb hängte er sich diesmal auch noch einmal direkt unter den Wasserhahn, um das bittere Zeug herunterzuspülen, und stieß sich dabei kurz die Wange, weil er sich zu schwungvoll herunterbeugte. Da er das Handy dabei immer noch in der gesenkten Hand hielt, hörte Manja vermutlich kurz nur das Rauschen von Wasser.
"Wasabich?", fragte er sie, als er fertig war, hatte sie aber offenbar verstanden, denn er fuhr gleich fort: "Kla." Er lachte leise auf. Wenn sie ihn richtig einschätzen konnte, hatte sie mit der Antwort sicherlich schon gerechnet. Eigentlich mochte er Kontrollverlust nicht, doch das bezog sich am ehesten darauf, im vollen Bewusstsein nicht preiszugeben, was ihn wirklich umtrieb, was ihn verletzte oder wie er sich fühlte, wenn es ihm nicht gut ging. Im Bezug zu Alkohol passte das nicht, wenn man mal bedachte, wie gerne er sich ein Glas Alkohol genehmigte. Es stand ein wenig im Gegensatz zu einander, aber gleichzeitig musste man auch bedenken, dass der Konsum von Alkohol seine einzige Möglichkeit war, die Fassade abzulegen. Jedenfalls dann, wenn er genug trank, wie heute, was ja wiederum auch nicht sehr häufig geschah.
Es kam nicht oft vor, dass er sich so abschoss.
Und es war auch nicht so, als hätte er früher regelmäßig harte Drogen genommen. Dafür war es ihm zu wichtig, davon nicht zu verdummen oder sich das Gehirn sonstwie zu schädigen. Dass er nichts sah, reichte völlig. Eine geistige Behinderung musste da nicht noch dazukommen, genauso wenig wie Abhängigkeit, Entzugserscheinungen oder Depressionen.
"'m Studium 'mpaamal... Uuuuh, tu's nich' lohnt nich'."
Es war ein tolles Gefühl gewesen. Beim ersten Mal, auch beim vierten Mal noch. Aber einmal war er danach so krass abgestürzt, hatte schreckliche Halluzinationen gehabt (teils auch visuelle, in der Schwärze, die ihn umgab) und sich drei Tage lang die Seele aus dem Leib gekotzt, immer wenn er versucht hatte, etwas zu trinken, dass er danach kuriert gewesen war. Trotzdem... Besonders aufgrund der Anfangszeit seiner Blindheit hatte es gutgetan und ihn dann und wann aus dem tiefen Loch hervorgezogen, in dem er damals gesteckt hatte.
Constantine patschte den Wasserhahn zu, nahm das Handy wieder ans Ohr und machte sich auf den Weg zurück zum Schlafzimmer. "Scheise jetz ismirschlechd", murmelte er dabei. Das ganze Wasser und die Schmerztabletten taten zumindest seinem Magen nicht so gut.

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Constantine

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Re: Telefonisches Schäferstündchen ♥

Beitrag  Manja am So 9 Sep 2018 - 20:39

Ein wenig besorgt zog ich bei dem seltsamen Geräusch, das er machte, die Brauen zusammen und hoffte, dass er sich jetzt nicht übergeben würde. Kurz darauf hörte ich dann nochmals das Wasser rauschen. Dann wieder seine Stimme. Irgendwie überraschte es mich zu hören, dass er mal Drogen genommen hatte. Das... passte nicht so richtig in das Bild, das ich von ihm hatte. Allerdings... wenn er sagte, dass es zur Zeit seines Studiums war... "Wie alt warst du damals?", fragte ich vorsichtig, bereits ahnend was ungefähr die Antwort sein würde.
Dass er mir von Drogen direkt abriet fand ich irgendwie... nett. "Woher willst du wissen, dass ich es nicht auch schon probiert habe?", fragte ich weiter und war ehrlich neugierig, was er antworten würde. Gleichzeitig fürchtete ich mich ein bisschen vor der Antwort, weil ich mir Sorgen machte, dass er vielleicht eine seltsame Meinung von mir hatte. Allerdings wusste er sicher, dass ich nicht immer so fröhlich war, wie er mich überwiegend erlebt hatte.
Als er schließlich anmerkte, dass ihm schlecht sei, zog ich meine Unterlippe zwischen die Zähne, biss leicht darauf. "Dann leg dich wieder hin und ruh dich etwas aus.", riet ich ihm sanft, obwohl ich ahnte, dass er bereits dabei war genau das zu tun. "Wenn es morgen nicht besser ist kannst du ja einen Kräutertee trinken." Ich war mir nur nicht sicher, ob Constantine so etwas überhaupt trank. Ced tat das hin und wieder ganz gern, aber ich konnte die beiden Vampire nicht immer miteinander vergleichen. Sie waren nun mal... verschieden.

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Re: Telefonisches Schäferstündchen ♥

Beitrag  Constantine am So 9 Sep 2018 - 20:58

"Zwanssich", antwortete er knapp auf Manjas erste Frage und eckte dabei ein wenig mit Türrahmen an. Außerdem stieß er gleich darauf mit der anderen Schulter an die Tür und hätte sie dadurch fast mit sich gezogen, sodass er sich mithilfe ebendieser Tür ein Bein gestellt hätte - aber nur fast. Er tastete sich durch den Flur und kümmerte sich dann auch nicht gleich um Manjas andere Frage, weil das seine volle Konzentration forderte. Außerdem war seinem Hirn auch im vernebelten Zustand klar, dass er ganz bestimmt nicht im Schlafzimmer seiner Eltern enden wollte.
"Habdoch - ganich b'auptet, dassus nich' probiert has'?", sagte er dann endlich, als er an der richtigen Zimmertür angelangte, und blieb kurz dort stehen. Sein Atem war leise in der Leitung zu hören, weil er schon wieder dazu übergegangen war, durch den Mund luftzuholen. Außerdem atmete er in die Brust, weil es ihm das Gefühl gab, seinen Magen weniger zu verstimmen.
Constantine trat wieder in das Gästezimmer ein und war sogar clever genug, die Tür hinter sich ins Schloss zu drücken. Oder vielmehr... Sich dagegenzulehnen, damit sie zuging. Allerdings tat er das mit zu großem Abstand zur Türschwelle, sodass er das Gleichgewicht verlor und dann mit einem neuerlichen Rumms diesmal statt gegen den Kleiderschrank gegen die Tür fiel. Wenigstens war die jetzt zu. "Huch..."
Manjas Gefasel über Kräutertee ging in dieser Aktion unter - was vielleicht ganz gut war, da er ihr sonst eventuell etwas unfreundlich erklärt hätte, dass er ganz bestimmt keinen Kräutertee trinken würde. Er tastete sich also nur zum Bett vor und ließ sich diesmal wegen des rebellierenden Magens etwas vorsichtiger darauf sinken. Er wühlte sich sogar irgendwie so halb unter die Decke.
"'zähl mirwas", nuschelte er dann schließlich und kam zur Ruhe. die ganze Sache hatte ihm nun vermutlich den Rest gegeben. Lange wachbleiben würde er jedenfalls nicht mehr, wenn nicht gleich irgendwelche Action stattfand, die sein Hirn aus dem Delirium riss.

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Re: Telefonisches Schäferstündchen ♥

Beitrag  Manja am Mo 10 Sep 2018 - 15:37

Zwanzig Jahre alt. Mit einem Seufzen erinnerte ich mich daran, dass er zwanzig Jahre lang hatte sehen können. Ergo hatte er die Drogen etwa in dem Zeitraum genommen, als er erblindet war. So wirklich übel nehmen konnte ich ihm das nicht, immerhin war es ja nicht so, als hätte er gesagt, er habe es aus reiner Neugierde ausprobiert. Ob nun wirklich die Blindheit der Grund war warum er es getan hatte fragte ich nicht, weil es für mich eigentlich recht offensichtlich war. Und ich wollte ihn nur ungern danach fragen. Zumindest, solange er betrunken war. Ob er mich wissen lassen wollte, dass er aufgrund der Blindheit Drogen genommen hatte... sollte er lieber entscheiden, wenn er nüchtern war.
Mein Mundwinkel zuckte jedenfalls, als er meiner Behauptung widersprach. Aber statt eine amüsante Diskussion mit ihm darüber zu führen horchte ich lieber den Geräuschen im Hintergrund, presste mir bei seinem Huch eine Hand an die Wange - Manja, wirklich. Das ist nichts besonderes. - und lächelte schließlich sanft in mich hinein, als er mich bat ihm etwas zu erzählen. Hmmmm, mal sehen... "Der Streuner ist vollständig genesen. Die Nähte sind gut verheilt und auch seinem Bein geht es wieder sehr gut. Manchmal, wenn ich ihn gefüttert habe, versucht er jetzt mit herein zu kommen, wenn ich wieder rein gehe." Amüsiert lachte ich leise auf. "Vorgestern hab ich es nicht ertragen ihn draußen zu lassen, weil es geregnet hat, also habe ich ihn mit hinein genommen. Er ist, nass wie er war, direkt zu Ced gelaufen und auf seinen Schoß gesprungen. Dann hat er sich das nasse Fell an seinem frisch gewaschenem Hemd abgetrocknet. Ich wünschte, du hättest das sehen können. Ced hat den Kater angeschaut, als hätte er sein Bett mit einem Katzenklo verwechselt." Ich lachte erneut auf. "Dann sagte er mir, ich solle das nächste Mal direkt ein Handtuch mitnehmen, wenn ich Constantine II. füttere, wenn es regnet." Ced hatte ein gutes Herz, auch wenn man das nicht immer sah.

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Re: Telefonisches Schäferstündchen ♥

Beitrag  Constantine am Mo 10 Sep 2018 - 15:53

Tatsächlich war es so, dass Manjas Erzählung in weiten Teilen wie leises Bachgeplätscher einfach sein Gehör umsprudelte, ohne dass wirklich viel davon bei der Endstation Hirn angelangte, wo ihre Worte hätten verstanden und bewertet werden können. Jetzt, wo er wieder in der Waagerechten lag, noch dazu halb unter der Decke, die seine Haut streichelte, und sein Magen Ruhe haben wollte, waren ihm die Lider ziemlich schwer, sodass er sich gar nicht mehr die Mühe machte, sie anzuheben.
Sein Atem ging langsam tiefer.
"Conssantin'n Sweite", wiederholte er, als hätte dieser Name eine besondere Bedeutung oder als löste er etwas in ihm aus, wenn es schon der Rest der Erzählung nicht tat. Vielleicht, weil er seinen Namen hörte, den gleichzeitig die Katze trug. Oder weil irgendeine seiner Hirnwindungen sich fragte, ob Manja ihm nicht doch erzählen könnte, warum der Kater nun so hieß. Er seufzte tief, sagte aber nichts mehr. Wahrscheinlich dachte er nur, dass er das tat - oder er dachte und tat einfach gar nichts mehr...
Aber er lauschte weiter, zumindest noch die nächsten paar Minuten würde er das, wenn Manja noch etwas sagte. Aber während sie es tat oder während sie zusammen mit ihm schwieg, würde er einschlafen... Vielleicht würde sie seine anfangs noch etwas angestrengt klingenden Atemzüge vernehmen, die jedoch verraten würden, dass er schlief.
Und irgendwann am nächsten Tag würde er versuchen, sie abermals telefonisch zu erreichen.

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Re: Telefonisches Schäferstündchen ♥

Beitrag  Manja am Mo 10 Sep 2018 - 17:10

Während ich weiter erzählte - belanglose Dinge die ich die letzten Tage erlebt hatte - lauschte ich überaus aufmerksam den Geräuschen, die ich von Constantine hören konnte, um ganz sicher zu gehen, dass er eingeschlafen war, als ich schließlich mehrere Sekunden schweigend seinem Atem lauschte. Schließlich davon überzeugt ihn mit dem Geplapper schließlich eingeschläfert zu haben - hehe -, lächelte ich schräg. "Gute Nacht, Constantine.", murmelte ich ihm zu, wohl wissend, dass er mich nicht mehr verstand. "Träum was schönes." Erst dann legte ich auf, legte mich aber nicht sofort hin sondern starrte eine Weile stumm auf mein Telefon hinab, ließ noch einmal Revue passieren, worüber wir gesprochen hatten.
Es waren aber nicht die Peinlichkeiten, an denen meine Gedanken diesmal hängen blieben. Es war dieser eine besorgniserregende Satz, den er nahe am Anfang des Telefonats gesagt hatte, der mein Herz sich einen Moment zusammen ziehen ließ. Ich will nicht hier sein, hatte er gesagt, Ich will nicht sterben. Hätte er das nüchtern gesagt, hätte ich mir über seine aktuelle Situation sorgen gemacht, gefragt was los, was passiert sei. Aber betrunken wie er war hatte das eine ganz andere Tiefe. Ich machte mir Sorgen um ihn.
Trotzdem wusste ich, dass ich wahrscheinlich nichts für ihn tun konnte, wenn er nicht freiwillig und vor allem nüchtern zu mir kam, also legte ich das Handy schließlich mit einem Seufzen auf mein Nachttisch, kuschelte mich in die Decke und gab mir Mühe wieder einzuschlafen.

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Re: Telefonisches Schäferstündchen ♥

Beitrag  Constantine am Mo 10 Sep 2018 - 18:06

Der Schlaf half Constantines Magen dabei, all die Flüssigkeit drinzubehalten, die er am Abend, in der Nacht und am frühen Morgen zu sich genommen hatte, und er rebellierte auch trotz der beiden Schmerztabletten nicht mehr, sobald sein Besitzer eingeschlafen war. Wahrscheinlich waren beide zu erschöpft dafür, sich auf das Kopfkissen (oder bestenfalls noch in die Tiolette) zu entleeren. Das war immerhin auch viel besser für alle Beteiligten.
Es war schon gegen Mittag, ehe Constantine wieder aufwachte, oder vielmehr wieder zu sich kam - mit dem zu erwartenden gehörigen Kater. Aber immerhin war er nicht so schlimm wie er gewesen wäre, wenn Manja nicht mit ihm gesprochen hätte, denn dann wäre er nicht mehr aufgestanden, um Wasser zu trinken. Er stellte fest, dass Grete sich irgendwo bei seinem Hals befand, tastete danach und stöhnte leise, weil er dabei den Kopf bewegte und es sich so anfühlte, als würde ein Igel sich mit dem Rücken einmal quer über seine Schläfen und die Stirn rollen. Und genau deshalb nahm er das Smartphone erst einmal nur zur Hand und ließ sich dann Zeit, wachzuwerden. Egal, wie trocken sein Mund sich schon wieder anfühlte.
Es dauerte etwa eine halbe Stunde, bis ihm klar wurde, dass der verwaschene "Traum", er hätte mit Manja telefoniert, kein Traum war, sondern alkoholisierte Realität. Und als er aufgestanden war, drängte sich das Gespräch nach und nach immer weiter in seinen Kopf. Er erinnerte sich nicht an alles, und woran er sich erinnerte, das war verschwommen. Aber er wusste noch, was sie über seine Mutter gesagt hatte. Das war auch einer der Auslöser (eigentlich sogar der Hauptgrund), weshalb er mit seiner Mutter sprach und sie umarmte. Also war Manja auch "schuld" daran, dass Emilia weinte. Und ebenso war es ihre "schuld", dass es danach ein wenig besser war.

Es war bereits abends, als er von seinem Beruhigungsausflug in die Stadt und von seinem zufälligen Treffen mit Lyra zurückkehrte. Um ein paar Worte mit seinen Eltern kam er nicht herum, doch er schaffte es, sie abzuwimmeln und sich zu verziehen, indem er ihnen erklärte, dass er noch ein wichtiges Telefonat führen musste. Wichtig war es an sich nicht unbedingt, aber... Es war ihm lieber, Manja doch noch einmal anzurufen. Er war nicht ganz gewissenlos und wollte sich lieber bei ihr entschuldigen - für den ganzen Schrott, den er von sich gegeben hatte. Und wenn er sich geschickt anstellte, bekam er ja vielleicht auch heraus, was genau er alles von sich gegeben hatte... Und konnte es richtigstellen. Oder "richtigstellen".
Er nahm Grete und öffnete dabei das Fenster, um frische Luft hereinzulassen. Ara hatte kräftig durchgelüftet, aber solange es nicht kalt draußen war, sprach nie was gegen ein offenes Fenster. Constantine hielt sich das tutende Smartphone ans Ohr.

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Re: Telefonisches Schäferstündchen ♥

Beitrag  Manja am Mo 10 Sep 2018 - 18:36

Der Tag, der nach der seltsamen Nacht mit einem betrunkenem Constantine am Telefon folgte, war irgendwie... lang. Ich hatte danach unruhig geschlafen, nicht besonders fröhlich geträumt - mit der Sorge im Nacken Constantine könnte sterben war mein Kopf sehr fantasievoll umgegangen - und deshalb ziemlich gerädert aufgewacht. Mit einer ausgiebigen heißen Dusche hatte sich das meiste glücklicherweise gelegt und auch eine angenehme Nackenmassage von Ced - durch die Kleidung durch und mit Handschuhen - hatte wahre Wunder bewirkt. Ein wundervoller saftiger Schokoladenkuchen hatte den Tag schließlich in Gänze gerettet und es mir ermöglicht drei kleine Rechercheaufträge zu erledigen.
Leider hatte ich vergessen Constantine anzuschreiben und zu fragen ob es ihn besser ging. Und als es mir wieder einfiel, schien es mir irgendwie unpassend. Als schließlich abends irgendwann mein Handy klingelte, war ich gerade dabei eine geeignete Woche für meinen Urlaub in Oretown zu finden. Es dauerte eine Sekunde, bis das klingelte Handy gänzlich meine Konzentration gebrochen und die Aufmerksamkeit auf sich zog, woraufhin ich es zur Hand nahm und lächelte, als ich sah, dass es - erneut - Constantine war, der anrief. Gut gelaunt hob ich ab. "Constantine.", begrüßte ich ihn, "Hallo. Wie geht's dir?" Wenn er jetzt mit betrunkenem Genuschel antworten würde, wäre ich wahrscheinlich ziemlich frustriert, aber ich freute mich trotzdem, dass er mich anrief.

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Re: Telefonisches Schäferstündchen ♥

Beitrag  Constantine am Mo 10 Sep 2018 - 18:53

Sein Blick senkte sich auf eine unbestimmte Stelle des Fensterbretts draußen am Fenster, während er in den Hörer lauschte. Ihm fiel auf, dass Manja nicht sofort dranging. Scheinbar wartete sie gar nicht auf einen Anruf von ihm, und sie hatte ihm auch keine Nachricht geschrieben. Kurz überlegte er, ob er vielleicht irgendetwas gesagt hatte, dass sie verletzte, sodass sie jetzt beleidigt war und nicht dranging.
Doch der Gedanke erübrigte sich, als er ihre Stimme durch den Lautsprecher vernahm. Sie klang gutgelaunt und ... eigentlich wie ... "immer". Was ihn ein wenig beruhigte. Weniger, weil es bedeutete, dass sie nicht beleidigt war, als mehr weil es ihm das Gefühl gab, sich nicht allzu verplappert zu haben. Er war sich immer noch nicht so ganz sicher, was genau er ihr alles erzählt hatte. Und er hoffte, dass es kein Problem werden würde, die Fauxpas aus der Welt zu räumen und sie in dem Glauben zu lassen, dass alles in Ordnung war.
"Hey... Manja", grüßte er sie ein wenig zögernd, um im passenden Maß auszudrücken, dass er ein wenig unsicher war, was die vergangene Nacht anbelangte. Immerhin war es ihm auch wirklich nicht so ganz angenehm, dass er sie im Vollsuff zugelabert hatte. "Alles okay. Bei dir?"

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Re: Telefonisches Schäferstündchen ♥

Beitrag  Manja am Mo 10 Sep 2018 - 19:08

Mit einem gewissen Maß an Überraschung hoben sich meine Brauen, als ich merkte, dass Constantine doch etwas unsicher klang. Ob er sich wohl an die Dinge erinnerte, über die wir letzte Nacht gesprochen hatten? Am liebsten hätte ich ihn das direkt gefragt, wenn es nicht beinhalten würde, wie ich ihn angepriesen hatte. Auf seine Bitte hin zwar, aber deshalb war mir der Inhalt meiner Worte rückblickend nicht weniger peinlich. "Bei mir ist alles in Ordnung.", antwortete ich, schob mich samt Drehstuhl etwas vom Schreibtisch weh und machte es mir auf dem Stuhl etwas gemütlich. "Hast du deinen Kater gut auskuriert?", fragte ich besorgt weiter und klickerte etwas nervös mit dem Kugelschreiber in meiner Hand, ehe ich ihn weglegte, weil ich befürchtete, dass er das hören konnte. Gleichzeitig knabberte ich unsicher auf meiner Unterlippe herum und sorgte mich ein wenig darum, dass er abstreitete betrunken gewesen zu sein. Ich hatte sowas mal mit einer seiner Ex-Freundinnen von Ced und fand das unglaublich seltsam, weil ich nicht so recht wusste, wie ich darauf reagieren sollte.
Allerdings schätzte ich Constantine nicht so ignorant ein.

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